„Das ist ja eine coole Sache“ – Stammzellspender Frank erzählt über seine Lebensspende

6 November 2014

Kurz nach seinem 18. Geburtstag registrierte sich Frank bei der DKMS als Stammzellspender. Seine Aufmerksamkeit wurde damals durch einen Werbespot im Fernsehen geweckt. Nach einem Gespräch mit seiner Mutter war für den Studenten klar, dass er an Blutkrebs erkrankten Menschen helfen will. Mit einer Registrierung bei der DKMS stellte er sich als potentieller Lebensretter zur Verfügung.

Schon ein Jahr später wurde der passionierte Kickboxer per Post über eine mögliche Stammzellspende benachrichtigt. „Das war schon ein komisches Gefühl“, so Frank. Kurz nach seiner Registrierung gehörte Frank bereits zu einer Gruppe von potentiellen Spendern, die einem an Blutkrebs erkrankten Patienten das Leben retten könnten. „Ich habe jeden Tag die Post kontrolliert, ob endlich die Bestätigung zum Spenden gekommen ist“ erzählte uns Frank.

Doch es dauerte noch ein paar Monate, bis endlich die erhoffte Nachricht eintreffen sollte. Im Vorfeld musste ein weiterer Besuch beim Arzt eingeschoben werden. Aus medizinischen Gründen konnte es zu diesem Zeitpunkt noch nicht zu einer Stammzellspende kommen, doch Frank gab die Hoffnung nicht auf. Ein paar Monate später war es dann tatsächlich soweit: Frank wurde zur Stammzellspende gebeten. Der Anruf kam als er gerade in der Uni war. Seine Mutter informierte ihn per SMS und sofort war der junge Mann bereit: „In meiner Aufregung habe ich einfach nur gesagt, dass ich sofort losfahren würde, um zu spenden!“

Nach der langen Wartezeit sollte es dann für Frank ganz schnell gehen. Nur eine Woche nach dem Anruf der DKMS war er schon unterwegs zur Voruntersuchung nach Dresden. Bis auf die Medikamente im Vorfeld, musste Frank sich nicht weiter auf die Stammzellspende vorbereiten. “Ich war natürlich ein bisschen aufgeregt“, so der aus Hessen stammende Student. Bei ihm wurden die Stammzellen peripher entnommen. Diese Vorgehensweise der Stammzellentnahme wird in 80% aller Fälle durchgeführt und ähnelt einer ambulanten Dialyse. Nur in 20% aller Fälle werden die Stammzellen mit einem Blut- und Knochenmarkgemisch direkt aus dem Beckenkamm entnommen. Franks Spende ging sehr schnell über die Bühne. Der ausgesuchte Film war noch nicht zu Ende, da waren schon genug Stammzellen aus seinem Blut entnommen.

Nach der Spende erreichte Frank eine Vielzahl an positiven Rückmeldungen: „Die meisten haben einfach nur gesagt: Das ist ja eine coole Sache“. Später erfuhr er, dass er einer 61-jährigen Frau aus Deutschland Stammzellen spendete und es ihr dank seiner Spende schon wieder besser geht. „Ich hoffe, wir treffen uns vielleicht irgendwann mal“, wünscht sich Frank. Im selben Jahr in dem Frank Stammzellen spendete, wurde auch sein Bruder zum Lebensretter.