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100.000-Euro-Spende durch Hilfsgruppe Eifel

Wir sind dankbar und stolz auf diesen Höhepunkt einer langjährigen Zusammenarbeit. Mithilfe des Engagements unzähliger Spender:innen und Unterstützer:innen wie der Hilfsgruppe Eifel konnte die DKMS in den vergangenen 30 Jahren weltweit über 90.000 zweite Lebenschancen ermöglichen.

Letzte Aktualisierung: 19.03.2021

Gerade während der Corona-Pandemie ist das Engagement der Hilfsgruppe Eifel für Betroffene ein wertvolles Zeichen. Das stärkt eindrucksvoll die gute und wertschätzende Partnerschaft. Die Übergabe des Spendenschecks an Konstanze Burkard, Direktorin der DKMS für Spenderneugewinnung und Kommunikation, und ihre Kollegin Sabine Hildebrand, Direktorin für Internationale Spenderneugewinnung, fand im Kreishaus Euskirchen statt. Vor Ort waren auch Landrat Markus Ramers sowie sein Vorgänger Günter Rosenke. Ramers betonte, wie wichtig es sei, auf die Themen Blutkrebs und die damit verbundene Suche nach Stammzellspender:innen aufmerksam zu machen. Leider konnten aufgrund der Corona-Pandemie in den vergangenen Monaten viele geplante Veranstaltungen der Hilfsgruppe nicht in der gewünschten Form stattfinden.

In dieser Zeit entstand die enge Kooperation mit der DKMS, die beide Partner seitdem verbindet: „Uns war früh klar, dass wir dafür sorgen wollen, möglichst viele Menschen in die weltweite Datei zu bekommen“, betont Greuel. Das gelang mit großem Erfolg. 2009 wurde die Hilfsgruppe für ihr beispielloses und beharrliches Engagement mit dem DKMS Ehrenamtspreis ausgezeichnet. Im Jahr 2012 erhielt Willi Greuel für seinen Einsatz das Bundesverdienstkreuz. Immer an Greuels Seite ist der zweite Vorsitzende und Mitgründer Helmut Lanio – ein ebenso engagierter Förderer in der Region.

Als Förderkreis für tumor- und leukämieerkrankte Kinder hilft die Gruppe Menschen, die sich nicht selbst helfen können

Bei bislang 13 öffentlichen Registrierungsaktionen haben sich 24.015 Freiwillige in die weltweite Spenderdatei aufnehmen lassen, 355 von ihnen konnten bereits Stammzellen spenden. Diese erhielten auch Patienten in Indien, Brasilien, Israel und Finnland, insgesamt in 34 Ländern.

Als buchstäblich lebendes Beispiel der erfolgreichen Spendersuchen nahm auch Max aus Bad Münstereifel an der Scheckübergabe teil. Für ihn wurde Anfang 2019 ein Stammzellspender gefunden; die Transplantation und die anschließende Genesung verliefen erfolgreich. „Ich bekomme jetzt noch Gänsehaut, wenn ich an die Aktion der Hilfsgruppe zurückdenke“, erzählt Max. In der schweren Zeit der Spendersuche habe er viele Einblicke in die Arbeit der unterstützenden Organisationen bekommen. Es gebe für ihn in Deutschland nichts Vergleichbares. Max appellierte an Landrat Markus Ramers, die Arbeit der Hilfsgruppe weiter zu unterstützen.

Konstanze Burkard bedankte sich bei der Hilfsgruppe für die ungewöhnlich hohe Spende: „Wie sehr man sich auf gute Freunde verlassen kann, zeigt sich besonders in schwierigen Zeiten. Das Engagement der Hilfsgruppe ist dafür beispielhaft! Es ist beeindruckend, wie vielen Patientinnen und Patienten die Hilfsgruppe Eifel bereits zu einer zweiten Lebenschance verhelfen konnte. Und wir freuen uns auf eine weiterhin so gute und verlässliche Zusammenarbeit!“

Der Gründer und Vorsitzende Willi Greuel (rechts) begann 1988 mit Unterstützer:innen damit, Kinder aus den verseuchten Gebieten rund um Tschernobyl in ihren Ferien zu Erholungsurlauben in die Eifel einzuladen

Für alle Beteiligten ist die momentane Phase eine große Herausforderung. Vor einem Jahr hat die DKMS ihre öffentlichen Aktionen vor Ort wegen der Pandemie vorübergehend ausgesetzt bzw. in den virtuellen Raum verlegt. Mit Online-Aktionen wurde schnell ein neues Format geschaffen: Über eine personalisierte Internetseite kann man sich jetzt unkompliziert selbst registrieren und auch andere zu diesem lebenswichtigen Schritt motivieren. Für die Finanzierung dieser Online-Registrierungen ist die DKMS weiter auf Spendengelder angewiesen. „Aus diesem Grund bedeutet uns die Spende von 100.000 Euro unglaublich viel“, unterstrich Konstanze Burkard. Sie bedankte sich im Namen der DKMS dafür, dass auf die Unterstützung der Hilfsgruppe auch in so herausforderungsvollen Zeiten wie jetzt Verlass sei!

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