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BVB-Torhüter Marwin Hitz wird zum Lebensretter

Borussia Dortmunds Torhüter Marwin Hitz hat sich schon vor Jahren als Stammzellspender registrieren lassen. Vor einigen Wochen konnte er nun einer Patientin oder einem Patienten durch seine Stammzellspende eine zweite Chance auf Leben ermöglichen.

Letzte Aktualisierung: 26.04.2021

Getreu dem Motto „in den Farben getrennt, in der Sache vereint“ haben 22 Profi-Fußballvereine vor einigen Tagen die gemeinsame Aktion „Bundesliga gegen Blutkrebs“ gestartet und eindrucksvoll dafür geworben, sich als mögliche Stammzellspender:innen registrieren zu lassen. Der Torhüter von Borussia Dortmunds ist diesen Schritt schon vor Jahren gegangen und steht somit dem weltweiten Suchlauf für Patient:innen zur Verfügung. Eine Entscheidung, die wichtiger nicht hätte sein können: Vor einigen Wochen spendete Marwin Hitz seine Stammzellen.

„Ich habe selbst eine Familie, ich habe Kinder. Wenn ich mir vorstelle, dass jemand von ihnen an Blutkrebs erkranken würde, wäre ich unglaublich dankbar für jeden geeigneten Spender. Vor diesem Hintergrund war es für mich selbstverständlich, mich bei der DKMS typisieren zu lassen und auch zu helfen, als man mir irgendwann mitgeteilt hat, dass ich möglicherweise der geeignete Spender für eine an Blutkrebs erkrankte Person sei“, sagt Marwin Hitz.

Nach intensiven Voruntersuchungen wurde bei Borussia Dortmunds Profi eine periphere Stammzellentnahme durchgeführt, die inzwischen bei rund 80 Prozent der Spenderinnen und Spender zum Einsatz kommt. Die Ärzte legten hierzu einen Zugang in beide Armvenen, ähnlich wie bei einer Blutspende. Die Stammzellen werden über ein spezielles Verfahren aus dem Blut gewonnen. „Niemand muss in Sorge sein oder Angst haben. Die gesamte Prozedur ist schmerzfrei und ehrlich gesagt nicht der Rede wert, man kümmert sich wirklich rührend um den Spender.“ Nach einer mehrtägigen Trainingspause konnte der Schweizer wieder zwischen die Pfosten des BVB rücken.

Marwin Hitz im Tor des BVB; Foto: Borussia Dortmund

Wem Marwin Hitz geholfen hat, weiß er (noch) nicht, denn jetzt gilt erst einmal eine zweijährige, gesetzlich vorgeschriebene Anonymitätsfrist. „Anschließend ist vielleicht sogar ein persönliches Kennenlernen möglich. Dies hängt von den gesetzlichen Bestimmungen am Wohnort des Patienten ab, ist aber in vielen Ländern der Welt erlaubt, wenn beide das möchten“, erklärt Konstanze Burkard, Direktorin Spenderneugewinnung und Corporate Communications der DKMS. Sie selbst durfte schon oft bei solchen ersten Begegnungen dabei sein: „Für viele Spenderinnen und Spender und natürlich vor allem die Patientinnen und Patienten ist das ein unvergessliches und sehr emotionales Erlebnis – und oft der Beginn einer lebenslangen Freundschaft.“

Marwin Hitz denkt oft an den Empfänger oder die Empfängerin seiner Stammzellen und fragt sich, wie es ihm oder ihr wohl gerade geht. „Ich hoffe einfach, dass meine Spende dazu beigetragen hat, dass die Patientin oder der Patient vollständig geheilt werden kann. Das wäre mein größter Wunsch.“

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