Die gegen ein Fremdgewebe, z. B. ein Transplantat gerichtete Immunreaktion eines Organempfängers. Nach Stammzelltransplantation ist die Abstoßung des Transplantates eher selten (< 5 Prozent Risiko). Es überwiegt dagegen das Risiko für eine umgekehrte Abstoßungsreaktion (s. GvHD)
Eine hochgradige Verminderung oder das komplette Fehlen von Granulozyten im Blut oder Knochenmark. Eine Agranulozytose kann bei Leukämien auftreten oder infolge einer medikamentösen Krebsbehandlung. Sie kann auch durch chemisch-toxische Schädigungen und Allergien ausgelöst werden. Symptome einer Agranulozytose sind z.B. Fieber, Herzklopfen und Abgeschlagenheit. Schon früh im Krankheitsverlauf treten Schleimhautgeschwüre auf, z.B. in der Mundhöhle oder im Darm. Viele der Patienten sterben infolge einer Lungenentzündung oder einer Blutvergiftung (Sepsis).
Die akute myeloische Leukämie (AML) ist eine maligne (bösartige) Erkrankung des blutbildenden Systems, und zwar der Myelopoese, also des Teils des blutbildenden Systems, der für die Bildung von Granulozyten, Monozyten, Erythrozyten und Megakaryozyten verantwortlich ist. Sie führt zu einer zum Teil massiven Vermehrung unreifer Vorstufen der Myelopoese im Knochenmark und in der Mehrzahl der Fälle auch im Blut (Leukozytose).
In Deutschland treten etwa 3.600 Neuerkrankungen pro Jahr auf. Sie ist überwiegend eine Erkrankung des höheren Lebensalters, das mediane Alter bei Diagnosestellung liegt bei 63 Jahren. Die AML macht etwa 80 % aller akuten Leukämien bei Erwachsenen aus. Männer sind etwas häufiger betroffen als Frauen (Verhältnis 1,4:1). Im Kindesalter haben nur 15 bis 20 % der Patienten mit einer akuten Leukämie eine AML. Allerdings handelt es sich bei der seltenen akuten Leukämie im Neugeborenenalter meist um eine AML.
Bekannte Risikofaktoren für die Entwicklung einer AML sind eine Exposition gegenüber einer hohen Dosis ionisierender Strahlung (z. B. nach den Atombombenexplosionen in Hiroshima und Nagasaki) und eine langjährige chronische Belastung mit Benzol. Auch nach Anwendung bestimmter Zytostatika, wie Alkylantien und Etoposid, kann es nach einer Latenzzeit von mehreren Jahren zur Entwicklung einer AML kommen. Eine AML tritt gehäuft bei einigen genetischen Erkrankungen wie z. B. dem Down-Syndrom auf. Auch das Rauchen spielt eine Rolle bei der Entstehung der AML. In vielen Fällen bleibt die Ursache jedoch unklar.
(Quelle: Wikipedia)
Griechisch: „anderswo entstanden“
Transplantation von Stammzellen eines genetisch unterschiedlichen Menschen. Um eine schwerwiegende Abstoßungsreaktion des transplantierten Gewebes zu vermeiden, ist die möglichst weitgehende Übereinstimmung der Gewebemerkmale von Spender und Empfänger erforderlich.
Siehe auch „allogen“
Blutarmut, die durch eine Verminderung der roten Blutkörperchen (Erythrozyten) oder durch einen Mangel an Blutfarbstoff (Hämoglobin) bedingt ist. Ursachen einer Anämie können z.B. Blutverlust, verminderte Bildung von Erythrozyten im Knochenmark oder Störungen des Eisenstoffwechsels sein. Auch ein gesteigerter Abbau der Erythrozyten führt zu einer Anämie.
Eine chronische Anämie führt zu Sauerstoffmangel im Körper, entsprechend zu körperlicher Schwäche, Blässe, Atemnot bei Belastung und evtl. zu durch die Minderversorgung des Herzmuskels bedingten Schmerzen (Angina pectoris). Bei raschem Blutverlust kommt es oft zu einem Schock.
Um die verschiedenen Arten einer Anämie bei normalem Gesamtblutvolumen zu unterscheiden, bestimmt man die Zahl, Größe und das Aussehen der Erythrozyten, die Menge des Blutfarbstoffes (Hämoglobin), den Hämoglobingehalt der einzelnen Erythrozyten sowie den Anteil der Erythrozyten am gesamten Blut (Hämatokrit).
