Über die Stammzellspende existieren eine Reihe von Vorurteilen. Wenn Sie diese Zeilen gelesen haben, konnten wir bei Ihnen, so hoffen wir, einige dieser Vorurteile und unbegründete Ängste abbauen.
1. Vorurteil:
Stammzellen werden dem Rückenmark entnommen.
Fakt:
Nein. Rückenmark und Knochenmark werden häufig verwechselt. Das Rückenmark des Spenders bleibt unberührt. Das Knochenmark bzw. die Stammzellen werden - wenn die Entnahme mit dem operativen Eingriff erforderlich ist - aus dem Beckenkamm entnommen. Die Entnahme erfolgt unter Vollnarkose.
2. Vorurteil:
Für die Stammzellspende ist immer eine Operation nötig.
Fakt:
Nein. Seit einigen Jahren wird zur Stammzellgewinnung die Vermehrung der Stammzellen durch die Gabe eines so genannten Wachstumsfaktors genutzt. Mittlerweile wird dieses Verfahren bereits in rund 80% der Fälle angewandt.
3. Vorurteil:
Wenn ich Stammzellen weggebe, dann fehlen sie mir irgendwann einmal.
Fakt:
Nein. Der Körper bildet die Stammzellen innerhalb von zwei Wochen neu. Man kann also Leben spenden, ohne letztlich auf etwas zu verzichten.