Allein in Deutschland sind Menschen aus über 150 verschiedenen Herkunftsländern in der Datenbank der DKMS registriert. Und dennoch: Eine traurige Wahrheit ist, dass nicht alle Bevölkerungsgruppen die gleichen Chancen haben, eine:n geeignete:n Stammzellspender:in zu finden. Denn entscheidend für eine erfolgreiche Transplantation ist die Übereinstimmung der HLA-Merkmale zwischen Patient:in und Spender:in. Weltweit sind bisher zehntausende unterschiedliche Gewebemerkmale (HLA-Merkmale) erfasst, die in Millionen von unterschiedlichen Kombinationen auftreten. Jede ethnische Gruppe hat ihre eigenen typischen HLA-Merkmalskombinationen. Dabei kommt es auf die Herkunft an, nicht auf die Staatsbürgerschaft. Jeder Mensch trägt also unterschiedliche, erblich bedingte Gewebemerkmale in verschiedenen Kombinationen in sich. Diese sogenannten HLA-Merkmale sind in der Welt regional unterschiedlich häufig vertreten. Die Wahrscheinlichkeit, innerhalb der eigenen Gruppe – der eigenen Abstammung entsprechend – eine:n Spender:in zu finden, ist erhöht. Daher ist es wichtig, dass sich möglichst viele Menschen aus den unterschiedlichsten Herkunftsländern als potentielle Stammzellspender:innen registrieren lassen.