UNTERSTÜTZE THOMAS' UND CHRISTIANS BETTER TOGETHER-AKTION

Doppelt hält besser

Zwei Lebensretter in einer Familie – die Wahrscheinlichkeit ist so groß, wie den berühmten Sechser im Lotto zu tippen. Im Sommer 2011 haben wir bei einer der größten Typisierungsaktionen in Deutschland zusammen mit mehr als 5000 Menschen teilgenommen, um unsere Namen in der Datei der DKMS aufnehmen zu lassen. Wenn damals jemand behauptet hätte, dass wir zum 25. Jubiläum der DKMS eingeladen werden und bei Markus Lanz auf der Couch sitzen – wir hätten ihn wohl für verrückt erklärt.

Aber Wunder können geschehen, wir haben es selbst erlebt. Und das ist unsere Geschichte.

Im Juli 2013 hatte Christian als erster Post von der DKMS bekommen, dass er Lebensretter sein könnte – wenn er denn wollte. Die Frage hat sich aber nie gestellt. Unser Opa starb Ende der 80er Jahre an Leukämie, damals waren wir noch kleine Kinder. Zu jung, um sich heute noch an ihn zu erinnern. Helfen zu können ist deshalb für uns eine Selbstverständlichkeit. Christians Stammzellen gingen in die USA und über allem schwebte natürlich die Frage, wer die Stammzellen bekommt und ob diese vom Körper des Empfängers auch angenommen werden. Dadurch dass wir uns mit dem Thema intensiv beschäftigt haben, wissen wir um die Schwierigkeiten bei der Stammzellenspende und den damit verbundenen Chemo- und Strahlentherapien.

Ungefähr ein viertel Jahr nach Christians Spende, bekam auch Thomas den Brief. Wir hielten es zunächst für eine Verwechslung. Der Gedanke, dass wir beide Stammzellenspender sind, war einfach zu abwegig.

Aber nachdem das Ergebnis der Bestätigungstypisierung vorlag, war klar: Es passt. Wieder. Völlig unmöglich - oder etwa doch? Danach ging alles rasend schnell. Wieder nach Köln zur Untersuchung und schließlich am 20. Februar 2014 die zweite Spende. Das Ziel der Stammzellen war wieder die USA. Ob es derselbe Empfänger ist oder doch zwei unterschiedlich Personen, wir waren uns nicht sicher. Zwei Jahre mussten wir noch warten, bis die Daten des Empfängers freigegeben werden.

Oh Mann, waren unsere Eltern stolz auf uns…

Im März 2016 hatten wir Gewissheit, dass wir denselben Empfänger haben. Ganze drei Stammzellenspenden waren nötig um „unseren“ Patienten Thomas vom Myelodysplastischen Syndrom zu heilen. Wir erfuhren später, dass die Stammzellen erst aufbereitet werden mussten, um von seinem Immunsystem angenommen zu werden.

Wir haben uns natürlich wahnsinnig gefreut, als wir zum 25. Jubiläum der DMKS eingeladen wurden. 20 Spender konnten an diesem Tag ihren genetischen Zwilling kennenlernen und wir hatten die Gelegenheit unsere Geschichte zu erzählen. Ich weiß noch genau, wie Markus Lanz zu uns sagte, dass es ja ein schöner Zufall sei, dass unser Empfänger auch Thomas heißt.

„Und ein weiterer schöner Zufall ist, er ist heute hier…“

Wow, stopp mal kurz! Sowas gibt’s doch nur im Fernsehen, oder? Und dann kommt Thomas auf die Bühne. Der lebende Beweis, dass wir mit unseren Stammzellenspenden ein Leben gerettet haben. Seine zierliche Frau Laura drückt uns so fest, dass einem fast die Luft wegbleibt. Dieser Moment war einfach unglaublich und die Emotionen sind mit Worten kaum zu beschreiben. Ohne unsere Spende wäre Thomas höchstwahrscheinlich nicht mehr am Leben. Es dauert ein paar Tage, bis man so ein Erlebnis für sich selbst verarbeitet.

