Kampagnen & Aktivitäten
01.10.2021

Amilia will leben

Amilia ist sieben Jahre alt und kommt aus Leer. Sie liebt es zu tanzen, zu lachen und zu singen. Das macht Amilia am liebsten gemeinsam mit ihrer großen Schwester Alida. Im letzten Jahr hat die Familie ein schweres Schicksal erfahren: Amilia hat die Diagnose AML erhalten – eine akute Form von Blutkrebs. Verschiedene Behandlungen wurden durchgeführt und langsam ging es wieder bergauf. Die kleine Tanzmaus ist tapfer. Doch dann der Schock vor einem Monat: der Krebs ist zurück. Amilia braucht jetzt dringend eine Stammzellspende.

Amilia ist ein fröhliches kleines Mädchen. Tanzen und Singen sind ihre große Leidenschaft. Am liebsten ist sie aber draußen auf dem Spielplatz oder geht mit Mama Eynur und ihrer Schwester Alida spazieren. Sie ist ein echtes Naturkind. Doch plötzlich ist die sorgenfreie Zeit zu Ende. Im September 2020 bekommt Amilia Fieber, hat häufig Nasenbluten, fühlt sich schlapp und hat keinen Hunger mehr. Als ihre Mutter Eynur dann auch noch blaue Flecke an ihrem Körper entdeckt, wendet sie sich besorgt an ihren Kinderarzt. Der hegt offenbar einen schlimmen Verdacht und überweist Amilia sofort ins nächstgelegene Krankenhaus. Dort nimmt man dem kleinen Mädchen Blut ab. Ihre Werte sind so schlecht, dass sehr schnell die Diagnose feststeht: Blutkrebs!

Amilia und ihre Mama werden sofort mit dem Rettungswagen ins Klinikum nach Oldenburg gebracht. Dort folgen viele Untersuchungen. Nach einer Knochenmarkpunktion wird die erste Diagnose endgültig bestätigt: Amilia hat AML, eine akute Form der Leukämie. Sofort wird mit der Chemotherapie begonnen. Nebenwirkungen wie hohes Fieber, immer wieder extreme Übelkeit und das Zersetzen der Mundschleimhäute sind die Folge. Amilia hat solche Schmerzen, dass sie kaum noch etwas essen kann und abnimmt. Sechs Monate kämpft das kleine Mädchen. Dann endlich sind keine Krebszellen mehr nachweisbar. „Es war eine schwere Zeit. Als ich die Diagnose hörte, stand ich erst einmal unter Schock. Ich war vollkommen überfordert. Aber jammern hilft nichts. Ich musste stark sein für meine Tochter. Die Situation war wegen Corona besonders schwierig. Ich habe Amilia keine Sekunde alleine gelassen, aber es durfte uns auch keiner besuchen. Wir waren vollkommen isoliert. Das war nicht immer leicht“, erinnert sich Eynur.

Amilia mit ihrer Lehrerin

Nach der Entlassung findet die Familie langsam zurück in Alltag und Normalität. Alida ist glücklich, dass Mama und die kleine Schwester endlich wieder zu Hause sind. Auch für sie war die Zeit eine echte Herausforderung. Gott sei Dank hat sie eine liebe Großmutter, die sich in dem halben Jahr rund um die Uhr um sie gekümmert hat. Doch dann, als sich Amilia gerade auf den ersten Schultag zu freuen beginnt und schon ganz aufgeregt ist, die Schockdiagnose Mitte August: Der Blutkrebs ist zurück. Kurz darauf teilen die behandelnden Ärzte der jungen Mutter mit, dass nur noch eine Stammzelltransplantation Amilias Leben retten kann. Sofort wird ihre große Schwester getestet. Doch leider kommt Alida als Spenderin nicht in Frage. „Ich konnte es einfach nicht glauben. Ich dachte, wir hätten diese fürchterliche Zeit endlich hinter uns gelassen. Und jetzt das. Meine größte Sorge war: Wie erkläre ich meinem Kind, dass jetzt alles wieder von vorne beginnt? Aber es half nichts. Wir mussten da durch. Also habe ich es ihr sehr behutsam, aber trotzdem ehrlich beigebracht. Und mein tapferes kleines Mädchen, auf das ich so stolz bin, hat nur eines geantwortet: Mama, mach Dir keine Sorgen. Ich habe es schon einmal geschafft. Ich schaffe es auch noch ein zweites Mal.“

Seit dem 23.08. bekommt Amilia wieder Chemotherapien. Wie immer an ihrer Seite Mama Eynur, die nicht von ihrer Seite weicht und ihr stundenlang Bücher vorliest und mit ihr bastelt. Auch Physio- und Musiktherapeuten und Lehrer, die ihr den Stoff der ersten Klasse vermitteln, bringen etwas Ablenkung in den Krankenhausalltag. Von der Seelsorgerin hat sie eine Puppe geschenkt bekommen. Sie heißt Emilia und tröstet Amilia in schweren Stunden. Sie hat sie immer bei sich. Amilia kämpft. Nun schon zum zweiten Mal. Doch alleine kann sie den Kampf nicht gewinnen. Denn nur eine Stammzelltransplantation kann ihr junges Leben retten. Je mehr Menschen sich jetzt registrieren lassen, desto größer sind die Überlebenschancen für Amilia und viele andere Patienten. Nur wer registriert ist, kann auch als Lebensretter:in gefunden werden. Der Elternverein für krebskranke Kinder in Ostfriesland und Umgebung e.V. bittet die Bevölkerung um Unterstützung: „Eynur und Alida wünschen sich nur Eines: dass Amilia gesund wird. Sie soll wieder lachen, endlich zur Schule gehen und die Welt entdecken kann. Deshalb: Bitte zögert nicht, sondern lasst euch registrieren. Das geht schnell und unkompliziert. Und ihr schenkt damit Amilia und vielen anderen das Großartigste, was es gibt - die Chance auf ein glückliches Leben.“

Registriere dich als Stammzellspender:in. Erhöhe Amilias Chance auf ein weiteres Leben und die von vielen anderen suchenden Patient:innen. Danke!

Weitere Möglichkeiten zu helfen

Du kannst die DKMS auf vielfältige Weise unterstützen und damit vielen Blutkrebspatienten neue Hoffnung auf Leben geben.
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