Ablauf der Spende

Die Lymphozytenspende

Selten kommt es vor, dass wir unsere Spender:innen um eine zusätzliche Lymphozytenspende bitten. Eine Lymphozytenspende benötigen Patient:innen, wenn es darum geht, einen Rückfall zu verhindern oder zu bekämpfen.

Letzte Aktualisierung: 10.03.2021

Sie funktioniert wie eine periphere Stammzellentnahme, jedoch ohne die vorherige Gabe von G-CSF.

Lymphozyten entstehen im Knochenmark und sind eine Untergruppe der weißen Blutkörperchen. Diese sind für die Abwehr von Krankheitserregern und Krebszellen zuständig. Zu den Lymphozyten gehören zum Beispiel die T-Zellen und die Natürlichen Killerzellen (NK-Zellen). Erhält die Patientin oder der Patient nach der Stammzelltransplantation zusätzlich noch Lymphozyten per Infusion, können diese Leukämiezellen erkennen und vernichten. Zudem sind virusspezifische T-Zellen in der Lage, lebensbedrohliche Infektionen zu verhindern, die nach einer Stammzelltransplantation bei der Patientin oder dem Patienten auftreten können.

Wenn wir dich um eine Lymphozytenspende bitten, ist dein Engagement ein zweites Mal gefragt. Damit machst du einem Menschen mit Blutkrebs, der erneut dringend Hilfe benötigt, ein großes Geschenk. Für deinen selbstlosen Einsatz danken wir dir von Herzen. Doch auch bei der Lymphozytenspende gilt: Die Gesundheit unserer Spender:innen hat für uns höchste Priorität.

Die Lymphozytenspende findet normalerweise in derselben Entnahmeklinik statt, in der du zum ersten Mal Stammzellen gespendet hast. Unser geschultes Workup-Team ist – wie auch bei deiner Stammzellspende und in enger Absprache mit dir – für die gesamte Organisation zuständig. Alle Fragen zur Lymphozytenspende beantworten wir dir jederzeit gerne!

Weitere Möglichkeiten zu helfen

Du kannst die DKMS auf vielfältige Weise unterstützen und damit Blutkrebspatienten eine zweite Chance auf Leben schenken.
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