Blutarmut durch Verminderung des blutbildenden Knochenmarks und die dadurch bedingte Verminderung aller Zellreihen im Blut (Panzytopenie). Ursachen für eine aplastische Anämie sind angeborene Störungen (z.B. Fanconi-Anämie), eine medikamentös oder durch Chemikalien bedingte Schädigung des Knochenmarks, Strahlenschäden, Virusinfektionen u.a.
Die aplastische Anämie wird im klinischen Sprachgebrauch auch aplastisches Syndrom genannt.
Betäubung, bei der man gegenüber Schmerz-, Berührungs- oder Temperaturreizen unempfindlich ist. Ursache ist entweder eine Störung des Nervensystems oder die Wirkung von bestimmten Medikamenten, die z.B. bei einer Narkose eingesetzt werden. Die Anästhesie kann sich nur auf ein bestimmtes Körpergebiet (Lokalanästhesie) oder den gesamten Körper (Vollnarkose) beziehen.
Proteine im Blut der höheren Wirbeltiere aus der Gruppe der Immunglobuline, die ein wichtiger Teil des Immunsystems sind und von B-Lymphozyten spezifisch gegen einen bestimmten eingedrungenen Krankheitserreger oder einen anderen körperfremden Stoff, ein so genanntes Antigen, gebildet werden, um dieses zu inaktivieren. Antikörper vermitteln die sogenannte humorale Immunantwort des Körpers – im Gegensatz zur zellulären Immunantwort, die Immunzellen übernehmen. Therapeutisch lassen sich aus Tieren oder Menschen gewonnene Antikörper zur passiven Immunisierung gegen bestimmte Virusinfektionen oder z.B. auch Schlangengifte nutzen.
Methode zur Stammzellentnahme aus dem fließenden Blut. An beiden Armen werden venöse Zugänge gelegt. Das Blut fließt von einem Arm aus durch einen so genannten Zellseparator. Der Zellseparator isoliert die notwendigen Stammzellen aus dem Blut und die restlichen Blutbestandteile fließen über den zweiten Zugang in den Körper zurück.
Zustand des Knochenmarks nach Konditionierung, das sog. „Zelltief“. Zu diesem Zeitpunkt ist das Knochenmark nicht mehr funktionstüchtig und der Patient ist entsprechend infektanfällig.
Griechisch: selbsterzeugend, im Körper entstehend, ursprünglich.
Siehe auch „allogen“.
„Aus dem selben Körper entstanden“
Bei dieser Form der Transplantation werden dem Patienten Stammzellen aus Blut oder Knochenmark entnommen, die ihm nach erfolgter Therapie retransplantiert werden.
Zelle, die hauptsächlich im Knochenmark, der Milz und den Lymphknoten gebildet wird. B-Lymphozyten sind eine Untergruppe der Leukozyten. Aus ihnen gehen die Antikörper produzierenden Plasmazellen und die Gedächtniszellen hervor.
Freier Rand des beidseitig vorhandenen Darmbeins, des Beckenknochens, der sich oben zur Darmbeinschaufel erweitert. Weil der hintere Teil des Beckenkamm von außen relativ gut zugänglich ist, wird er zur Entnahme von Knochenmark gewählt.
Punktion des Beckens im hinteren Bereich des Beckenkamms zur Entnahme von Knochenmark.
Entnahme einer Gewebeprobe zu diagnostischen Zwecken. Die Biopsie kann je nach Organ und Indikation mit einer Stanze, einem Skalpell, einer Hohlnadel, Schlinge, Kürette oder Zange gewonnen werden. Die Gewebeprobe wird anschließend feingeweblich untersucht.
Körperflüssigkeit, die aus dem flüssigen Blutplasma sowie festen zellulären Bestandteilen (Erythrozyten, Leukozyten und Thrombozyten) besteht und in den Blutgefäßen durch den Organismus zirkuliert. Das Blut dient dem Transport und der Verteilung von Sauerstoff, Nährstoffen, Enzymen und Hormonen, dem Abtransport von Stoffwechselprodukten und Kohlendioxid sowie der Wärmeregulation.
