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DKMS Deutsche Knochenmarkspenderdatei
gemeinnützige Gesellschaft mbH
Hierbei handelt es sich um einen weit verbreiteten Irrtum. Knochenmark und Rückenmark haben nichts miteinander gemein. Bei der Stammzellentnahme aus dem Knochenmark bleibt das Rückenmark unberührt. Es besteht daher auch keine Gefahr einer Querschnittslähmung!
Lebensspender können grundsätzlich alle Menschen werden, die zwischen 18 und 55 Jahre alt und in guter körperlicher Verfassung sind. Zu Ihrem Schutz und zum Wohle der Patienten gibt es einige Ausnahmen. Lesen Sie hier die Voraussetzungen zur Aufnahme in unsere Datei.
Mit der Online-Registrierung können Sie sich bequem von zu Hause aus als Spender in unsere Datei aufnehmen lassen. Füllen Sie unser Online-Registrierungsformular aus und wir schicken ein Typisierungsset mit Wattestäbchen zu Ihnen nach Hause. Mit diesen Wattestäbchen nehmen Sie einen Abstrich von Ihrer Wangenschleimhaut und schicken diese wieder zurück an unser Labor. Für Sie entstehen dabei keine Kosten. Wir speichern die Untersuchungsergebnisse des Wangenabstrichs in der Datei und stellen sie für den weltweiten Patientensuchlauf anonym zur Verfügung.
Bei der Aufnahme in die DKMS als potenzieller Stammzellspender erhalten Sie nach ein paar Wochen per Post Ihre DKMS-Spendercard. Darauf ist Ihre persönliche Spendernummer eingetragen. Es erleichtert unsere Arbeit, wenn Sie die Spendercard griffbereit aufbewahren und uns Ihre Spendernummer im Falle einer Kontaktaufnahme mitteilen können.
Eine „doppelte“ Registrierung ist unnötig, da die Daten aller potenziellen Stammzellspender aus allen deutschen Dateien beim ZKRD Zentrales Knochenmarkspenderregister in Ulm gesammelt werden. Ihre Spender-Daten stehen bereits in anonymisierter Form für den weltweiten Spendersuchlauf zur Verfügung. Die zweite Eintragung in unsere Datei würde nur zu unnötigen Kosten führen.
Sie können Sich auch während Ihrer Schwangerschaft bei uns als potenzielle Stammzellspenderin registrieren, sofern Sie die sonstigen Voraussetzungen zur Spendentauglichkeit erfüllen. Bitte teilen Sie uns mit, wenn Sie schwanger sind und geben Sie uns den voraussichtlichen Entbindungstermin an.
Sie werden von uns ab diesem Zeitpunkt sowie in der Regel noch 6 Monate nach der Entbindung (Still- und Erholungszeit) als potenzielle Stammzellspenderin gesperrt. Nach Ablauf der Sperre werden Sie dann wieder für Anfragen freigegeben, falls wir nichts Gegenteiliges von Ihnen hören.
Homosexuelle Männer sind von der Spende ausgeschlossen. Der Ausschluss homosexueller Männer von der Blut- und der Knochenmarkspende beruht auf einer fachlich nachvollziehbaren Risikoabschätzung der Ärzteschaft in den einschlägigen Richtlinien der Bundesärztekammer, die regelmäßig überprüft und aktualisiert werden.
Auch Partnerinnen von bisexuellen Männern sind von der Blut- und Knochenmarkspende ausgeschlossen. Denn unbestreitbar haben homosexuelle Männer – wie die anderen genannten Gruppen – statistisch ein höheres Risiko als die übrige Bevölkerung, sich mit HIV zu infizieren. Die auf der Homepage des Robert Koch-Instituts (www.rki.de) öffentlich zugänglichen epidemiologischen Zahlen belegen dies eindeutig. Übrigens hat sich vor diesem Hintergrund auch die Deutsche AIDS-Hilfe für die Beibehaltung des Ausschlusses homosexueller Männer von der Blutspende ausgesprochen.
Uns ist bewusst, dass eine epidemiologische Betrachtungsweise die Einzellfallbetrachtung vernachlässigt und bei dem Einzelnen zu dem Gefühl, ungerecht behandelt zu werden, führen kann. Aber der Gesetzgeber hat die Entscheidung über derartige Fragen zu Recht der Ärzteschaft übertragen. Dort kann sie am ehesten fachlich zutreffend eingeschätzt werden.
Bei der Aufnahme in die DKMS wird ein Teil Ihrer Gewebemerkmalskombinationen untersucht, es erfolgen keine Tests hinsichtlich bestimmter Infektionserreger. Da es zumeist erst Jahre später zu einer konkreten Anfrage für eine Stammzellspende kommt, untersuchen wir Sie erst dann auf bestimmte Infektionserreger wie z.B. HI-Viren, Hepatitis-Viren (B und C), wenn Sie tatsächlich als Spender in Frage kommen.
Bei einer Typisierung werden die Gewebemerkmale eines Spenders analysiert. Je detaillierter (d.h. „hochaufgelöster“) die Gewebemerkmale eines Spenders vorliegen, desto schneller kann überprüft werden, ob er oder sie für einen Patienten zum Lebensretter werden kann, da eine Nachtypisierung entfällt.
Nach aktuellem, wissenschaftlichem Stand müssen für eine erfolgreiche Transplantation möglichst zehn Merkmale zwischen Spender und Patient übereinstimmen. Um lebenswichtige Zeit zu sparen, führt die DKMS daher seit Mai 2010 direkt bei der Neuaufnahme aller Spender hochaufgelöste Typisierungen dieser zehn wichtigsten, für eine Transplantation relevanten, Gewebemerkmale durch.
Die DKMS ist jedoch nicht nur in der Qualität führend. Die von uns beauftragten Labore arbeiten nach modernsten wissenschaftlichen Standards und sind in der Lage, monatlich mehr als 25.000 Proben zu typisieren. Personen, die sich bei der DKMS registrieren, können also sicher sein, dass ihre Gewebemerkmale so schnell wie möglich typisiert werden und der weltweiten Spendersuche zur Verfügung stehen.
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