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26.08.2021

Ohne Mama geht es nicht!

Im Mai dieses Jahres riss die Diagnose akute Leukämie die junge Mutter Chantal und ihre Familie aus dem Leben. Nach Wochen voller Schmerzen und Unsicherheit folgten die erste Chemotherapie und monatelange Isolation von ihren Kindern. Nach drei Chemoblöcken sah es so aus, als ob der Krebs gut auf die Therapie anspricht. Doch seit wenigen Tagen weiß die Frankfurterin, dass nur eine Stammzell-spende ihr Leben retten kann. „Ich will leben. Ich will meine Kinder aufwachsen sehen. Bitte registriere dich! Ich habe nur diese eine Chance.“

Chantal und Karim. Zwei starke, herzliche Menschen, eine große Liebe. Ihr größtes Glück – ihre beiden Kinder Jamila (1) und Eliam (3). Chantal arbeitet in der ambulanten Pflege, ist aber gerade in Elternzeit, Karim arbeitet in einem großen Gesundheitskonzern. Für Hobbys bleibt da kaum Zeit. „Mein Hobby ist das Glück meiner Familie“, sagt Chantal lachend. Jede freie Minute sind sie mit den Kindern unterwegs, gehen schwimmen, besuchen Spielplätze oder ihre Familien. Die Großeltern sind ganz vernarrt in den Nachwuchs. Familienzusammenhalt wird bei allen großgeschrieben. Einer passt auf den anderen auf. Und einmal im Jahr fahren alle zusammen in den Urlaub. Eine rundum glückliche Familie.

Doch plötzlich ist alles anders. Im Mai leidet Chantal plötzlich unter extremen Knochenscherzen. Der ganze Körper tut ihr weh. Als dann ihr Zahnfleisch anschwillt und blau wird, sucht sie ihre Hausärztin auf. Weil Chantal schon seit geraumer Zeit unter Eisenmangel leidet, sieht die Ärztin hier mögliche Ursachen. Es könnte sich auch um den Anfang einer Grippe handeln. Chantal geht mit Medikamenten wieder nach Hause. Am gleichen Abend kommt ihre Tante zu Besuch und sieht Chantal weinend vor Schmerzen im Bett liegen und greift ein. Ein ungutes Gefühl beschleicht sie. Da sie als Krankenschwester arbeitet, nimmt sie ihr kurzerhand Blut ab, lässt es im Labor untersuchen und dann der Schock: die zweifache Mutter hat Blutkrebs!

Die Familie bang um Mama Chantal

Unzählige Untersuchungen folgen, die Diagnose wird noch einmal bestätigt. Sofort wird mit der Chemotherapie begonnen, Wochen der Übelkeit und Fieberschübe folgen. Die Therapien rauben der jungen Frau alle Kräfte. Seit einer Woche weiß sie, dass nur eine Stammzelltransplantation ihr Leben retten kann. Keine ihrer fünf Geschwister kommt als Spender:in in Frage. Ein weiterer Schock, denn nun ist Chantal auf fremde Hilfe angewiesen. „Ich weiß noch den Moment, als ich die Diagnose bekam. Es klingelte, meine Tante stand weinend vor, da wusste ich sofort, dass etwas ganz Schreckliches passiert ist. Als sie mir sagte, dass ich Blutkrebs hätte, haben wir nur noch geheult. Ich habe sofort meine Eltern und Karim angerufen. In kürzester Zeit waren alle da. Meine fünf Geschwister, Eltern, Onkel, Tanten, Nichten, Neffen… alle. Das Wohnzimmer war voll, alle haben mich umarmt und mir jede Unterstützung versprochen. Dieser unglaubliche Zusammenhalt stärkt mich bis heute. Im ersten Moment habe ich die Tragweite gar nicht begriffen. Der Kopf hat zwar alles verstanden, aber der Bauch kam einfach nicht hinterher. Zu groß war der Schock“, erinnert sich Chantal.

Chantal kämpft wie eine Löwin. „Mein erster Gedanke war: Ich muss jetzt funktionieren. Da ich selber in der ambulanten Pflege arbeite, weiß ich genau, was noch alles auf mich zukommt. Aber ich schaffe das. Ich habe mir einen nötigen Schutz aufgebaut, der mich stark hält. Ich glaube, erst wenn ich es geschafft habe, kann ich loslassen. Aber bis dahin muss ich stark bleiben. Genauso wie Karim, auf den ich so stolz bin, dass er plötzlich alles alleine managt und mir so die Möglichkeit gibt, mich voll auf die Therapie zu konzentrieren. Und genau wie meine Mama, die trotz ihrer Angst um mich stark bleibt, immer da ist und hilft, wo sie kann. Sie hat mir das Urvertrauen geschenkt, dass ich jetzt so dringend brauche. Dafür bin ich ihr unendlich dankbar.“

Die Familie hofft auf große Unterstützung

Doch alleine kann Chantal den Kampf nicht gewinnen. Sie kann nur überleben, wenn es – irgendwo auf der Welt – einen Menschen mit nahezu gleichen Gewebemerkmalen gibt, der zur Stammzellspende bereit ist. Karim hofft auf große Anteilnahme: „Chantal ist die Liebe meines Lebens. Und sie ist die großartigste Mama für unsere Kinder, die wir uns nur wünschen können. Ihr Herz muss weiterschlagen. Ein Leben ohne sie ist unvorstellbar. Deshalb bitten wir alle - lasst Euch registrieren. Damit schenkt ihr Chantal Hoffnung auf das Größte, was es gibt – LEBEN! Allen, die sich an dieser Aktion beteiligen, danken wir von ganzem Herzen.“

Registriere dich als Stammzellspender:in. Erhöhe Chantals Chance auf ein weiteres Leben und die von vielen anderen suchenden Patient:innen. Danke!

Weitere Möglichkeiten zu helfen

Du kannst die DKMS auf vielfältige Weise unterstützen und damit vielen Blutkrebspatienten neue Hoffnung auf Leben geben.
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