Das gesamte Blutvolumen eines Menschen beträgt etwa ein Zwölftel seines Körpergewichts (im Durchschnitt etwa fünf bis sechs Liter). Die Bluttemperatur beträgt beim gesunden Menschen 37°C. Das gelbliche Blutserum besteht unter anderem aus Wasser, verschiedenen Ionen (z.B. Natrium, Kalzium, Kalium, Chlorid, Magnesium und Eisen), Kohlenhydraten, Fetten, Eiweißen, Hormonen und Antikörpern. Das Blutplasma entspricht dem Blutserum, nur dass es zusätzlich noch Protein enthält (Albumine, Globuline und Fibrinogen). Die zellulären Anteile des Blutes (Erythrozyten, Thrombozyten und Leukozyten) machen rund 45 Prozent des Blutvolumens aus. Die rote Farbe des Blutes entsteht durch das Hämoglobin (Blutfarbstoff), das in den Erythrozyten enthalten ist und für den Sauerstofftransport verantwortlich ist. Die Salzkonzentration im Blut entspricht einer etwa 0,9-prozentigen Kochsalzlösung. Bei dieser Salzkonzentration behalten die Erythrozyten ihre typische Scheibenform. Ein Blutverlust von mehr als der Hälfte des Blutvolumens ist tödlich, wenn das Blut nicht durch eine Bluttransfusion ersetzt wird.
Gleichmäßiges, dünnes Ausstreichen eines Bluttropfens auf einem Objektträger und Anfärbung zur mikroskopischen Beurteilung.
Qualitative und quantitative Auszählung der zellulären Blutbestandteile wie Erythrozyten, Leukozyten, Thrombozyten sowie die Bestimmung des Hämoglobingehaltes und des Hämatokrits. Im Differentialblutbild werden die Leukozyten in Granulozyten, Lymphozyten, Monozyten usw. aufgeteilt. Aus dem Verhältnis der einzelnen Zellen zueinander ergeben sich Hinweise auf Entzündungen, Anämien, Leukämien u.a. Erkrankungen.
Es umfasst die Bildung von roten und weißen Blutkörperchen sowie von Blutplättchen; es befindet sich im Knochenmark.
Die Bildung der Blutkörperchen. Die Blutbildung (Hämopoese) findet nach Abschluss der Embryonalphase nur im Knochenmark und den lymphatischen Organen wie Milz, Thymus und Lymphknoten statt. Man unterscheidet die Erythropoese, Granulozytopoese und die Thrombopoese. Die Hämopoese geht von pluripotenten Blutstammzellen aus.
Feste Bestandteile des Blutes, vor allem Erythrozyten, Leukozyten und Thrombozyten. Im weiteren Sinn zählen auch die Vorstufen der reifen Blutzellen zu den Blutkörperchen.
Stammzellen, die vor allem im Knochenmark vorkommen und in der Lage sind, sich zu den verschiedenen Blutzellen zu differenzieren.
Endoskopische Untersuchungsmethode, mit der die oberen Atemwege (Luftröhre und Bronchien) untersucht werden.
Sobald Sie als passender Spender für einen Patienten feststehen, betreut Sie unser medizinisches Service-Zentrum Cellex Medical Services CMS. Vor und nach der Entnahme steht Ihnen bei unserem auf Stammzellentnahmen spezialisierten Partner ein kompetenter Betreuer und Ansprechpartner für Ihre Fragen zur Verfügung.
Medikament, das Krankheitserreger oder bösartige Zellen in ihrem Wachstum hemmen oder abtöten kann. Zur Abtötung von Bakterien werden verschiedene Antibiotika eingesetzt, z.B. Penizilline, Cephalosporine, Makrolide usw., gegen Pilze Antimykotika, gegen Viren Virostatika; Medikamente für die Behandlung von Krebserkrankungen nennt man Zytostatika. Im klinischen Alltag wird der Begriff Chemotherapeutikum oft gleichbedeutend mit Zytostatikum verwendet.
Behandlungsverfahren, bei dem mit bestimmten Medikamenten die Krebszellen im Körper abgetötet werden sollen.
Untersuchungsmethode mit Röntgenstrahlen. Es werden eine Vielzahl von Röntgenaufnahmen aus unterschiedlichsten Richtungen gemacht, die dann mittels eines Computers zu Schnittbildern zusammengefügt werden.
Virus aus der Familie der Herpesviren. Bei immunsupprimierten Patienten kann das Virus zu erheblichen Komplikationen führen. Es kann Leber, Herzmuskel, Augen, Magen-Darm-Trakt und Lunge befallen.
Langsam verlaufende Form der Leukämie, die zunächst nur wenige Krankheitssymptome hervorruft und daher auch oft erst spät diagnostiziert wird.
Wirkstoffe, die das Wachstum und die Reifung von Blutzellen anregen und steuern.
Abk. für engl. Confirmatory Typing; Bestätigungstypisierung.
Überprüfung anhand von Blutproben, ob die Gewebemerkmale eines Knochenmarkspenders und eines -empfängers zueinander passen. Gleichzeitig wird das Blut des Spenders auf bestimmte Infektionserreger überprüft, um mögliche Erkrankungen des Spenders auszuschließen.