Alexander – der Lebensretter in Uniform

11 Juli 2017

Als Polizist ist Alexander öfter in Situationen, die seinen Puls höher schlagen lassen. Aber dass ausgerechnet ein Anruf von der DKMS dies bei ihm bewirken kann, hätte der Göttinger nicht gedacht. Registriert hat sich Alexander 2014 im Rahmen der „Ice Bucket Challenge“, die bei Facebook als Spendenkampagne für die Krankheit ALS – Amyotrophe Lateralsklerose bekannt wurde: „Mir war es wichtig, daran teilzunehmen. Allerdings hatte ich mir damals die DKMS als Ziel meiner Spende ausgesucht, da diese Aktion auch dazu genutzt werden konnte, um andere „Projekte“ zu unterstützen“, erinnert er sich zurück.

Als Alex im April 2017 eine E-Mail von der DKMS bekommt, mit der Bitte um eine erneute Blutabnahme, ist der junge Mann sichtlich überrascht: „Ich dachte eigentlich, dass ich nie ausgewählt werde, da die Chance Stammzellen zu spenden echt gering ist.“ Es folgten medizinische Vorgespräche, Untersuchungen und ein enger Austausch mit der DKMS. Als wir Alex im Mai mitteilen, dass er das perfekte Match für einen Patienten ist, „steigt der Puls kurzzeitig sehr an“.

Alexander: "Mir war es wichtig, daran teilzunehmen."

Vor kurzem spendete er Stammzellen über die periphere Entnahme. Bei diesem Verfahren hat sich Alex selbst fünf Tage lang den Wachstumsfaktor G-CSF verabreicht. Dieses Medikament steigert die Anzahl der Stammzellen im peripheren Blut, die dann über ein spezielles Verfahren direkt aus dem Blut gewonnen werden. Nach seiner Spende berichtet Alex auf Social Media über seine einzigartige Erfahrung: "Insgesamt kann ich sagen, dass glücklicherweise von A bis Z alles problemlos gelaufen ist. Die Betreuung durch die DKMS war sehr gut organisiert z.B. dass man die ganze Zeit eine Ansprechpartnerin hatte, die sofort im Thema war und man nicht das Gefühl hat, nur eine "Nummer" zu sein - das war wirklich super. Auch die Spende in der Entnahmeklinik verlief gut organisiert. Jetzt hoffe ich, dass die Spende der Patientin oder dem Patienten hilft und er/sie die Stammzellen gut annimmt!"

In Absprache mit seiner Arbeitgeber hat Alex beschlossen seine Spende öffentlich zu teilen.

In Absprache mit seiner Arbeitgeber hat Alex beschlossen, seine Spende öffentlich zu teilen. „Das Thema muss meiner Meinung nach immer wieder in die Köpfe der Menschen vordringen“, sagt Alex. Auch heute, einige Wochen nach der Spende, denkt Alex immer wieder an seinen Empfänger. Auf die Frage, ob er noch einmal spenden würde, sagt der 38-Jährige: „Definitiv! Vor allem hoffe ich, dass mein Bericht andere motiviert, sich zu registrieren! Das fände ich toll und das wäre mein Wunsch."

Die DKMS organisiert in Zusammenarbeit mit der Polizei Registrierungsaktionen. Wer selbst bei der Polizei arbeitet oder jemanden kennt, der uns im Kampf gegen Blutkrebs unterstützen will, freuen wir uns über eine E-Mail an aktion@dkms.de.