Obrigado, Rio! Unser Einsatz gegen Blutkrebs bei den Olympischen Spielen

25 August 2016

Das olympische Feuer ist erloschen, alle Medaillen sind vergeben und auch wir haben unsere Sachen zusammengepackt. Die Olympischen Spiele 2016 in Rio sind seit Montag vorbei und heute blicken wir auf zweieinhalb intensive Wochen zurück, denn die DKMS war als offizieller Partner des Deutschen Hauses in Brasilien mit von der Partie!

Insgesamt konnte Deutschland 42 Medaillen in Rio erreichen – Platz 1 in Europa und eine grandiose sportliche Leistung. Es war toll zu sehen, wie die sportlichen Erfolge zelebriert wurden, es aber trotzdem neben den Sportanlagen noch Platz gab, an die „wirklich wichtigen Dinge des Lebens“ zu denken.

Die deutschen Sportler bei der DKMS in Rio

In den 17 Tagen, die wir in Rio vor Ort waren, haben wir viele wundervolle Menschen kennengelernt. Unser Ziel war es, die breite Sportöffentlichkeit zu informieren, zu sensibilisieren und sie für unsere Mission zu begeistern.

Viele Sportlerinnen und Sportler, Funktionäre, Sponsoren und Besucher des Deutschen Hauses haben Zeit gefunden, den DKMS-Stand zu besuchen. Tennisspielerin Angelique Kerber, ehemalige Schwimmerin Franziska von Almsick, Ex-Handball-Bundestrainer Heiner Brand, Reckturner Fabian Hambüchen und Fußballspieler Timo Horn waren nur einige der wenigen, die sich auf unserer DKMS-Wall verewigt und mit uns über den Kampf gegen Blutkrebs gesprochen haben.

Fabian Hambüchen für die DKMS

Bewegt hat uns vor allem die Geschichte vom Kanuten Sideris Tasiadis. Im vergangenen Herbst verlor er seine Freundin Claudia Bär – an Blutkrebs. Beide teilten die Leidenschaft für den Kanuslalom. Als Bär im September 2015 nach einer Lungenentzündung starb, fehlte plötzlich „ein Teil des Puzzles“, hat Tasiadis einmal gesagt. Die ersten Wettkämpfe nach ihrem Tod waren schwer. Aber seine mentale Stärke hatte ihn schon vorher ausgezeichnet.

In Rio war Claudia Bär noch einmal ganz nah bei ihm. Als er durchs Ziel fuhr, klebte ein Foto von ihr in seinem Boot. Nach seinem olympischen Rennen ließ er es sich als registrierter Stammzellspender nicht nehmen, am DKMS-Stand vorbeizuschauen. „Eure Arbeit ist so wichtig. Ich habe persönlich gespürt, welche Hoffnung ihr geben könnt. Leider hat es nicht gereicht. Jeder sollte sich verpflichtet fühlen, sich bei der DKMS als Lebensretter registrieren zu lassen!“

1. FC Köln Keeper Timo Horn an der DKMS-Wall

Neben den Athelten war auch der Fanreporter des DOSB bei uns am Stand und registrierte sich vor laufender Kamera als Lebensretter.

 

Mit großer Freude stellen wir also fest, wie viele uns kennen und vor allem, wer sich schon als potenzieller Stammzellspender bei uns registriert hat und wer es in Zukunft sicherlich noch vorhat.

In diesem Sinne sagen wir OBRIGADO allen Unterstützern. Wir freuen uns, dass der Kampf gegen den Blutkrebs gemeinsam mit Euch weitergeht!