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Nach der Spende: Spender und Patient können einander kennenlernen

Neugierig sein ist erlaubt!

Steht einmal fest, dass eine Stammzell- oder Knochenmarkspende stattfinden wird, ist die Neugierde häufig groß – viele Spender fragen sich: Wer ist der Patient? Wo lebt er? Hat er Familie? Auch die Patienten möchten häufig gerne wissen, wer ihr "Held" ist, und haben den Wunsch, den Spender kennenzulernen. Um diese Fragen und Wünsche vollständig zu beantworten oder zu erfüllen, ist ein wenig Geduld gefordert.

 

Denn die deutschen Richtlinien sehen vor, dass sich Spender und Patient erst zwei Jahre nach der Spende persönlich kennen lernen dürfen. In der Zeit zwischen der Spende und dem Ablauf der zwei Jahre können Spender und Patient aber bereits ersten Kontakt miteinander aufnehmen: vermittelt über die DKMS können sie sich anonymisiert Briefe schreiben oder Geschenke austauschen. Die DKMS hat keinen direkten Kontakt zu den Patienten (Datenschutzbestimmungen) und kannn die Weitergabe der Post an die Patienten häufig nur schwer beeinflussen. Hier sind wir auf die Unterstützung der behandelnden Klinik angewiesen. Da die Patienten oft nach der Stammzelltransplantation von einer anderen Klinik weiterbehandelt werden, kann es z. B. manchmal zu Verzögerungen kommen. Nach Ablauf der vorgesehenen Kontaktsperre können Spender und Patient sich auch direkt schreiben oder persönlich treffen – wiederum über die DKMS vermittelt und das Einverständnis beider vorausgesetzt.

 

Unsere Erfahrung über die Jahre zeigt: viele Spender und Patienten wollen einander kennenlernen. Die Begegnungen von Spendern und Patienten sind immer wieder sehr berührende Momente. Nicht selten entstehen tolle Freundschaften. Obschon das ausgewiesene Ziel der DKMS die im medizinischen Sinne erfolgreiche Spendervermittlung ist, so sind es doch gerade die persönlichen Begegnungen, die uns immer wieder antreiben, weiterzumachen – zeigen sie doch, dass sich unsere Arbeit für jeden Einzelnen lohnt!

 

Übrigens:

Bei Spenden ins oder aus dem Ausland gelten häufig andere Regelungen im Hinblick auf die Kontaktmöglichkeiten von Spender und Patient – manche Länder sind freizügiger, andere lassen gar keinen Kontakt zu. Die DKMS hilft auch hier gerne dabei, Spender und Patient zusammenzubringen.