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Wacken & DKMS 2022 – das war großer Rock’n Roll

„Freu dich, du bist in Wacken“ – so begrüßt das Dorf in Schleswig-Holstein seine Gäste auf Schildern am Ortseingang. Nach zwei Jahren Corona bedingter Pause freuen auch wir uns ganz besonders darüber, dass wir wieder mit einem Aktionsstand auf dem W:O:A dabei sein durften.

Letzte Aktualisierung: 08.08.2022

Seit 1990 verwandelt sich das beschauliche 1800-Seelen-Dorf einmal im Jahr in ein mittlerweile legendäres Heavy-Metal-Festival und mit rund 75.000 Besuchern kurzzeitig in die drittgrößte Stadt im Bundesland. Das Wacken Open Air (W:O:A) findet immer am ersten August-Wochenende statt, in diesem Jahr vom 4. bis zum 6. August – endlich wieder.

Der Registrierungsaufruf ging auch im neunten Jahr der Kooperation weiter – mit überwältigendem Erfolg, es rollte eine gewaltige „Laolawelle“ der Hilfsbereitschaft über den in diesem Jahr heißen und staubigen „heiligen Acker“. Unfassbare 1310 Metalheads ließen sich als potenzielle Spender:innen bei uns aufnehmen – dank des Einsatzes des W:O:A und eines großartigen Helferteams, die während der Festivaltage unermüdlich und mit viel Herzblut im Einsatz waren. Organisiert und geleitet wurde der Aktionsstand von Robert Adam, der diese wichtige Funktion dankeswerterweise seit 2014 ehrenamtlich für die gemeinnützige Organisation übernimmt.

v.l. Spender Hendrik, Robert Adam, Patient Nils

Für „Olli, Timm und andere“ lautete das Motto in diesem Jahr – denn zwei aktuelle Patientenfälle bewegen derzeit die Metalszene. Seit Jahren betreut Olli als Metalguard Einsatzleiter den Graben vor der Louder Stage auf dem W:O:A und sorgt dafür, dass vor der Bühne alles sicher bleibt. In diesem Jahr war es leider anders. Denn Olli ist an Blutkrebs erkrankt und auf eine Stammzellspende angewiesen. Der, der alles für seine Frau, seinen Sohn und seine Freunde macht, braucht jetzt dringend selbst Unterstützung. Ebenso wie Metalhead Timm, der seit 2010 jedes Jahr auf dem heiligen Acker des Wacken Open Air dabei gewesen ist und keinen Moshpit ausgelassen hat. Der Vater einer Tochter ist zum zweiten Mal an Krebs erkrankt.

Metalguard Olli ist auf eine Stammzellspende angewiesen

Tausende Fans strömten daraufhin an den DKMS Stand im Camp der Wacken Foundation und zeigten damit eindrucksvoll: Wir lassen niemanden alleine. Wie auch schon in den Jahren zuvor war der Stand ein beliebter Treffpunkt für hilfsbereite Menschen. So schaute beispielsweise Carina vorbei. Sie musste sich aufgrund einer Krebserkrankung leider als Spenderin aus der Datei austragen lassen – motivierte aber kurzerhand ihren Sohn dazu, potenzieller Lebensretter zu werden.

Jessica ließ es sich ebenfalls nicht nehmen, vorbei zu kommen. Sie ist die beste Freundin des erkrankten Olli und ebenfalls Crew-Mitglied und es war ihr ein großes Anliegen, sich persönlich ein Bild von der Hilfsbereitschaft der Menschen zu machen und Olli davon zu berichten.

Für das Vater-Sohn-Gespann bestehend aus Dennis und Uwe war die Registrierung während des Festivals bereit vorab fest als Termin eingeplant. „Logo, dass wir mitmachen. Mein jüngerer Bruder hat kürzlich erst Stammzellen gespendet“, berichtete Dennis. „Das macht mich als Vater sehr stolz und wir folgen jetzt seinem Beispiel“, ergänzt Uwe.

Auch prominente Unterstützer halfen dabei, die Fans zu motivieren: So starteten Holger Hübner, Gründer und Organisator des W:O:A sowie die Bandmitglieder der Höhner vom „heiligen Acker“ aus einen Registrierungsaufruf. Denn: Sie alle sind langjährige und besonders engagierte Unterstützer der DKMS – eine Verbindung, die einfach rockt.

v.l. Henning Krautmacher und Holger Hübner

„Ich war schon bei vielen DKMS Aktionen dabei – aber die auf dem ‚heiligen Acker‘ ist sicherlich die außergewöhnlichste, die ich bislang erlebt habe“, sagt Henning Krautmacher, der seit 29 Jahren auf die Arbeit der DKMS aufmerksam macht. Mit dabei waren auch alle weiteren Mitglieder der Kölner Kultband, die damit ein metalstarkes Zeichen der Solidarität setzten: Heiko Braun, Edin Čolić, Frederik „Freddi“ Lubitz, Patrick Lück, Micki Schläger und Jens Streifling. Die Höhner traten in diesem Jahr auf der Wackinger Stage vor einem großen Publikum auf und so war es Ehrensache, dass sie im Anschluss daran am DKMS Stand vorbeischauten und für Aufmerksamkeit sorgen.

Die Höhner auf dem heiligen Acker


Das ist die Geschichte von Wacken & DKMS

Bereits seit vielen Jahren leistet das Team des Wacken Open Air (W:O:A) rund um die Gründer und Organisatoren Thomas Jensen und Holger Hübner mit Registrierungsaufrufen an die Fans einen großen Beitrag dazu, die DKMS Datei zu vergrößern und so die Chancen für Patient:innen auf einen „Treffer“ im weltweiten Suchlauf zu erhöhen. Ursprünglicher Auslöser für das beeindruckende Engagement des W:O:A-Teams war die Erkrankung von Melissa, der Tochter des 2018 verstorbenen Wacken-Produktionsleiters Thomas Hess.

Mit ihrem Einsatz sind sie seither ein Vorbild für alle Fans: Mehr als 11.000 Metalheads haben sich bislang dank Wacken bei uns registriert, 66 von ihnen konnten bereits mit einer Stammzellspende Patient:innen weltweit eine zweite Lebenschance geben.

Zahlreiche davon besuchten ebenfalls den DKMS Stand und sorgten für Begeisterung bei Team und Besucher:innen. Allen voran war Hendrik Eisel aktiv, der an allen Festivaltagen half, die Fans aufklärte und über seine Stammzellspende berichtete.

Das Team hats gerockt!

Und der Hilfsaufruf geht weiter, denn nach Wacken ist ja bekanntlich vor Wacken: Alle Metalfans und andere hilfsbereite Menschen, die für Patient:innen aktiv werden wollen, sind eingeladen, online unter dkms.de/wacken ein Registrierungsset für zuhause anzufordern.

Die DKMS bedankt sich herzlich bei allen für ihren großartigen Einsatz – see you in Wacken!

Weitere Möglichkeiten zu helfen
Du kannst die DKMS auf vielfältige Weise unterstützen und damit vielen Blutkrebspatient:innen neue Hoffnung auf Leben geben.
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