Spendergeschichten

„Checker Tobi“: Während meiner Spende habe ich gearbeitet

Die meisten Spender versuchen, sich während ihrer Spende zu entspannen. Tobias Krell allerdings, vor allem Kindern im Grundschulalter als „Checker Tobi“ bekannt, hatte dabei kaum eine ruhige Minute. Denn für den Kindermoderator stand fest: Aus diesem privaten „Einsatz“ machen wir eine Sendung.

Letzte Aktualisierung: 23.03.2021

„Es war ein sehr besonderer Arbeitstag“, verrät der „Checker“, der seit sieben Jahren kleinen Menschen im KiKA die Welt erklärt, im Interview mit der DKMS. „Anstatt in mich zu gehen und darüber nachzudenken, dass ich gerade die Chance habe, ein Leben zu retten, habe ich Schwester Ina in der Klinik interviewt“, erzählt er lachend. „Meine Spende hat etwa drei bis vier Stunden gedauert. Davon hatte ich vielleicht eine halbe Stunde Ruhe – der Rest war ziemlich durchgetaktet.“

Bereits seit einigen Jahren plante die Redaktion der Kinderwissenssendung „Checker Tobi“, einen Beitrag über das Thema Krebs zu machen. Ein unbequemes Thema. „Keines, das man auf den ersten Blick mit Kindern besprechen möchte“, sagt der 34-Jährige. Und dennoch kommt es der Redaktion genau darauf an: Kinder auch mit tabuisierten Themen zu konfrontieren, sie bestmöglich zu informieren, ihnen Ängste zu nehmen. „Je früher man Kindern auch schwierige Inhalte zutraut, desto eher können sie diese auch in ihr Leben integrieren“, findet Tobias Krell.

Moderator Tobias Krell spendete kürzlich Stammzellen


Ausgerechnet bei einem Dreh für eine andere „Checker“-Sendung kam dann der Anruf der DKMS. Und die bisherigen Planungen der Redaktion wurden durch den Einsatz des Checkers brandaktuell. „Es stand für mich außer Frage, dass ich das mache.“ In der Doppelrolle des Moderators und Spenders übernimmt er nun für die Folge über Krebs eine geradezu einzigartige Vorbildrolle. Ein Sendetermin steht bisher noch nicht fest.

Nach der Spende sei er „platt“ gewesen, verrät der Moderator. Er sei noch essen gegangen und habe sich anschließend hingelegt. Am nächsten Tag habe er auch noch entspannt. „Das war gut und wichtig.“ Kurz nach der Spende erfuhr Krell, an wen seine Zellen gingen: „Es ist ein Mann über 30 aus Frankreich.“

Übrigens: Seine Registrierung verdankt der „Checker“ einer Freundin, die ihm vor vielen Jahren das Wattestäbchenset zum Geburtstag schenkte. „Ein fantastisches Geschenk“, findet Krell noch heute. „Darauf muss man erst einmal kommen.“ Umso schöner, wenn dadurch tatsächlich eine neue Lebenschance gegeben werden kann. Ein doppeltes Geschenk quasi. „Ich finde, nicht nur zum World Blood Cancer Day sollte jeder darüber nachdenken, ob er sich nicht als Spender registrieren lassen will“ sagt Tobias Krell. „Man kann mit wenig so viel Gutes tun.“

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