Bei einer Typisierung werden die Gewebemerkmale eines Spenders analysiert, um eine mögliche Übereinstimmung mit einem Patienten festzustellen. Je detaillierter (d. h. hochaufgelöster) die Gewebemerkmale eines Spenders vorliegen, desto schneller kann überprüft werden, ob er oder sie für einen Patienten zum Lebensretter werden kann, da eine Nachtypisierung entfällt.
Um diese lebenswichtige Zeit zu sparen, führt die DKMS seit Juli 2008 direkt bei allen Neuaufnahmen hochaufgelöste Typisierungen der wichtigsten Gewebemerkmale durch.In den Jahren 2008 und 2009 war die Bestimmung von acht Gewebemerkmalen bei einer Neutypisierung DKMS-Standard. International wurden oft nur sechs Merkmale bestimmt.
Nach aktuellem wissenschaftlichem Stand sollten für eine erfolgreiche Transplantation jedoch möglichst zehn Merkmale zwischen Spender und Patient übereinstimmen. 2009 startete die DKMS deshalb ein Pilotprojekt, bei dem über 50.000 potenzielle Spender bei der Neuaufnahme gleich auf alle zehn transplantationsrelevanten Merkmale typisiert wurden. Das Ergebnis: Die Suche nach einem Lebensretter konnte für Patienten nochmals beschleunigt werden. Aus diesem Grund werden seit 2010 alle DKMS-Spender bei der Neuaufnahme auf zehn Gewebemerkmale typisiert.
Die DKMS will jedoch mehr - nämlich schnell helfen. Aus diesem Grund führt die DKMS verschiedene Qualitätsprogramme zur Verbesserung der Spenderdaten aus eigener Kraft durch. Und unsere Programme sind erfolgreich: 4.200 aller Stammzellentnahmen stammen von Spendern, die im Rahmen unserer Qualitätsprogramme weitergehend typisiert wurden.