Pius-Hospital und DKMS - Zehn gemeinsame Jahre im Kampf gegen Blutkrebs

9 Oktober 2014

Wenn das kein Anlass zur Freude ist: 1.887 registrierte potenzielle Stammzellspender und 26 Stammzellentnahmen - so lautet die Bilanz des Oldenburger Pius-Hospitals nach zehn Jahren Kooperation mit der DKMS Deutsche Knochenmarkspenderdatei. Am 5. Oktober 2004 fand im Pius-Hospital die erste DKMS-Sprechstunde statt. Zunächst nur einmal im Monat, aufgrund der regen Nachfrage jedoch schon bald einmal pro Woche.

Initiiert wurde die Kooperation mit der DKMS durch den Krankenpfleger und Vorsitzenden der Mitarbeitervertretung des Pius-Hospitals, Heinrich Schrand. Sein kleiner Neffe Jonas war vor elf Jahren an Blutkrebs verstorben, noch bevor ein passender Spender für ihn gefunden werden konnte. „Es war eine große Traurigkeit, die damals unsere ganze Familie erfasste. Wir hatten durch Jonas viele andere Eltern mit gleichem Schicksal kennen gelernt und uns immer wieder gefragt: Was können wir tun, um die Überlebenschancen für Menschen mit Blutkrebs zu erhöhen? So entstand die Idee für die Ständige Einrichtung der DKMS. Ich bin sehr froh, dass das Direktorium des Pius-Hospitals meinen Antrag damals sofort unterstütze“ erzählt Heinrich Schrand, der sich seitdem unermüdlich dem Kampf gegen Blutkrebs widmet.

Sein Engagement geht dabei weit über die Betreuung der wöchentlichen Sprechstunden hinaus: In den vergangenen zehn Jahren hielt er unzählige Vorträge in Schulen, Universitäten, Gemeinden und Unternehmen und betreute - gemeinsam mit einem ehrenamtlichen Kollegenteam - in Absprache mit der DKMS zahlreiche Registrierungsaktionen in der Region. „Wir hoffen, dass irgendwann für jeden Patienten ein passender Spender gefunden werden kann. Diese Hoffnung gibt mir Kraft, dieses dankbare Amt auch in Zukunft auszuüben!