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DKMS Deutsche Knochenmarkspenderdatei
gemeinnützige Gesellschaft mbH
Markus Kessler hat für eine 19-jährige Frau in den USA Stammzellen gespendet. Fast zur gleichen Zeit hat sein Arbeitskollege Pascal Weber, ebenfalls Angestellter bei der Metro AG in Düsseldorf, einer jungen Griechin eine neue Lebenschance geschenkt. Der Arbeitgeber der beiden Spender nahm dies zum Anlass, den engagierten jungen Männern Urkunden als Zeichen der Anerkennung zu überreichen.
Fragt man Markus Kessler nach seiner Motivation zu spenden, antwortet er: "Natürlich habe ich auch die Risiken abgewägt", sagt der Vater eines kleinen Sohnes, dessen Stammzellen während einer Operation unter Narkose entnommen wurden. "Aber die Möglichkeit Leben zu schenken, lehnt man nicht einfach ab."
Vor etwa sieben Jahren registrierte sich Pascal Weber als Spender bei der DKMS. Mitte Januar dieses Jahres kam dann ein Anruf: Eine junge Frau in Griechenland kann nur mit einer Stammzellspende überleben und er ist der passende Spender. Wie sein Kollege Markus Kessler zögerte auch der 25-Jährige nicht. Bei der peripheren Entnahme aus der Blutbahn war der Spender bei vollem Bewusstsein. Weil er wusste, dass er jemandem eine neue Lebenschance geben kann, verzichtete Weber vorher sogar aufs Eishockey-Spielen. "Ich wollte auf gar keinen Fall die Spende gefährden", sagt er.
Einem Menschen in lebensbedrohlicher Lage helfen – für die Stammzellspender Daniel Gröber und Heiko Morgenthaler eine Selbstverständlichkeit. Vor Kurzem haben die beiden Männer mit ihrer Spende geholfen, an Blutkrebs erkrankten Menschen Aussicht auf Heilung zu geben. Für ihr vorbildliches Engagement überreichte ihnen ihr Arbeitgeber, Heller AG, in Nürtingen Urkunden als Zeichen der Anerkennung.
"Ich bin froh, dass ich jemandem helfen konnte. Für mich war das eine Selbstverständlichkeit", verkündet Spender Daniel Gröber froh. Auch über die Urkunde freute er sich, die er von kaufmännischen Leiter Gerhard Reiner sowie DKMS-Mitarbeiterin Aline Vogel erhalten hat. „Aber das hätte nicht sein müssen“, sagt der 20-Jährige, der sich erst vor zwei Jahren bei einer Registrierungs-aktion in Kirchheim als Spender aufnehmen ließ. Damals wurde ein Spender für eine junge Frau gesucht, die der gelernte Mechatroniker aus seiner Schulzeit in Wendlingen her kannte. Nun hat er einem jungen Mann in der Slowakei mit seiner Spende geholfen.
„Der Frau, der ich Stammzellen gespendet habe, ging es nach der Spende besser und jetzt geht es ihr sogar gut. Mal abwarten, wie es sich weiter entwickelt“, sagt Heiko Morgenthaler, der einer rund 60-jährigen Frau aus Deutschland Hoffnung auf Genesung gegeben und bereits anonym über die DKMS zu ihr Kontakt aufgenommen hat. Was der Maschinenschlosser getan hat, würde er jederzeit wieder tun. Auch würde er jedem empfehlen, sich bei der DKMS als potenzieller Spender zu registrieren.
Im nordrhein-westfälischen Kamp-Lintfort fand vergangene Woche eine große Fitness-Veranstaltung statt. Beim Zumbathon kamen dort über 600 Sportbegeisterte zusammen, um ihren Spaß an der Bewegung und Lebensfreude auszudrücken. Der Tanzclub Kamp-Lintfort 1969 nahm das Event zum Anlass, ein Zeichen im Kampf gegen Blutkrebs zu setzen. Der gesamte Reinerlös aus den verkauften Eintrittskarten kommt der DKMS zugute. Über 5.000 Euro an Geldspenden sind so zusammengekommen.
Zumba-Trainerin Katharina Borzucki ist begeistert von der großen Resonanz und stolz auf die Spendensumme. "Beim ersten Mal haben wir uns für das Thema Brustkrebs engagiert. Diesmal wollen wir Menschen mit Blutkrebs helfen", sagt Katharina. Mit der Geldspende kann die DKMS die Aufnahme von über hundert potenziellen Spendern finanzieren.
Nicole Fallack rettete mit ihrer Stammzellspende das Leben eines fünfjährigen Mädchens. Für diesen selbstlosen Einsatz wurde die Geschäftsstellenleiterin bei der Stadtsparkasse München jetzt ausgezeichnet. Harald Strötgen, Vorstandsvorsitzender der Stadtsparkasse München, und DKMS-Mitarbeiterin Maike Hornberg dankten der Spenderin bei einer kleinen Feierstunde.
"Ich finde es vorbildlich, wie sich Frau Fallack für ihre Mitmenschen einsetzt und hoffe, dass ihr Beispiel für möglichst viele weitere Spender Schule macht, sich ebenso für eine mögliche Stammzellspende registrieren zu lassen", so Strötgen.
Fallack hatte sich vor zwei Jahren freiwillig in der Knochenmarkspenderdatei registrieren lassen, sie selbst ist in ihrer Freizeit Rettungssanitäterin. Eine junge Blutkrebspatientin hatte Glück: Ihre Gewebemerkmale stimmten mit denen von Fallack überein. Für die Stammzellspende in der Entnahmeklinik in Köln wurde sie von der Stadtsparkasse München vom Dienst freigestellt.
Die drei Schufa-Mitarbeiter Jacqueline Schulz, Sven Müller und Joachim Baum haben Stammzellen gespendet und somit Patienten neue Lebenschancen geschenkt. Am Unternehmensstandort in Wiesbaden wurden die Spender nun von ihrem Arbeitgeber im Beisein des gesamten Schufa-Vorstands für ihr Engagement ausgezeichnet.
Die Wirtschaftsauskunftei unterstützt die DKMS seit mehreren Jahren. 2009 hatte das Unternehmjen eine Registrierungasktion durchgeführt, bei der sich Mitarbeiter als potenzielle Spender in die DKMS aufnehmen lassen konnten. Bei jedem Mitarbeiter, der Stammzellen spendete, verzichtete die Schufa AG auf die Erstattung der Personalkosten. Überzeugt vond er Wirksamkeit der bisherigen Registrierungsaktion plant das Unternehmen nun eine weitere Registrierungsaktion. Weitere Mitarbeiter sollen die Möglichkeit bekommen, gemeinsam mit der DKMS gegen den Blutkrebs zu kämpfen.
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