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DKMS Deutsche Knochenmarkspenderdatei
gemeinnützige Gesellschaft mbH
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Die Stammzellspende
Hier informieren wir Sie darüber, auf welchem Weg die Suche nach einem geeigneten Lebensspender für einen Patienten erfolgt. Sie erfahren ebenfalls, welche Verfahren zur Entnahme der lebenswichtigen Stammzellen angewandt werden und wie mithilfe von Nabelschnurblut Patienten Hoffnung auf ein neues Leben erhalten können.
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Ein Spender kommt für einen bestimmten Patienten in Frage, wenn seine Gewebemerkmale, die sog. HLA-Merkmale (Humane-Leukozyten-Antigene), mit denen des Patienten übereinstimmen. Zurzeit gibt es über 7.000 bekannte Gewebemerkmale, die in Abermillionen Kombinationsmöglichkeiten auftreten können. Die Wahrscheinlichkeit, einen geeigneten Spender außerhalb der Familie zu finden, ist relativ gering – sie liegt derzeit bei 1:20.000 bis zu 1: mehreren Millionen. Die Suche nach einem passenden Spender beginnt daher zuerst innerhalb der Familie. Familiensuche Innerhalb der Familie ist die Wahrscheinlichkeit einer Übereinstimmung der Gewebemerkmale von Spender und Patient am größten. So werden derzeit in Deutschland für ca. 30 % der Patienten geeignete Spender innerhalb der Familie gefunden. Die Einzelwahrscheinlichkeit einer Übereinstimmung zwischen zwei Geschwistern liegt dabei zum Beispiel bei 25 %, da jedes Kind seine Gewebemerkmale jeweils zur Hälfte von Vater und Mutter erbt. Zuerst prüft die behandelnde Klinik deshalb, ob sich die Geschwister des Patienten als Spender eignen. Ist dies erfolglos, weitet man die Suche auf die weitere Verwandtschaft aus. In der Regel wird so ein Stammbaum der Familie mit den entsprechenden Gewebemerkmalen erstellt. Wenn innerhalb der Familie kein passender Spender vorhanden ist, beginnt die Suche nach einem nicht verwandten Spender (unverwandter Fremdspender). Fremdspendersuche Um auch die Situation für Patienten aus anderen Ländern zu verbessern, bemüht sich die DKMS, die Vielfalt der Gewebemerkmale in ihrer Datei stetig zu erhöhen. Zum Beispiel durch das Minoritätenprogramm, das auf Menschen mit Migrationshintergrund abzielt, da diese häufig andere Gewebemerkmale aufweisen als deutschstämmige Spender. |
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Stammzellen befinden sich in allen Knochen, in hoher Anzahl vor allem im Beckenkamm, und können mit Hilfe von zwei unterschiedlichen Methoden gewonnen werden. Welches Verfahren angewendet wird, richtet sich nach den Bedürfnissen des Patienten. Nach Möglichkeit wird auf die Wünsche der Spender Rücksicht genommen. Es kommt vor, dass der Spender aus medizinischen Gründen nur für eines der Entnahmeverfahren geeignet ist. |
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Obwohl Spenderdateien wie die DKMS derzeit über mehr als 3.6 Mio. freiwillige Spender verfügen, ist noch immer für jeden fünften Patienten nicht der geeignete Spender dabei. Damit die Chancen steigen, den „genetischen Zwilling“ eines Patienten zu finden, ist es wichtig, dass auch möglichst viele Babys zu kleinen Helden werden und ihr Nabelschnurblut spenden. |