ranNFL-Fans tackeln Blutkrebs!

Komm ins Team DKMS! Registriere dich als Stammzellspender:in und ermögliche eine zweite Chance auf Leben!

ran Football ruft die deutsche NFL-Familie erneut auf: Unterstützt gemeinsam mit uns die die DKMS in ihrem Kampf gegen Blutkrebs. Lasst euch jetzt bei der DKMS registrieren: Denn jeder einzelne könnte ein Lebensretter sein.

Es kann jeden treffen – und jeder könnte Lebensretter sein: Alle 12 Minuten erhält ein Mensch in Deutschland die Diagnose Blutkrebs! In vielen Fällen kann nur eine Stammzellenspende durch einen „genetischen Zwilling“ das Leben eines Patienten retten. Nur jeder Dritte findet einen geeigneten Spender in der Familie - alle anderen sind auf einen nicht verwandten Spender angewiesen.

Diese schreckliche Nachricht hat letztes Jahr auch einen deutschen NFL-Fan ereilt, der seit Jahren die ran Football-Übertragungen mit seinen Kumpels verfolgt und sein Schicksal mit uns geteilt hat. Jens hat einen Lebensretter gefunden und erhielt die lebensrettende Stammzelltransplantation. Und was ganz toll ist: Jens geht es wieder gut, er geht wieder arbeiten – und er sitzt ab sofort wieder jede Woche mit seinem Vikingstrikot vor dem TV und verfolgt ranNFL! Welcome back, Jens!

Schon heute gibt es drei Lebensretter aus den Reihen der ranNFL-Gemeinschaft, die sich letztes Jahr bei der DKMS registriert haben. Sie sind Vorbilder und motivieren alle, sich bei der diesjährigen Aktion als potenzieller Lebensretter zu registrieren!

Für ranNFL-Fan Marcus ist Football ein fester Bestandteil der Jahresplanung. Als er durch die ranNFL-Aktion von dem an Blutkrebs erkrankten Football-Fan Jens erfuhr, wurde er aktiv: „Die Football-Season steht für mich immer auf dem Programm. Als im Oktober 2020 der Aufruf für Jens über mehrere Sendungen präsent war, stand für mich irgendwann fest: Jetzt registriere ich mich bei der DKMS.“

Nach kurzer Zeit erreichte ihn schon die spannende Neuigkeit: „Wenige Monate später wurde ich bereits für eine Spende angefragt. Ich war überrascht, dass alles so schnell ging. Für mich war klar, dass ich spende. Für wen, das war für mich unerheblich, Hauptsache ich konnte helfen. Ich freue mich jetzt auf die kommende Saison und dass die Kooperation mit der DKMS weitergeht. Schön wäre, wenn sich dann hoffentlich noch mehr Fans aus der Football-Community registrieren lassen.“

Für ranNFL-Fan Niklas war die ranNFL-Aktion im Oktober 2020 entscheidend, um sich bei der DKMS zu registrieren: „Der Wille war schon lange da, mich bei der DKMS registrieren zu lassen. Aber der letzte Anstoß kam letztendlich durch den Aufruf bei ranNFL und das Wissen, eventuell einem an Blutkrebs erkrankten Menschen eine zweite Lebenschance ermöglichen zu können. Ich kann nur alle dazu ermutigen sich registrieren zu lassen“, so Niklas. „Der Aufwand der eigentlichen Registrierung ist extrem gering und jeder neue potenzielle Spender kann einem Erkrankten das Leben retten.“

ranNFL-Fan Clemens war von dem Registrierungsaufruf sofort begeistert: „Ich hatte letztes Jahr die ranNFL-Aktion bei ProSieben Maxx gesehen und fand es super, dass man auf so einfache Weise einem Menschen mit Blutkrebs die Chance ermöglichen kann, gesund zu werden. Also habe ich mir das Registrierungsset bei der DKMS bestellt und mich registrieren lassen.“ Er selbst möchte jede und jeden motivieren, sich ebenfalls registrieren zu lassen. „Die Registrierung ist so schnell und einfach geschafft, da sollte sich niemand lange Gedanken machen. Einfach das Registrierungsset bestellen und mit etwas Glück ein Leben retten“, erklärt Clemens.

Wie funktioniert’s?

So kannst du dich registrieren:

Die wichtigsten Fakten im Überblick:

Was ist Blutkrebs?

Blutkrebs ist ein Sammelbegriff für verschiedene bösartige Erkrankungen des blutbildenden Systems, bei denen Blutzellen entarten und sich unkontrolliert vermehren. Diese entarteten, bösartigen Zellen verdrängen die roten Blutkörperchen (Erythrozyten), die weißen Blutkörperchen (Leukozyten) und die Blutplättchen (Thrombozyten).

Rote Blutkörperchen transportieren normalerweise Sauerstoff, weiße Blutkörperchen bekämpfen Infektionen und Blutplättchen stoppen Blutungen. Werden diese gesunden Blutzellen von funktionsuntüchtigen, kranken Zellen verdrängt, kann das Blut seine lebensnotwendigen Aufgaben nicht mehr übernehmen.

