Tanzen, um Leben zu retten!

7 August 2017

Schon zum fünften Mal organisierte Katharina Ramadam einen Charity-Zumbathon zu Gunsten der DKMS. Die Zumba-Instruktorin ist mit Herz und Seele dabei, die Welt ein bisschen besser zu machen. Wir haben sie vor kurzem zur Scheckübergabe und beim Training besucht.

Tanzen, um Leben zu retten!

Liebe Katharina, Du hast schon lange einen Bezug zur DKMS und Du hast in den letzten Jahren bereits mehr als 27.000 € für uns gesammelt. Vielen Dank für Dein Engagement! Was gibt Dir diesen Antrieb, Dich so zu engagieren?

Katharina: Ich lebe nach dem Motto: tue jeden Tag mindestens eine gut Tat. Dies kann man natürlich im großen und kleinen Rahmen machen. Mir liegt die DKMS und das, wofür ihr steht sehr am Herzen. In meinem Familienkreis war mein Onkel an Blutkrebs erkrankt. Er ist leider verstorben. Viele Blutkrebspatienten bekommen eine zweite Chance, wenn der passende Stammzellspender da ist. Ich habe mir dann irgendwann online ein Set bestellt. Es ist heutzutage so einfach und dauert keine 5 Minuten. Ich möchte also mehr Menschen darauf aufmerksam machen.

"Ich lebe nach dem Motto: tue jeden Tag mindestens eine gut Tat."

Du hast bereits zum 5. Mal den DKMS-Zumbathon zu Gunsten der DKMS organisiert. Wie bist du auf die Idee gekommen?

Katharina:
Ich arbeite bei einer Bank und mir fehlte in der Vergangenheit oft der Ausgleich dazu. Dann habe ich meinen Zumbaschein gemacht. Zumba ist Musik und Bewegung, der perfekte Ausgleich für mich. Diese Kombination macht mich einfach glücklich. Also warum nicht Dinge, die dich eh glücklich machen mit etwas Sinnvollem verbinden, war mein Gedanke. Zumba ist nicht nur Party in pinken Klamotten, wie es die Werbung vorgibt. . Also wird die Eyller Sporthalle in Kamp-Lintfort jedes Jahr zum Schauplatz einer schweißtreibenden Benefizaktion für Euch.

"Ich wollte ein Zeichen setzen!"

War der Aufwand groß, so eine Benefizaktion auf die Beine zu stellen?

Katharina: Naja, man muss schon einige Sachen bedenken: Den Verein informieren, eine Halle finden, Versicherungen abschließen, eine Bühne und Soundanlage buchen, Instruktoren raussuchen. Das Tolle ist, ich bin damit nicht ganz alleine. Auch wenn ich als Hauptverantwortliche dahinter stehe, habe ich eine riesen Unterstützung von meinem Mann und anderen Kollegen. Wir sind so etwas wie eine Charity-Familie geworden. Im Übrigen hat mein Mann mir auch damals einen Antrag auf einem DKMS-Zumbathon gemacht. Das war echt ein sehr schöner Moment für mich.

Wow, das hört sich ja toll an. Bislang hast Du uns aber noch nicht erzählt, ob es vor oder während der Aktionen irgendwelche Schwierigkeiten gab?

Katharina:
Die gibt es natürlich immer wieder. Mal war das Helium für die Luftballons leer, dann hatten wir eine Bühne ohne Technik oder Instruktoren wurden krank, aber das gehört auch einfach dazu. Und da es nicht das erste Mal war, dass ich so ein Event organisiert habe, bin ich mittlerweile Expertin im Improvisieren. Am Ende zählt für mich, dass alle Teilnehmer glücklich nach Hause gehen und wir eine tolle Summe im Kampf gegen den Blutkrebs zusammen bekommen.

"Man muss nicht Arzt sein, um das Gefühl nachzuempfinden Leben retten zu können."

Warum denkst Du, sollten sich mehr Menschen für etwas engagieren? Neben Arbeit, Schule, der Familie bleibt da bekanntlich wenig Zeit!

Katharina:
Ja, ein Tag hat leider nur 24 Stunden, aber jeder von uns kann in eine Situation kommen, wo er auf die Hilfe von anderen angewiesen ist. Meine Mentorin beim Zumba ist verstorben und hat zwei Kinder hinterlassen. Ich konnte sie nicht retten, aber vielleicht hilft das Geld anderen Menschen und ihren Familien, die in so einer Situation stecken. Man muss nicht Arzt sein, um das Gefühl nachzuempfinden Leben retten zu können. Jeder von uns kann aktiv werden und das eventuell damit verbunden, was man liebt. Ich mache es mit meiner Liebe zum Tanzen und Unterrichten.

"Am Ende zählt für mich, dass alle Teilnehmer glücklich nach Hause gehen und wir eine tolle Summe im Kampf gegen den Blutkrebs zusammen bekommen."

Danke Katharina für Dein leidenschaftliches Engagement. Wir freuen uns auf viele weitere Zumbathons mit Dir!

Hat Dich das Interview inspiriert, auch eine Benefizaktion für uns zu machen? Dann melde Dich per E-Mail unter benefiz@dkms.de bei uns. Gerne stehen wir Dir bei Deinen Vorhaben mit Rat und Tat zur Seite.