Unser Service für trauernde Spender

Wir heißen Sie herzlich willkommen auf unserer Homepage für trauernde Spender und möchten uns nochmals in aller Herzlichkeit für Ihr Engagement bedanken. Bitte bedenken Sie, dass Sie durch Ihre Bereitschaft zur Stammzellspende einem unbekannten Menschen die Chance auf Heilung gegeben haben. Diese Chance hat für Patienten und deren Familien eine sehr große Bedeutung. Sie haben Ihrem Patienten und seiner Familie durch Ihr selbstloses und couragiertes Handeln wertvolle Hoffnung geschenkt. Leider können wir – gemeinsam mit Ihnen – den Kampf gegen die Krankheit nicht immer gewinnen. Sie haben aber mit Ihrem Beitrag alles dafür gegeben, damit es gelingt und dafür sind wir Ihnen sehr dankbar.

Sie können uns per E-Mail kontaktieren. Alternativ können Sie auch über unser Rückrufformular einen Telefontermin vereinbaren.

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Dass Ihnen der Abschied von Ihrem genetischen Zwilling nun sehr schwer fällt, tut uns unheimlich leid. Wir unterstützen Sie in der Verarbeitung Ihrer Gefühle sehr gerne. Aus unserer Erfahrung sind die Reaktionen unserer Spender ganz individuell und unterschiedlich, in jedem Fall sind Sie mit der Empfindung von Trauer nicht alleine. Auf dieser Seite finden Sie einige Hilfestellungen und Erfahrungsberichte von anderen Spendern, die in der gleichen Situation waren wie Sie.

Sie finden Tipps für Anlaufstellen, mit denen Sie jederzeit in Kontakt treten können. Unter der Rubrik Rituale finden Sie gegebenenfalls Ihren ganz eigenen Weg um Abschied von Ihrem Patienten zu nehmen.

Sie können uns per E-Mail unter trauer-service@dkms.de kontaktieren. Alternativ können Sie auch über unser Rückrufformular einen Telefontermin vereinbaren.

Außerdem stehen Ihnen unsere Mitarbeiter der Abteilung „Spender-Patienten Kontakte“ von Montag bis Freitag von 8:00 - 17:00 Uhr unter 07071-943 2303 für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.

Erfahrungsberichte

Im Folgenden finden Sie Auszüge aus Briefen und Erfahrungsberichten, die uns von Angehörigen, oder auch Spendern, die vom Tod ihres Patienten erfahren haben, erreicht haben. Sie zeigen wie wichtig eine Stammzellspende ist und wieviel Zeit, Hoffnung und Glück geschenkt wurde.

Andrea

Spenderin, 34 Jahre aus Verl

Spenderin, 34 Jahre aus Verl

Donna

Donna Doran

Witwe eines Stammzellempfängers

Jennifer

Mutter eines Stammzellempfängers

Mutter eines Stammzellempfängers

Was ist Trauer?

Trauer ist nach Dr. Klaus Witt ein Gemütszustand, der als Verarbeitung eines Verlustes beschrieben werden kann. Trauer als schmerzvolle Reaktion auf einen Verlust begegnet uns allen ein Leben lang und in ganz unterschiedlichen Situationen. Nicht erst, wenn jemand stirbt, aber natürlich vor allem dann.

Ein Trauerprozess verläuft in einer Abfolge unterschiedlicher Phasen der Verlustverarbeitung und ist ein Pendeln zwischen verschiedenen Gefühlszuständen. Jeder erlebt dabei auf individuelle Weise Abschied und versucht, diesen zu bewältigen. Außerdem hat Trauer seine eigene Zeit – der eine kommt schnell darüber hinweg, der andere trauert dem Verlorenen/Toten noch lange nach.

Rituale

Rituale sind symbolische Handlungen. Indem sie nicht nur den Verstand, sondern auch die Sinne ansprechen, vermögen sie im Menschen tiefere Schichten zu erreichen, als es Worten allein gelänge. Die Möglichkeit, auf symbolischer Ebene zu handeln, kann Menschen in besonderen Situationen Halt und Orientierung geben. Das Anzünden einer Kerze kann ein Zeichen sein für Licht, Hoffnung und Zuversicht. Es kann mit einem Wunsch für Ihren "genetischen Zwilling" verbunden werden und es kann gleichzeitig auch ein Symbol für Vergänglichkeit sein. Die Kerze kann vor dem Anzünden mit Symbolen geschmückt werden und damit zusätzliche Bedeutung bekommen. So kann im Ritual diese einfache Handlung viele Bedeutungen gleichzeitig anklingen lassen.

Trauerrituale

• Teelichter oder Kerzen in eine Schale mit Sand setzen
• Schwimmende Kerze im Boot wegschwimmen lassen
• Blumen in Wasserschale schwimmen lassen
• Einen Brief an den verstorbenen Patienten schreiben und im Anschluss verbrennen
• Ballon wegfliegen lassen
• Flaschenbrief an unbekannten Empfänger schreiben und im Meer aussetzen
• Samen säen und neues Wachsen und Reifen beobachten
• Brief mit Gedanken zum Thema schreiben, zu einem Schiffchen falten und in einem Fluss wegschwimmen lassen

Unsere Blumensamen können Sie ganz einfach mit einer E-Mail an trauer-service@dkms.de nachbestellen.

Auf der Seite trauerraum.de des Bistums Essen kann man an der virtuellen Trauermauer passwortgeschützte Trauerzettel hinterlegen, die nach 14 Tagen „vom Wind fortgetragen werden".

