#Studis4DKMS - Studenten gegen Blutkrebs

31 Mai 2017

Annika studiert Ökotrophologie (Haushalts- und Ernährungswissenschaften) in Münster. Vor dem Studium arbeitete sie in Berlin als Krankenschwester auf einer Intensivstation. Das Thema Blutkrebs liegt ihr besonders am Herzen, da sie selbst in ihrem privaten Umfeld davon betroffen war. Annika ist selbst seit einigen Jahren als Stammzellspender registriert. In einem kleinen Interview haben wir von der 24-Järhigen erfahren, welche Motivation hinter ihrer Registrierungsaktion stand und was es heißt, eine Aktion an einer Universität zu organisieren.

Im Gespräch mit Kommilitonen hat sich herausgestellt, dass viele schon von der DKMS gehört haben und auch den Wunsch hatten, sich registrieren zu lassen.

Liebe Annika, Du hast vor kurzem eine Registrierungsaktion an Deiner Universität organisiert. Wie bist Du auf diese Idee gekommen?
Im Gespräch mit Kommilitonen hat sich herausgestellt, dass viele schon von der DKMS gehört haben und auch den Wunsch hatten, sich registrieren zu lassen. Bisher fehlte vielen aber einfach die Zeit. Mein erster Gedanke war: „Es kann doch nicht sein, dass an einer Hochschule so viele junge Menschen sind, die potenzielle Stammzellspender sein könnten und es aufgrund von Zeitmangel nicht schaffen, sich zu registrieren.“ Als ich dann die Idee einer Registrierungsaktion auf den Tisch brachte, fanden es nicht nur meine Freunde toll. Es gab auch von der Hochschule und der Presse enorm viel Interesse und Unterstützung.

 Es lohnt sich, im Alltag mal inne zu halten und gemeinsam an Menschen zu erinnern, die an Leukämie erkranken und auf eine Stammzellspende angewiesen sind.

Wie kann man sich die Organisation einer Registrierungsaktion an der Hochschule vorstellen?
Alles hat mit einem Anruf bei der DKMS angefangen. Dort habe ich sehr viele Informationen zum Ablauf erhalten und im Nachhinein einen Hochschulleitfaden zugeschickt bekommen. An diesem Leitfaden kann man sich sehr gut entlang arbeiten und somit auch einschätzen, welche Arbeiten, zu welchem Zeitpunkt anfallen. Wichtig ist zunächst, dass eine Gruppe von ca. 10 Personen zusammenkommt, die auch an dem Registrierungstag selber vor Ort sein kann. Da wir im Vorfeld noch einen Kuchenverkauf mit Spendeneinnahmen geplant hatten, benötigten wir noch mehr Hände, die sich zum Beispiel um den Kuchen und das Sammeln des Geschirrs kümmerten. Nachdem wir die Zustimmung der Hochschulleitung und des Hausmeisters bekamen, konnten wir mit den Werbeschaltungen über social Networks und Radio beginnen. Ich stand währenddessen im ständigen Kontakt mit der DKMS. Am Tag der Aktion kam ein Mitarbeiter, der uns ausführlich in den Registrierungsvorgang eingewiesen und unterstützt hat.

Alles hat mit einem Anruf bei der DKMS angefangen.

Gab es vor, während oder nach der Registrierungsaktion Schwierigkeiten? Wie waren die Reaktionen am Tag der Aktion?
Nein, Schwierigkeiten gab es, um ehrlich zu sein, keine. Die Reaktionen waren durch die Bank positiv. Jedem sagte der Begriff DKMS etwas und viele haben sich gefreut, dass sie nun zwischen zwei Vorlesungen die Chance bekommen, sich „auf die Schnelle“ zu registrieren. Besonders schön war es, dass man am Tag der Aktion die Gelegenheit hatte, sich mit Kommilitonen aus fremden Studiengängen über das Thema Blutkrebs zu unterhalten.

Die Reaktionen waren durch die Bank positiv.

Warum denkst Du, sollten sich junge Menschen für die DKMS engagieren? Neben der Uni, dem Nebenjob und etwas Freizeit bleibt nicht viel Zeit übrig, richtig?
Das stimmt, neben dem Studium bleibt echt nicht viel Zeit. Aber ich habe gemerkt, dass es gar nicht so schwer ist, viele Menschen für diese Aktion zu begeistern. Der ganze Tag hat allen Beteiligten riesen Freude bereitet. Man kann neben dem ganzen Lernen an der Uni etwas Praktisches und Sinnvolles tun. Das positive Feedback hat uns Recht gegeben. Es lohnt sich, im Alltag mal inne zu halten und gemeinsam an Menschen zu erinnern, die an Leukämie erkranken und auf eine Stammzellspende angewiesen sind. Ihr Alltag ändert sich dann von heute auf morgen komplett. Dadurch, dass man als Student nicht die größten finanziellen Möglichkeiten hat, um die DKMS zu unterstützen, ist das Hochschulprojekt eine tolle Möglichkeit, sich im Kampf gegen Blutkrebs zu engagieren.

 Der ganze Tag hat allen Beteiligten riesen Freude bereitet.

Du willst auch eine Registrierungsaktion an Deiner Hochschule organisieren? Melde Dich einfach per Mail unter hochschule@dkms.de bei uns. Wir unterstützen Euch bei der Organisation.