Matthias über seine Stammzellspende: „Ich bekam sofort Gänsehaut – Krass!“

13 November 2015

Matthias ist Hauptfeldwebel bei der Bundeswehr und konnte einem kleinen Mädchen eine neue Chance auf Leben schenken. Wie es zu dieser Rettungsaktion kam erzählt er uns in seinen eigenen Worten:

„Im Jahr 2012 habe ich an einer Registrierungsaktion in unserer Kaserne in Rheine teilgenommen. Das Motto an diesem Tag: Mund auf. Stäbchen rein. Spender sein!

Im Juni bekam ich dann die Nachricht, dass meine Gewebemerkmale auf einen Patienten passen würden. Nach der weiteren Blutuntersuchung stand dann fest, dass ich der passende Spender für einen erkrankten Menschen bin.

Stammzellspender und Hauptfeldwebel Matthias

Ohne zu zögern vereinbarte ich einen Termin zur Voruntersuchung und zur anschließenden Operation. Anfang Juli wurde mir dann operativ am Beckenkamm 1500ml Knochenmark entnommen.

Kurze Kreislaufprobleme und ein leichtes ziehen im Rücken waren die einzigen Nebenwirkungen nach der Operation. Aber diese waren schnell verschwunden. Am Tag nach der OP durfte ich meine DKMS-Betreuerin anrufen um zu erfahren, an wen die Spende gehen sollte: Ein 14-jähriges Mädchen aus der Türkei. Ich bekam sofort Gänsehaut – Krass!

Matthias bei der Übergabe der Spenderurkunde

Am 12. Oktober fand in meiner Kaserne dann ein Antreten statt und Simon Stifter von der DKMS überreichte mir eine Urkunde. Im anschließenden Gespräch mit ihm und der Presse, betonte ich nochmals, dass es für mich selbstverständlich sei und ich auch froh wäre, wenn mir jemand in einer Notlage helfen würde." 

Mittlerweile konnte Matthias‘ Patientin wieder aus dem Krankenhaus entlassen werden. Ihr geht es den Umständen entsprechend gut. Ob sie den Kampf gegen Blutkrebs gewonnen hat kann man leider noch nicht sagen. Was man aber sagen kann ist, dass einem kleinen Mädchen eine zweite Chance auf Leben geschenkt wurde und das alles nur durch Matthias und seine Registrierung als Stammzellspender!