„Von so was lässt du dich nicht unterkriegen“ – Dennis über seine Diagnose Blutkrebs

11 März 2016

Im Jahr 2013 erhielt Dennis die Diagnose Blutkrebs. Heute ist er 23 Jahre alt und macht eine Umschulung zum IT-Systemelektroniker. Er trifft sich wieder mit seinen Freunden und geht seinem Hobby Fußball nach. Das war aber nicht immer so: Sein Leben stand mit der schrecklichen Diagnose von jetzt auf gleich Kopf. Dennis hatte schnell ein Motto gefunden, wie er mit seiner Diagnose umgehen würde: #FUCKCANCER! In seinen eigenen Worten erzählt uns Dennis, wie er mit seiner Diagnose umging und wie es ihm heute nach der Stammzelltransplantation geht:

„Die Erstdiagnose erhielt ich im Sommer 2013 und die Transplantation schon wenige Monate danach. Das war natürlich erst mal ein riesen Schock. Ich muss aber gestehen, dass der Schock schnell überwunden war, da ich wusste, was ich habe und wie es um mich steht. Ich habe mir dann einfach gedacht – ‚Hey, von so was lässt du dich nicht unterkriegen. Du entscheidest wann Ende ist und nicht sonst wer.‘

Dennis erhielt 2013 die Diagnose Blutkrebs

Die Zeit war ziemlich bescheiden, da ich während der Chemo ziemlich isoliert war. Aber okay, das war das Laster, was ich tragen musste, um gesund zu werden und da nimmt man viel auf sich. Ich wusste eigentlich relativ schnell, dass meine Schwester als Spenderin geeignet war, weil sie zeitnah zur Diagnose getestet wurde und sie sich natürlich gleich bereit erklärt hat. Bei mir gab´s leider nur den Weg zur Heilung über die Transplantation, für den ich mich dann auch entschieden habe. Diese Entscheidung bereue ich nicht. Meine Freunde und Familie waren von der Diagnose fast mehr betroffen als ich, da ich wusste, wie ernst es um mich steht. Ich konnte mich während der Behandlung immer auf beide Seiten verlassen.

„Von so was lässt du dich nicht unterkriegen“

Heute geht es mir bestens. Besser sogar, als vor der Erkrankung. Man genießt die Momente im Leben einfach viel mehr und sieht einfach alles "entspannter". Auch die Zeit nach meiner Behandlung belastet mich kaum. Ich denke kaum noch drüber nach. Manchmal hat man schon Momente, in denen die Gedanken kommen.

#FUCKCANCER

Zukunftspläne? Gute Frage, natürlich erst mal meine Umschulung erfolgreich abschließen und was danach kommt, wird sich ergeben. Was ich anderen Patienten mitgeben möchte ist, dass man nie aufhören sollte zu hoffen und immer weiterkämpft, auch wenn es noch so "Scheiße" läuft. Der Wille spielt eine große Rolle. Der Wille ist stärker, als alles andere auf dieser Welt! Man muss immer positiv denken! #FUCKCANCER!“