Was sind Stammzellen?

Die Stammzellen, die für eine Transplantation benötigt werden, befinden sich im Knochenmark aller Knochen, in hoher Konzentration vor allem im Beckenkamm und in geringer Konzentration auch im peripheren Blut. Stammzellen sind die Mutterzellen aller Blutzellen und für die Blutbildung zuständig.

Wie funktioniert die Registrierung?

Über unser Online-Formular kannst du dir das Registrierungsset ganz bequem nach Hause schicken lassen. Mit den beigefügten Wattestäbchen nimmst du jeweils einen Abstrich deiner Wangenschleimhaut und schickst die Stäbchen samt unterschriebener Einverständniserklärung an unser Labor zurück. Nach der Registrierung werten wir die relevanten Gewebemerkmale im Labor aus und stellen anschließend das Ergebnis der Probe pseudonymisiert für den weltweiten Patientensuchlauf zur Verfügung.

Wie läuft eine Stammzellspende ab?

Es gibt zwei verschiedene Methoden, Stammzellen zu spenden: die periphere Stammzellentnahme und die Knochenmarkentnahme.

Die periphere Stammzellentnahme kommt mit circa 80 Prozent am häufigsten zum Einsatz. Bei dieser Methode werden die Stammzellen über ein spezielles Verfahren (Apherese) aus dem Blut gewonnen. Die Ärztin oder der Arzt legt dazu jeweils einen Zugang in beide Armvenen, ähnlich der Blutspende. Zuvor erhalten alle Spender:innen über fünf Tage hinweg ein Medikament mit dem Wachstumsfaktor G-CSF. Der hormonähnliche, körpereigene Stoff G-CSF sorgt für eine vermehrte Produktion von Stammzellen und deren Ausschwemmung in die Blutbahn. Die periphere Stammzellentnahme dauert normalerweise drei bis höchstens fünf Stunden. In der Regel können unsere Spender:innen die Entnahmeklinik noch am selben Tag verlassen. Nur sehr selten wird ein zweiter ambulanter Entnahmetag notwendig.

Die Knochenmarkentnahme kommt bei etwa 20 Prozent der Stammzellspenden zum Einsatz. Bei der Knochenmarkentnahme wird den Spender:innen in einer zertifizierten Entnahmeklinik unter Vollnarkose circa ein Liter Knochenmark-Blut-Gemisch aus dem Beckenkamm entnommen. Das sind etwa fünf Prozent des Gesamtknochenmarks. Das Knochenmark regeneriert sich innerhalb weniger Wochen. Im Anschluss an die Knochenmarkentnahme ist es möglich, dass für wenige Tage ein lokaler Wundschmerz auftritt, ähnlich dem bei einer Prellung. Zur Knochenmarkentnahme bleiben unsere Spender:innen normalerweise für ein bis zwei Nächte im Krankenhaus. Anschließend raten unsere Ärzt:innen dazu, sich nach Rücksprache mit der Entnahmeklinik noch einige wenige Tage zu Hause zu erholen. Das gesundheitliche Risiko der Knochenmarkentnahme ist gering. Es beschränkt sich im Wesentlichen auf das allgemeine Risiko, das mit jeder Operation unter Vollnarkose einhergeht. Um vermeidbare Risiken auszuschließen, hat für uns die sorgfältige medizinische Voruntersuchung unserer Spenderinnen und Spender höchste Priorität.

Darf ich eine zugesagte Spende wieder zurücknehmen?

Jeder Spender kann sein Einverständnis jederzeit widerrufen. Es gibt persönliche und andere Gründe, sich kurzfristig doch noch von einer Spende zurückzuziehen. Du solltest daher wissen, dass wir deine Entscheidung in jedem Fall respektieren. Wenn du die Zusage jedoch kurz vor der eigentlichen Transplantation erteilst, leiten die Ärzte die Vorbereitungsphase des Patienten für die Stammzelltransplantation bereits ein. Ab diesem Zeitpunkt kann der Patient ohne nachfolgende Übertragung deiner Stammzellen nicht überleben. Sollte ein Spender erst kurz vor der Transplantation seine Bereitschaft zur Spende zurückziehen, kann das also im schlimmsten Fall den Tod des Patienten bedeuten, der schon auf die Transplantation vorbereitet wurde und zu diesem Zeitpunkt dringend auf die Stammzellen angewiesen ist. Natürlich kann es bei jedem Menschen persönliche oder gesundheitliche Gründe geben, weshalb eine Spende nicht möglich ist. Die Gründe dafür sind sehr unterschiedlich und individuell. Dies wird besprochen, wenn man tatsächlich für einen Patienten infrage kommt. Zum Beispiel kann sich der aufgerufene Spender in einer Lebensphase befinden, die es ihm unmöglich macht zu spenden (z.B. Schwangerschaft). In diesem Fall wird dann ein Ersatzspender gesucht. Auch kann es vorkommen, dass ein potenzieller Spender nicht erreicht wird. Deshalb ist es wichtig, dass uns immer die aktuellen Kontaktdaten vorliegen (Adresse, Telefonnummer und E-Mail-Adresse).

