Kampagnen & Aktivitäten
16.06.2022

NIMI WILL LEBEN

Nimi ist ein lebensfrohes Kind. Die Vierjährige bastelt, malt und singt für ihr Leben gern. Ihre Mama sagt, sie sei eine verrückte kleine Maus und habe die dreckigste Lache der Welt. Nach dem Lockdown jagt bei der Henstedt-Ulzburgerin ein Infekt den nächsten – wie bei anderen Kindern. Doch irgendetwas ist anders. Nimi ist wesensverändert, aggressiv, müde und blass. Offene Wunden heilen nicht, kein Medikament schlägt an. Eine Blutuntersuchung bestätigt den schrecklichen Verdacht: akute Leukämie, Blutkrebs. Sofort wird die Chemotherapie eingeleitet. Isolation, Krankenhaus und Untersuchungen sind Nimis neuer Alltag. Doch allein kann sie es nicht schaffen. Nimi kann nur leben, wenn ein passender Spender gefunden wird.

Eigentlich ist Nimoe, die von allen Nimi genannt wird, ein ganz normales kleines Mädchen. Sie geht in die Kita, malt, bastelt und singt gerne. Die Kisdorferin, die im Juli ihren fünften Geburtstag feiert, liebt Disneyfiguren und möchte, wenn all das überstanden ist, Ballerina werden. Doch bis dahin liegt noch ein weiter Weg vor ihr.

Nimi hat im Frühjahr dieses Jahres viele Infekte – wie viele andere Kinder in der Kita auch. Aber dieses Mal ist etwas anders. Sie ist wie ausgewechselt, aggressiv, unzufrieden. Die Vierjährige hat ständig Fieber, einmal sogar 41 Grad. Wunden heilen nicht. Medikamente schlagen nicht an. Ein großes Blutbild wird erstellt. Nimis Mama Sally erinnert sich: „Ich brachte meine Maus ins Bett, las ihr eine Geschichte vor und kuschelte mich an. Plötzlich, gegen 21:00 Uhr, sah ich einen Rettungswagen mit Blaulicht anrasen. Als das Licht bei uns im Hausflur an ging, realisierte ich, dass es gleich klingeln würde. Ab dann war alles wie im Film. Sie sagten mir, dass es einen Verdacht auf Leukämie bei Nimi gäbe und sie sofort ins Krankenhaus müsse. Im Universitätsklinikum Eppendorf wurde der Verdacht um 22:30 Uhr zur gesicherten Diagnose. Um 23:00 Uhr fanden wir uns auf der Onkologie Station wieder und die erste Chemotherapie wurde eingeleitet. Heute weiß ich, dass wir keine Minute später hätten kommen dürfen.“

Nach sechs Wochen Krankenhaus, unzähligen Untersuchungen, Operationen und Therapien ist klar: Nimi kann den Blutkrebs nur mit einer Stammzellspende überleben. Inzwischen durfte die große Schwester eines kleinen Bruders, das erste Mal nach Hause. Doch hier wartet ein ganz neuer Alltag auf sie. Die Kisdorferin muss sich vor Infektionen schützen, darf keinen Besuch empfangen, muss viele Medikamente nehmen, mehrmals täglich Fieber messen und zur ambulanten Kontrolle – bis der nächste Chemoblock ansteht oder sie Fieber bekommt. Dennoch das Leben in Familie, ein gemeinsames Frühstück am Morgen, malen, basteln, singen – all das bekommt eine völlig neue Bedeutung.

Nimi kann nur überleben, wenn es – irgendwo auf der Welt – einen Menschen mit nahezu den gleichen Gewebemerkmalen gibt, der zur Stammzellspende bereit ist. „Die Registrierung ist einfach und tut nicht weh. Du kannst zum Superhelden werden. Bitte trau dich, registriere dich und streue diesen Aufruf. Rette Leben!“, lautet der Aufruf von Mama Sally, die auf Instagram unter @mamaxfliegenpilz Interessierte mit auf ihren schweren Weg nimmt.

Registierungsaktion

Die Familie ist nicht allein. Freunde und Bekannte meldeten sich bei uns. Zusammen rufen wir zur Registrierung auf und organisieren eine große Registrierungsaktion vor Ort. Unter dem Motto „NIMI WILL LEBEN“ appellieren die Initiator:innen an die Menschen in der Region, sich registrieren zu lassen am Sonntag, den 26. Juni von 11:00 bis 15:00 Uhr im Feuerwehrgerätehaus, Achter de Höf 2 in 24629 Kisdorf.

Weitere Möglichkeiten zu helfen

Du kannst die DKMS auf vielfältige Weise unterstützen und damit vielen Blutkrebspatienten neue Hoffnung auf Leben geben.
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