World Blood Cancer Day 2022

Registriere dich jetzt als Stammzellspender:in und rette Leben!

Der World Blood Cancer Day ist ein globaler Aktionstag an dem sich jährlich tausende hilfsbereite Menschen engagieren und ein Zeichen der Solidarität für Menschen mit Blutkrebs und anderen Erkrankungen des blutbildenden Systems setzen. Er wurde von uns 2014 ins Leben gerufen, um auf Blutkrebs aufmerksam zu machen und Betroffene auf der ganzen Welt zu unterstützen. In diesem Jahr sind wir auf dem Mercedes-Benz Surf-Festival mit rund 30.000 Besucher:innen vertreten, um dort vor allem junge Menschen zu motivieren, sich als potenzielle Stammzellspender:innen registrieren zu lassen. Denn Blutkrebs ist keine Seltenheit: Die Diagnose wird weltweit alle 27 Sekunden gestellt. Unser Ziel ist es, Einzelpersonen, Freunde, Familien, Gemeinden, Unternehmen, Organisationen und alle, die bereit sind zu unterstützen, zusammenzubringen. Gemeinsam besiegen wir den Blutkrebs!

So einfach kannst du dich registrieren:

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Die wichtigsten Fakten im Überblick:

Was ist Blutkrebs?

Blutkrebs ist ein Sammelbegriff für verschiedene bösartige Erkrankungen des blutbildenden Systems, bei denen Blutzellen entarten und sich unkontrolliert vermehren. Diese entarteten, bösartigen Zellen verdrängen die roten Blutkörperchen (Erythrozyten), die weißen Blutkörperchen (Leukozyten) und die Blutplättchen (Thrombozyten).

Rote Blutkörperchen transportieren normalerweise Sauerstoff, weiße Blutkörperchen bekämpfen Infektionen und Blutplättchen stoppen Blutungen. Werden diese gesunden Blutzellen von funktionsuntüchtigen, kranken Zellen verdrängt, kann das Blut seine lebensnotwendigen Aufgaben nicht mehr übernehmen.

Was sind Stammzellen?

Die Stammzellen, die für eine Transplantation benötigt werden, befinden sich im Knochenmark aller Knochen, in hoher Konzentration vor allem im Beckenkamm und in geringer Konzentration auch im peripheren Blut. Stammzellen sind die Mutterzellen aller Blutzellen und für die Blutbildung zuständig.

Wie läuft eine Stammzellspende ab?

Es gibt zwei verschiedene Methoden, Stammzellen zu spenden: die periphere Stammzellentnahme und die Knochenmarkentnahme.

Die periphere Stammzellentnahme kommt derzeit mit circa 90 Prozent am häufigsten zum Einsatz. Bei dieser Methode werden die Stammzellen über ein spezielles Verfahren (Apherese) aus dem Blut gewonnen. Die Ärztin oder der Arzt legt dazu jeweils einen Zugang in beide Armvenen, ähnlich der Blutspende. Zuvor erhalten alle Spender:innen über fünf Tage hinweg ein Medikament mit dem Wachstumsfaktor G-CSF. Der hormonähnliche, körpereigene Stoff G-CSF sorgt für eine vermehrte Produktion von Stammzellen und deren Ausschwemmung in die Blutbahn. Die periphere Stammzellentnahme dauert normalerweise drei bis höchstens fünf Stunden. In der Regel können unsere Spender:innen die Entnahmeklinik noch am selben Tag verlassen. Nur sehr selten wird ein zweiter ambulanter Entnahmetag notwendig.

Die Knochenmarkentnahme kommt bei etwa 10 Prozent der Stammzellspenden zum Einsatz. Bei der Knochenmarkentnahme wird den Spender:innen in einer zertifizierten Entnahmeklinik unter Vollnarkose circa ein Liter Knochenmark-Blut-Gemisch aus dem Beckenkamm entnommen. Das sind etwa fünf Prozent des Gesamtknochenmarks. Das Knochenmark regeneriert sich innerhalb weniger Wochen. Im Anschluss an die Knochenmarkentnahme ist es möglich, dass für wenige Tage ein lokaler Wundschmerz auftritt, ähnlich dem bei einer Prellung. Zur Knochenmarkentnahme bleiben unsere Spender:innen normalerweise für ein bis zwei Nächte im Krankenhaus. Anschließend raten unsere Ärzt:innen dazu, sich nach Rücksprache mit der Entnahmeklinik noch einige wenige Tage zu Hause zu erholen. Das gesundheitliche Risiko der Knochenmarkentnahme ist gering. Es beschränkt sich im Wesentlichen auf das allgemeine Risiko, das mit jeder Operation unter Vollnarkose einhergeht. Um vermeidbare Risiken auszuschließen, hat für uns die sorgfältige medizinische Voruntersuchung unserer Spenderinnen und Spender höchste Priorität.

