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Unsere
Geschichte

Den Anstoß zur Gründung der DKMS gab 1991 das Schicksal der leukämiekranken Mechtild Harf, die eine Stammzelltransplantation benötigte. Da in Deutschland zu dieser Zeit nur 3.000 Spender registriert waren und die Suche über ausländische Dateien zu zeitintensiv und wenig Erfolg versprechend gewesen wäre, gründeten Mechtilds Ehemann Peter Harf und ihr behandelnder Arzt Prof. Dr. med. Gerhard Ehninger kurzerhand eine private Initiative, um einen passenden Spender zu finden.

Mechtild Harf († 1991)

Rasantes Wachstum
Aus dieser Initiative wurde am 28. Mai 1991 die gemeinnützige Organisation der DKMS Deutsche Knochenmarkspenderdatei. Jedes Jahr feiert die DKMS mit dem "Tag der Lebensspende" am 28. Mai den Geburtstag der DKMS. Die Geschäftsführerin wurde Claudia Rutt, unter deren Führung sich schon im Gründungsjahr über 68.000 potenzielle Spender registrieren ließen. 1992 konnten bereits sieben Stammzellspenden von DKMS-Spendern ermöglicht werden.

Mittlerweile ist die DKMS mit über 3.6 Mio. registrierten Stammzellspendern die größte Stammzellspenderdatei weltweit. In den letzten zwanzig Jahren konnten wir mehr als 36.206 Patienten Hoffnung schenken. Heute geben täglich durchschnittlich vierzehn DKMS-Spender Patienten im In- und Ausland eine Chance auf Leben. Hierbei arbeiten wir mit Cellex Medical Services (CMS) zusammen. Cellex ist das größte Entnahmezentrum der DKMS. Cellex / CMS übernimmt als medizinisches Zentrum die medizinische Evaluierung sowie die Betreuung der Spender vor, während und nach der Spende.

Die einstige Bürgerbewegung ist heute eine professionell arbeitende Organisation mit 371 voll- oder teilzeitbeschäftigte Frauen und Männern, verteilt auf die Standorte Tübingen, Köln, Berlin und Hövelhof, Westfalen, die mit Hilfe unzähliger Freiwilliger, privater Initiativen und Unternehmen mehr als 700 Registrierungsaktionen im Jahr durchführen, bei denen mehr als 250.000 neue potenzielle Stammzellspender aufgenommen werden.

Erst gefördert, jetzt gefordert
Die DKMS wurde in ihren ersten Jahren durch die Deutsche Krebshilfe, das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) sowie zahlreiche Firmen- und Privatspenden unterstützt. Seit 1994 stehen für den Dateiausbau keine öffentlichen Gelder mehr zur Verfügung, daher ist die DKMS für den weiteren quantitativen Ausbau der Datei auf Spenden angewiesen. Die Kosten für die Typisierung tragen die Spender oft selbst – an dieser Stelle hierfür unseren herzlichsten Dank!

Der DKMS ist es immer gelungen, die Analyse der Gewebemerkmale (Typisierung) kostengünstig und in hoher Qualität zu garantieren. Sie arbeitet dafür mit führenden nationalen und internationalen Laboren zusammen. So konnten die Kosten einer Typisierung von ehemals 600 DM in den Anfangsjahren, auf heute 50 Euro gesenkt werden. Dabei werden seit 2010 alle für eine Transplantation relevanten Gewebemerkmale bereits bei der Registrierung hochauflösend typisiert.

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