Anonymer Briefkontakt zu der Patientenfamilie

In einigen Ländern erlauben die Transplantationskliniken oder die entsprechenden Register anonymen Kontakt zu den Angehörigen der Patienten. Dies bietet Ihnen die Möglichkeit, der Familie Ihres Patienten beispielsweise eine Kondolenzkarte zukommen zu lassen. Dabei müssen Sie darauf achten, dass Sie keine Namen, keine Initialen und Orte nennen. Auch die DKMS gilt hierbei als Name. Manche Länder haben weitere Regelungen, die zu beachten sind. Sollte Ihr Patient nicht aus einem deutschsprachigen Land kommen, so bitten wir Sie, Ihre anonyme Nachricht auf Englisch zu verfassen. Selbstverständlich helfen wir Ihnen auch bei einer Übersetzung, sollten Sie hier Unterstützung brauchen.

Die DKMS übersetzt eine ganze Seite handschriftlich geschrieben oder eine halbe Seite mit dem Computer getippt. Außerdem dürfen keine Briefe und deren Inhalt im Internet, beispielsweise auf Social Media Portalen, veröffentlicht werden. Da die DKMS gewährleisten muss, dass diese Bestimmungen eingehalten werden, lesen wir Ihre Post gegen.

Bitte achten Sie darauf, dass Sie die Anonymitätskriterien einhalten, da gerade auf Kondolenzkarten selbst kleine Zensuren unpassend sind. Bitte schicken Sie Ihre Nachricht/ Post an folgende Adresse:

DKMS gemeinnützige GmbH
Spender-Patienten Kontakte
Kressbach 1
72072 Tübingen

Bitte legen Sie Ihrer Post ein Blatt mit Ihrem Namen und Ihrer Spendernummer bei. So können wir Ihre Nachricht einwandfrei zuordnen. Bitte rufen Sie uns kurz an um zu besprechen, wie die Länderregelung bezüglich eines anonymen Kontaktes zu den Angehörigen für Ihren genetischen Zwilling ist.

Telefonseelsorge

Ihre Trauer müssen Sie nicht alleine bewältigen. Gesprächsgruppen oder Einzelgespräche bieten Trauernden die Möglichkeit mit anderen gemeinsam die eigene Trauer zu verarbeiten.

In angeleiteten Gesprächskreisen begegnen sich Trauernde in ähnlichen Lebenslagen. Bei Einzelgesprächen werden Ihnen ebenfalls Möglichkeiten der Bewältigung von geschultem Personal aufgezeigt.

Folgende Angebote helfen, Ihre Trauer zu bewältigen:
• Selbsthilfegruppen
• Professionelle Gespräche

Die Beratungsstelle „TelefonSeelsorge“ ist offen für ein Gespräch und bietet Ihnen an, Unterstützungsmöglichkeiten zu finden.

Die Hotline ist rund um die Uhr, unter den bundeseinheitlichen gebührenfreien Rufnummern 0800/1110111 oder 0800/1110222 erreichbar, außerdem im Internet per Webmail und Chat über www.telefonseelsorge.de.

Häufig gestellte Fragen:

Woran ist der Patient verstorben? Wann ist das genaue Todesdatum? Wann ist er/sie gestorben?

Aus Datenschutzgründen wird uns das nicht mitgeteilt. Sollte uns die Todesursache oder das Todesdatum im Einzelfall bekannt sein, so dürften wir Ihnen diese Information aus datenschutzrechtlichen Gründen auch nicht weitergeben. Aus unserer Erfahrung können die Ursachen, woran ein Empfänger von Stammzellen verstirbt, sehr vielseitig sein, daher kann es auch sein, dass die Todesursache nicht im Zusammenhang mit der Erkrankung steht.

Waren meine Zellen schlecht? Oder Lag es an meinen Zellen?

Auf gar keinen Fall! Sie haben alles getan, was getan werden konnte. Mehr konnten Sie nicht machen.

Hatte er/sie Familie? Hatte er/sie noch eine gute Zeit?

Dies sind Informationen, die uns leider nicht vorliegen. Sollte ein anonymer Briefkontakt zu den Angehörigen möglich sein: Sie können an die Angehörigen eine Kondolenzkarte oder einen anonymen Brief schreiben, so können Sie ggf. über eine Antwort der Angehörigen solche Informationen herausfinden. Ob derjenige Familie hatte, wissen wir aber nicht, auch nicht, ob sie dann eine Antwort erhalten. Wenn Ihre Post je nicht weitergegeben werden kann, erfahren wir das von der Klinik, und würden Ihnen diese Rückmeldung auch geben bzw. Ihnen auf Wunsch auch Ihre anonyme Post wieder zurückgeben.

Konnte mein Brief noch an ihn/sie weitergeleitet werden?

Wir leiten alle Briefe weiter. Sofern Sie nichts mehr von uns hören, können Sie davon ausgehen, dass die Post weitergegeben wurde. Die Kliniken geben uns Bescheid, wenn aus irgendeinem Grund Ihr Brief nicht oder nicht mehr an den Patienten oder die Angehörigen übergeben werden konnten. Im Zweifelsfall können wir in der Klinik anfragen.

Stehe ich nun für andere Patienten zur Verfügung?

Nach einer Stammzell- oder Knochenmarkspende werden Spender für zwei Jahre für Ihren Patienten reserviert. Das bedeutet, dass Spender in diesen zwei Jahren im internationalen Spendersuchlauf nicht für andere Patienten zu finden. Diese Reservierung kann verkürzt werden, sollte der Patient versterben. Aus Spenderschutzgründen lässt sie sich jedoch maximal auf ein Jahr reduzieren. Bitte melden Sie in der Abteilung Spender-Patienten Kontakte (VERLINKUNG), falls Sie Ihre Reservierung verkürzen, bzw. aufheben möchten. Zwei Jahre nach einer Spende läuft die Reservierung automatisch aus. Im Anschluss sind Spender wieder in den internationalen Suchlauf aufgenommen.