Gibt es Risiken oder Nebenwirkungen?

In der Entnahmeklinik stellen Ärztinnen und Ärzte im Rahmen der sogenannten Spendervoruntersuchung die medizinische Eignung des Spenders oder der Spenderin fest – unter anderem durch Anamneseerhebung, eine körperliche Untersuchung und die Bestimmung von Laborwerten. Außerdem erfolgt ein persönliches Gespräch mit einer Ärztin oder einem Arzt der Entnahmeklinik. Im Fall einer operativen Knochenmarkentnahme klärt außerdem eine Anästhesistin oder ein Anästhesist über Narkoserisiken auf.

Erst wenn alle Untersuchungen ergeben haben, dass eine Spende gesundheitlich unbedenklich ist, findet diese tatsächlich statt.

Im Vorfeld einer peripheren Stammzellspende erhält der Spender über einen Zeitraum von fünf Tagen den Wirkstoff G-CSF verabreicht, der für eine erhöhte Ausschwemmung der Stammzellen ins Blut sorgt. Als häufige Nebenwirkungen während der Behandlung geben die Spender Knochen- und Muskelschmerzen oder eine Erhöhung der Körpertemperatur an, seltener auch andere Nebenwirkungen wie z.B. Übelkeit. Die Beschwerden lassen nach Absetzen der Medikation in der Regel innerhalb weniger Tage nach.

Im Anschluss an die Knochenmarkentnahme ist es möglich, dass für wenige Tage ein lokaler Wundschmerz auftritt, ähnlich dem bei einer Prellung. Das gesundheitliche Risiko der Knochenmarkentnahme ist gering. Es beschränkt sich im Wesentlichen auf das allgemeine Risiko, das mit jedem chirurgischen Eingriff einhergeht (Infektion, Blutergüsse, Wundheilungsstörungen). Um vermeidbare Risiken auszuschließen, hat für uns die sorgfältige medizinische Voruntersuchung unserer Spenderinnen und Spender höchste Priorität.

Zurück auf der Welle des Lebens

Zwei Sekunden auf dem Brett stehen: Richtig einfach! Blutkrebs besiegen: Einfach richtig!

Beim Mercedes-Benz Surf-Festival auf Fehmarn wird mit uns auch Windsurferin Anja aus der Nähe von Hamburg dabei sein. 2017 entdeckte sie auf Mallorca ihre Liebe zum Windsurfen. Doch vor etwa zwei Jahren ändert sich alles für die heute 33-Jährige. Sie fühlt sich im Alltag schlapp und sucht deshalb Rat bei ihrem Hausarzt. Nach einem Windsurf-Kurs kam dann der Anruf mit der Schockdiagnose: Leukämie! Mit einem Schlag war das Leben der jungen Frau auf den Kopf gestellt.

Nach der Chemotherapie und einer erfolgreichen Stammzelltransplantation ist sie heute wieder auf dem Weg der Besserung – und freut sich, ihre Geschichte teilen und so viele junge Menschen wie möglich zu einer Registrierung bei der DKMS mobilisieren zu können. „Ich lebe, weil mir jemand uneigennützig geholfen hat“, sagt Anja. „Ohne diesen wunderbaren Menschen wäre der Traum, wieder aufs Wasser zu gehen, schon längst vorüber.“ Zum World Blood Cancer Day ist ihr Appell klar: „Lasst euch am besten noch heute bei der DKMS registrieren und werdet so vielleicht zur Lebensretterin oder zum Lebensretter! Aufeinander achten und Teamgeist beweisen – das kennen wir auch vom Sport und es macht das Leben so vieler Menschen besser – so wie meines.“

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Weitere Möglichkeiten zu helfen

Du kannst die DKMS auf vielfältige Weise unterstützen und damit vielen Blutkrebspatient:innen neue Hoffnung auf Leben geben.

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