Kampagnen & Aktivitäten
05.01.2023

Einfach nur leben und lachen

Nils braucht nicht viel, um glücklich zu sein. Der Vierjährige aus Seelze bei Hannover ist Begeisterung pur. Er kann sich jeden Tag an vielen Kleinigkeiten erfreuen, die wir als Erwachsene oft gar nicht wahrnehmen. Doch nun gibt es etwas, das Nils unbedingt braucht: eine Stammzellspende. Denn der fröhliche Junge mit Down Syndrom leidet unter akuter Leukämie, und alle anderen Therapiemöglichkeiten sind bereits ausgeschöpft.

Der Alltag könnte für Nils und seine Familie aktuell nicht belastender sein – wobei Papa Dennis schon gar nicht mehr von einem Alltag sprechen mag. „Ständige Krankenhausaufenthalte machen selbst die kleinste Planung von der einen auf die andere Stunde zunichte“, berichtet er. „Die einfachsten Kinderbedürfnisse wie spielen, schwimmen oder ein Zoobesuch können wir ihm wegen des Infektionsrisikos gar nicht oder nur sehr eingeschränkt erfüllen. Wir spüren die Sehnsucht nach Normalität und dem Kindsein bei Nils sehr deutlich. Es wird für uns immer unerträglicher, ihm dieses bescheidene Glück verwehren zu müssen.“

Noch mehr als der Verlust ihres Alltag bedrückt Nils‘ Familie aber die Angst um das Leben ihres geliebten Kindes. Denn Nils erhielt Anfang Dezember bereits zum zweiten Mal die Diagnose Blutkrebs. Kinder mit Down Syndrom – auch Trisomie 21 genannt – haben generell ein erhöhtes Risiko für Leukämie, deshalb gehören regelmäßige Blutkontrollen seit Nils‘ Geburt zur Routine. Im Zuge dieser Kontrollen sind im Februar 2022 erstmals schlechte Blutwerte aufgefallen. Nach weiterführenden Untersuchungen bestätigte sich der schreckliche Verdacht im April. „Dass uns die Diagnose Leukämie jetzt tatsächlich direkt betrifft, hat unsere Familienwelt zum Einsturz gebracht“, erinnert sich Dennis.

Nils wurde umgehend behandelt. Da die Nebenwirkungen einer Chemotherapie für Kinder mit Down Syndrom aufgrund ihrer physiologischen Grundvoraussetzungen einen höheren bedrohlichen Aspekt haben können, erhielt Nils keine „Standard“-Chemotherapie, sondern nahm an einer speziellen Studie in Hamburg teil. Die Studientherapie hatte zum Ziel, schwerwiegende Nebenwirkungen deutlich zu reduzieren. Die ersten Erfolge waren schnell sichtbar, doch Nils‘ Blutwerte entwickelten sich nur sehr langsam und schwankend ins Positive. Eine Knochenmarkpunktion Anfang Dezember brachte die Ursache ans Licht: der Krebs ist zurück. Als einzige Therapieform kommt jetzt nur noch eine Stammzelltransplantation in Frage. Auf die wird Nils seit dem 12. Dezember bereits mit einer weiteren belastenden Chemotherapie vorbereitet – ohne die Gewissheit, dass es überhaupt einen passenden Spender oder eine passende Spenderin für ihn geben wird.

Auf dem Bild sieht man ein gemeinsames Bild von Nils mit seinen Eltern. Sie sitzen lachend auf einem Sandboden.

Über eine Online-Aktion ruft die Familie bereits gemeinsam mit uns zur Registrierung auf. „Wir wissen, wofür wir kämpfen. Nils‘ Glück gehört zu uns und dort soll es bleiben. Sein Lachen möchten wir nie mehr missen. Doch alleine können wir es nicht schaffen. Wir brauchen die Hilfe eines fremden Menschen, der zur Registrierung und Stammzellspende bereit ist“, sagen Dennis und Steffi. „Vieles im Leben kann man kaufen, aber das Wesentliche ist unbezahlbar – so wie eine Stammzellspende, die unseren Nils und viele andere schwerkranke Menschen retten kann.“

Wer helfen möchte, gesund und zwischen 17 und 55 Jahren alt ist, kann sich über www.dkms.de/nils ein Registrierungsset nach Hause bestellen. Stammzellspender:in werden ist ganz einfach: Mund auf. Stäbchen rein. Spender sein.

Weitere Möglichkeiten zu helfen
Du kannst die DKMS auf vielfältige Weise unterstützen und damit vielen Blutkrebspatienten neue Hoffnung auf Leben geben.