Wie bin ich bei der Spende abgesichert?

Die gesetzliche Unfallversicherung schützt alle Personen, die sich im Interesse anderer oder der Allgemeinheit besonders einsetzen. Der Versicherungsschutz besteht kraft Gesetzes, ohne dass es dazu einer gesonderten Versicherung bedarf, und umfasst unter anderem Blutspender sowie Spender körpereigener Gewebe. Somit besteht auch für alle Knochenmark- und Stammzellspender dieser gesetzliche Versicherungsschutz. Daher sind der evtl. operative Eingriff bei einer Knochenmarkentnahme sowie die periphere Stammzellentnahme versichert. Mitversichert sind auch die An- und Abreise zur und von der Entnahmeklinik. Des Weiteren schließt die DKMS eine zusätzliche private Unfallversicherung für den Spender ab. Diese kann mit einer Einmalleistung eintreten, wenn eine dauerhafte, medizinisch begründete körperliche Einschränkung festgestellt wurde, die eindeutig durch die Stammzellspende verursacht ist.

Gibt es Risiken oder Nebenwirkungen?

In der Entnahmeklinik stellen Ärztinnen und Ärzte im Rahmen der sogenannten Spendervoruntersuchung die medizinische Eignung des Spenders oder der Spenderin fest – unter anderem durch Anamneseerhebung, eine körperliche Untersuchung und die Bestimmung von Laborwerten. Außerdem erfolgt ein persönliches Gespräch mit einer Ärztin oder einem Arzt der Entnahmeklinik. Im Fall einer operativen Knochenmarkentnahme klärt außerdem eine Anästhesistin oder ein Anästhesist über Narkoserisiken auf.

Erst wenn alle Untersuchungen ergeben haben, dass eine Spende gesundheitlich unbedenklich ist, findet diese tatsächlich statt.

Im Vorfeld einer peripheren Stammzellspende erhält der Spender über einen Zeitraum von fünf Tagen den Wirkstoff G-CSF verabreicht, der für eine erhöhte Ausschwemmung der Stammzellen ins Blut sorgt. Als häufige Nebenwirkungen während der Behandlung geben die Spender Knochen- und Muskelschmerzen oder eine Erhöhung der Körpertemperatur an, seltener auch andere Nebenwirkungen wie z.B. Übelkeit. Die Beschwerden lassen nach Absetzen der Medikation in der Regel innerhalb weniger Tage nach.

Im Anschluss an die Knochenmarkentnahme ist es möglich, dass für wenige Tage ein lokaler Wundschmerz auftritt, ähnlich dem bei einer Prellung. Das gesundheitliche Risiko der Knochenmarkentnahme ist gering. Es beschränkt sich im Wesentlichen auf das allgemeine Risiko, das mit jedem chirurgischen Eingriff einhergeht (Infektion, Blutergüsse, Wundheilungsstörungen). Um vermeidbare Risiken auszuschließen, hat für uns die sorgfältige medizinische Voruntersuchung unserer Spenderinnen und Spender höchste Priorität.

Muss ich die Registrierungskosten selbst übernehmen?

Eine Registrierung als Stammzellspender ist eine freiwillige Leistung. Ebenso freiwillig sollte es jedoch für jeden neuen Spender sein, die Kosten für seine Registrierung zu übernehmen. Viele unserer Spender tun dies bereits, und wir sind ihnen dafür sehr dankbar. Wir können und wollen niemanden zur Kostenübernahme verpflichten, sondern appellieren an die allgemeine Spendenbereitschaft, um unsere Datei weiter ausbauen und optimieren zu können und den Kampf gegen Blutkrebs weiter voranzutreiben. Grundsätzlich gilt: Wir freuen uns über jede Spende! Denn jeder Euro hilft uns, mehr zweite Lebenschancen zu ermöglichen.

Registriere dich als Stammzellspender:in und ermögliche eine zweite Chance auf Leben!

Was passiert nach der Registrierung?

Wenn deine Gewebemerkmale mit denen einer Patientin oder eines Patienten übereinstimmen, kontaktieren unsere Mitarbeiter:innen dich umgehend. Wir fragen dich, ob du grundsätzlich nach wie vor zu einer Stammzellspende bereit bist. Wenn du dies bestätigst, sind zunächst ein paar Tests und Fragen notwendig, um herauszufinden, ob du zuverlässig als Spender:in infrage kommst. Am Anfang steht ein ausführliches Informationsgespräch, in dem wir dich über die nächsten Schritte informieren und dir alle deine Fragen rund um die Stammzellspende gerne beantworten.

Weitere Möglichkeiten zu helfen

Du kannst die DKMS auf vielfältige Weise unterstützen und damit vielen Blutkrebspatient:innen neue Hoffnung auf Leben geben.

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