| Presse | ||

DKMS Deutsche Knochenmarkspenderdatei
gemeinnützige Gesellschaft mbH
| Presse | ||
Enrico Rahn aus Schwedt arbeitet als Sicherheitsmitarbeiter bei Securitas. In seiner Freizeit engagiert er sich ehrenamtlich bei der Freiwilligen Feuerwehr. Anderen Menschen zu helfen ist für ihn eine Selbstverständlichkeit. Aus diesem Grund ließ er sich im Mai 2008 als potenzieller Stammzellspender in die DKMS aufnehmen. Sein Wunsch - Menschen in Not zu helfen - , erfüllt sich im November 2011: Enrico Rahn spendet seine Stammzellen für einen 15-jährigen Patienten aus Russland.
"Im Mai 2008 habe ich mich auf der Internetseite der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) registriert. Wenige Tage später war ein Päckchen im Briefkasten mit Wattestäbchen für einen Wangenabstrich. Nachdem ich den Abstrich gemacht habe, habe ich die Wattestäbchen zurückgeschickt.
Bis April 2011 passierte nichts. Doch dann, wieder ein Päckchen von der DKMS. Darin: Blutentnahmeröhrchen und ein Brief. In dem beiliegenden Brief stand, dass ich auf Grund meiner Gewebemerkmale möglicherweise auf einen Leukämiepatienten passen könnte, dies jedoch erst noch genau anhand einer Blutprobe getestet werden müsse. Mit dem Set ging ich zu einem Arzt, um Blut abnehmen zu lassen. Nach der Rücksendung erhielt ich wenige Tage später per E-Mail die Information, dass ich bei dem Patienten als Spender in Frage komme.
Bis Anfang November hörte ich nichts, dann ein Anruf von der DKMS, in dem mir mitgeteilt wurde, dass es nun mit der Spende ernst werden würde und ob ich dieses auch immer noch tun möchte. Ich habe zugesagt und wir sprachen über die Termine zur Voruntersuchung und den Ort der Stammzellspende. Mit diesen Informationen ging ich am Tag darauf zu meinem Bereichsleiter Hartmut Sack und Einsatzleiter Holger Jost . Ich bat um Freistellung von der Arbeit, um diese Spende durchzuführen. Sie sagten beide zu und fingen umgehend an, Dienstpläne umzustellen und Kollegen um Übernahme meiner Dienste zu bitten.
Am 11. November fand in der Uniklinik Dresden die Voruntersuchung statt. Nachdem diese positiv ausging, fuhr ich am 28. November mit meiner Familie nach Dresden. Meine Freundin und meine Tochter schliefen in einem Hotel, ich in der Klinik. Am nächsten Tag fand am frühen Morgen die Knochenmarkentnahme aus dem Beckenkamm unter Vollnarkose statt. Alles verlief ohne Probleme und einen Tag später wurde ich schon wieder nach Hause entlassen. Für eine Woche bekam ich noch eine Arbeitsunfähigbescheinigung.
Einen Tag nach der Rückkehr zu Hause telefonierte ich mit meinem Bereichsleiter, Herrn Sack, und informierte ihn über den positiven Ausgang der Spende und fragte ihn über das weitere Vorgehen, was die Lohnfortzahlung betrifft. Ich teilte ihm mit, dass er sich meinen Lohnausfall von der DKMS rückerstatten lassen kann. Seine Antwort überraschte und freute mich. Er sagte, dass er das Geld der DKMS spenden möchte und wünscht nur eine Spendenquittung. Eine Laboruntersuchung für eine Typisierung eines potenziellen Spenders kostet etwa 50 Euro. Durch seine Spende kann die DKMS Laboruntersuchungen und Folgekosten für Stammzellspender übernehmen. Dafür möchte ich mich auch bei ihm bedanken.
Meine Spende ging nach Russland. Dort ist ein 15-jähriger Junge an einer schweren Form der Leukämie erkrankt. Ich hoffe, dass mein genetischer „Zwilling“ durch meine Knochenmarkspende wieder gesund wird.Etwa 100 Tage nach der Spende fragt die DKMS bei der Klinik nach dem Gesundheitszustand des Patienten und informiert mich darüber.
Etwa drei Wochen nach meiner Spende gab es in meiner Stadt eine Registrierungsaktion für einen Leukämiepatienten aus der Region. In dem Löschzug meiner Feuerwehr, in der ich freiwillig tätig bin, versuchte ich Kameraden dazu zu bewegen sich registrieren zu lassen, was mir bei sieben gelang.
Ich persönlich würde mich freuen wenn ich durch diese Geschichte weitere Mitarbeiter unseres großen Konzerns zum Nachdenken gebracht habe. Meine Bitte an alle Kollegen von SECURITAS: „Lasst euch typisieren und gebt vielleicht somit einem Menschen die Chance zu leben“. Bei der DKMS heißt es: "Jeder einzelne zählt"."
Copyright ©2011 DKMS All rights reserved.



