Schulen sind mehr als Orte des Lernens – hier entsteht Engagement, das Leben retten kann. Genau hier setzt das DKMS Schulprojekt an: Seit 2004 erreichen wir mit „Dein Typ ist gefragt“ bundesweit Schüler:innen an Gymnasien, Gesamtschulen und berufsbildenden Schulen, klären auf und ermöglichen Registrierungsaktionen. Mit großem Erfolg, mehr als 7.100 davon gab es seither, mehr als 10.000 der dort registrierten Schüler:innen haben Stammzellen gespendet – so, wie kürzlich Leon (18) aus Strohte bei Korbach.
Leon Hohmann registrierte sich im Frühjahr 2025 mit 17 Jahren bei einer Aktion an seiner Berufsschule, der BSK Berufliche Schulen Korbach und Bad Arolsen.
Knapp ein Jahr später kam er, der in seiner Freizeit als Abwehrspieler beim TSV Strohte aktiv ist und für 2027 sein Abitur anstrebt, als Spender in Frage. Es folgten umfassende Voruntersuchungen und ein medizinischer Check.
Zur Vorbereitung hatte sich Leon über fünf Tage hinweg den Wachstumsfaktor G-CSF gespritzt, der auch natürlich im Körper vorhanden ist. Dieses Medikament steigert die Anzahl der Stammzellen im fließenden Blut. Die eigentliche Stammzellspende erfolgte mit der so genannten peripheren Stammzellentnahme, einem Verfahren, das in 90 Prozent der Fälle angewendet wird. Dabei werden die benötigten Stammzellen der Blutbahn ambulant entnommen. Bislang hatte Leon mit Ärzten, medizinischen Untersuchungen und Spritzen noch nicht viel zu tun gehabt. Er hatte daher ein wenig Respekt vor der Spende, da er schon als Kind vor Ärzten und Spritzen große Angst hatte. Rückblickend sagt er:
Seine Mutter Alex Hohmann (47), die Leon während des gesamten Spendenprozesses zur Seite stand, ist sehr stolz auf ihn.
Bei der Suche nach einem geeigneten „Match“ kommt es ganz besonders auf die Unterstützung junger Menschen an. Ihre Stammzellen gelten als besonders vital und können die Heilungschancen der Betroffenen verbessern. Gleichzeitig scheiden viele Registrierte altersbedingt aus der Datei aus. Um auch künftig möglichst vielen Betroffenen zu helfen, braucht es daher dringend neue, junge Spender:innen in unserer Datei.
Sie sind Partner für Aufklärung, Wertevermittlung und sozialem Engagement. Schülerinnen und Schüler setzen sich fundiert mit einem gesellschaftlich relevanten Thema auseinander, ergreifen eigenständig Initiative und erleben Selbstwirksamkeit – etwa indem sie eine Registrierungsaktion planen und umsetzen.
Aufklärung und umfassende Information stehen beim Schulprojekt an erster Stelle. Dafür wurden Informationsmaterialien und digitale Angebote jahrgangsstufen- und fachübergreifend zur Nutzung im Unterricht durch die DKMS entwickelt. Den Erfolg des Engagements halten die Schüler:innen am Ende des Aktionstages in den Händen: die gesammelten Proben der neu registrierten potenziellen Spender:innen, von denen jede einzelne für Menschen mit Blutkrebs weltweit Hoffnung bedeutet.
Dass Registrierungsaktionen an deutschen Schulen weltweit relevant sind, zeigen die aktuellen Zahlen: Seit 2004 haben über 3.400 Schulen mitgemacht. Dabei haben sich rund 670.000 Schülerinnen und Schüler registriert. 10.150 von ihnen haben bis heute Stammzellen in insgesamt 53 Länder gespendet.
Weitere Informationen unter: www.dkms.de/schulen



