Spender- und Patiententreffen

“Noch nie so viel gelacht, wie an diesem Tag.“

Bettina Sardu (51) aus Wutöschingen hat nur zwei Wünsche: Nach ihrer überstandenen Blutkrebserkrankung hofft sie gesund zu bleiben und mit ihrer Familie ein glückliches Leben führen zu dürfen. 2018 wurde bei der Industriekauffrau eine akute Leukämie festgestellt.

Letzte Aktualisierung: 04.01.2022

Seitdem weiß sie, dass das Schicksal leider plötzlich und unverhofft zuschlagen kann. Dank der Stammzellspende von Enrico Cobabus (24) aus Rottweil hat Bettina die Krankheit überwunden und blickt in eine gesunde Zukunft. Kürzlich trafen die beiden sich zum ersten Mal und spürten sofort eine ganz besondere Verbindung zueinander.

Diagnose Leukämie: „Du wirst innerhalb von knapp zwei Wochen aus dem Leben gerissen und bist für acht Monate im Krankenhaus“, erinnert sich Bettina Sardu, wenn sie an 2018 zurückdenkt. Drei Jahre liegt die Transplantation jetzt hinter ihr. Nach dem Ende der anonymen Frist wollte Bettina den Stammzellspender unbedingt kennenlernen – neulich war es schließlich soweit und sie konnte sich persönlich bei ihrem Lebensretter Enrico bedanken. „Es war so ein unbeschreibliches Gefühl, als wir uns dann sahen, umarmten und ich seine Familie kennenlernen durfte. Wir hatten so einen lustigen Tag, als ob wir uns schon lange kennen würden.“

Auch für Enrico war das erste Treffen aufregend. „Als ich dann da war, war ich richtig glücklich, als ich die ganze Familie auf dem Sportplatz gesehen hab. Ich wusste, dass die Empfängerin hier gerade nur steht, weil ich mich typisieren ließ und Stammzellen gespendet habe.“ Danach lud der 24-Jährige die Familie noch zu sich nach Hause ein. „Ich glaube, ich habe noch nie so viel gelacht wie an diesem Tag“, sagt Enrico. Gerne wollen sich die beiden ein weiteres Mal treffen, allerdings erst nach Enricos Auslandsaufenthalt in der Dominikanischen Republik, bei dem er Auslandserfahrung sammeln und Spanisch lernen möchte.

Für Enricos Bereitschaft, einem fremden Menschen Stammzellen zu spenden, ist Bettina dankbar. „Es kann jeden treffen. Es ist doch ein unbeschreibliches Gefühl, einem Menschen ein neues Leben zu schenken.“ In die Zukunft blickt sie mit bescheidener Zuversicht. „Ich wünsche mir einfach nur, weiterhin gesund zu bleiben und möchte abwarten, was die Zukunft für mich bereithält.“ Eins ist für sie aber klar: „Enrico und ich werden auch weiterhin in Kontakt bleiben.“

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