Alles hat mit einem Wangenabstrich angefangen, bisschen Blut abnehmen hier, ein paar Piekser da. Das war’s eigentlich schon. Wir haben uns häufig gefragt, was Menschen dazu bewegt, sich nicht typisieren zu lassen. Natürlich gibt es medizinische Risiken und nicht jeder verträgt die Spende so gut wie wir. Aber wir haben jemandem das Leben gerettet. Einfach so. Und so einfach. Man mag sich kaum ausmalen, wie es sich anfühlt eine lebensbedrohliche Diagnose zu bekommen, die eine Stammzellenspende notwendig macht. Die Vorstellung, dass es irgendwo da draußen zumindest einen genetischen Zwilling gibt, lässt einen doch hoffen. Nur registrieren muss man sich von alleine.

Wir haben uns häufig gefragt, welche Gründe gegen eine Typisierung sprechen, aber auf diese Frage nie eine Antwort finden können. Die Wahrscheinlichkeit seinen genetischen Zwilling zu finden, ist ohnehin schon sehr gering. Wäre es nicht schön, ….

Ein kleiner Pieks kann alles verändern

Die Bereitschaft sich typisieren zu lassen, erfolgt meist aus persönlichen Beweggründen heraus.

Unser Opa hatte leider nicht die Möglichkeit auf das Spender-Netzwerk der DKMS zurückzugreifen. Er starb drei Jahre vor der Gründung der DKMS an Leukämie. Und das mit nur 66 Jahren.

Alle 15 Minuten erhält ein Patient in Deutschland die Diagnose Blutkrebs und nur ein Drittel aller Blutkrebspatienten findet innerhalb der Familie einen passenden Spender. Jeder zehnte Blutkrebspatient sucht vergeblich einen passenden Spender. Deine Hilfe ist gefragt!

Viele Blutkrebspatienten brauchen einen Stammzellspender, um zu überleben und vielleicht kannst Du schon bald eine zweite Chance auf Leben ermöglichen!

JETZT STAMMZELLSPENDER WERDEN!

Grundsätzlich kann jeder gesunde Mensch, der zwischen 17 und 55 Jahren alt ist und nicht bereits bei der DKMS oder einer anderen Datei registriert ist, Stammzellspender werden.

Jetzt registrieren

ALS STAMMZELLSPENDER REGISTRIEREN

DKMS Wie wird man Stammzellspender?

Stammzellspender werden ist ganz einfach: Bestell Dir online unser Registrierungs-Set. Mit den drei Wattestäbchen machst Du einen Wangenabstrich. Die Wattestäbchen schickst Du dann zusammen mit den unterschriebenen Unterlagen zurück. Jetzt ist unser Labor dran und bestimmt Deine Gewebemerkmale. Nur anhand dieser Gewebemerkmale kann ermittelt werden, ob Du der passende Spender für einen Blutkrebspatienten bist.

DKMS Was passiert nach der Registrierung?

Unser Labor analysiert Deine Gewebemerkmale und anschließend nehmen wir Dich in unsere Datei auf. Deine Daten stehen ab jetzt der weltweiten Suche nach Stammzellspendern zur Verfügung. Danach erhältst Du Deine DKMS-Spendercard mit Deiner Spendernummer. Im Großen und Ganzen ist nun erstmals alles erledigt. Für den Fall, dass Du als passender Spender in Frage kommst, melden wir uns umgehend.

DKMS: Was ist eine Stammzellspende?

Es gibt zwei verschiedene Arten, Stammzellen zu spenden. In den meisten Fällen (ca. 80%) werden Stammzellen über die sogenannte "periphere Stammzellspende" aus der Blutbahn entnommen. In wenigen Fällen (ca. 20%) werden die Stammzellen dem Knochenmark aus dem Beckenkamm entnommen. Dies geschieht unter Vollnarkose.

GUTES TUN KANN SO EINFACH SEIN!

DKMS  - Gutes tun kann so einfach sein!

Mund auf. Stäbchen rein. Spender sein! So einfach kannst Du als Stammzellspender Gutes tun. Die Registrierung dauert nur wenige Minuten und kann viel bewirken.

Als registrierter Stammzellspender kannst Du jederzeit auf die Frage „Was hast du Gutes getan?“ antworten und weitere Menschen dazu bewegen, sich ebenfalls als Stammzellspender zu registrieren!

JETZT STAMMZELLSPENDER WERDEN!

Grundsätzlich kann jeder gesunde Mensch, der zwischen 17 und 55 Jahren alt ist und nicht bereits bei der DKMS oder einer anderen Datei registriert ist, Stammzellspender werden.

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