Kampagnen & Aktivitäten
06.01.2022

Ida braucht Dich!

„Vor wenigen Tagen haben wir die Nachricht bekommen, dass unsere Tochter Ida an Leukämie erkrankt ist und eine Stammzellspende benötigt. Ida ist gerade ein Jahr alt geworden. Daher bitte ich jeden, sich bei der DKMS zu registrieren. Versetzt euch bitte selbst in die Situation!“, so der eindringliche Apell von Papa Julian über seine Netzwerke. Klein Ida ist immer gut gelaunt und tanzt, sobald Musik ertönt. Sie ist bereit, die Welt zu entdecken. Doch Ende September ändert sich alles. Idas Zustand verschlechtert sich zusehends von Woche zu Woche. Sie bekommt Flecken am ganzen Körper, schwitzt viel, weint – die Symptome klingen nicht ab und ständig kommen neue hinzu. Nach sechs Wochen Uniklinik, vielen Untersuchungen und endlosen Momenten der Unsicherheit folgt dann die Diagnose: AML – akute myeloische Leukämie. „DU kannst Ida Lebenszeit schenken. Bitte hilf uns“, so der Appell der Eltern an ihre Mitmenschen.

Ida ist ein lebensfrohes kleines Mädchen. Ein echter Wirbelwind. Sie mag andere Menschen, fremdelt nicht, liebt ihre beiden Omas und Opas über alles. Dort kann sie mit Hund Henri durch den Garten toben. Aber ihre größte Leidenschaft ist das Tanzen. Sobald sie irgendwo Musik hört, fängt ihr Körper sich an zu bewegen. Als könne er nicht anders. Ida und Rhythmus gehören zusammen. Sie ist der ganze Stolz ihrer Eltern Alena und Julian. Ida ist ein rundum glückliches Kind und eigentlich könnte alles gut sein. Aber das ist es nicht.

Anfang Oktober hat Ida einen Infekt. Zunächst nichts Besorgniserregendes. Doch dann wird sie immer schwächer, hat einen aufgeblähten Bauch und winzige Pünktchen am Körper. Der Kinderarzt beruhigt die Eltern, es handele sich um einen gewöhnlichen Infekt. Doch alle Medikamente zeigen keine Wirkung. Vier Wochen später ist das kleine Mädchen so apathisch, dass die Eltern in die Notaufnahme fahren. Der diensthabende Arzt merkt sofort, dass es ernst ist, nimmt die Kleine stationär auf und veranlasst eine Blutuntersuchung. Nur kurze Zeit später dann die niederschmetternde Diagnose: Ida ist mit großer Wahrscheinlichkeit an Blutkrebs erkrankt.

„Alena rief mich an, konnte vor lauter Tränen kaum sprechen. ‚Es ist ganz schlimm‘, sagte sie nur immer wieder. Als die Ärztin mir dann am Telefon mitteilte, dass meine Tochter mit großer Wahrscheinlichkeit Leukämie hat, war nur noch Leere in mir. Von jetzt auf gleich ist deine alte Welt erloschen. Alles steht still. Da mischen sich Wut und Trauer, Angst und Fassungslosigkeit. Man ist vollkommen überfordert. Der Schock lässt kaum einen klaren Gedanken zu“, erinnert sich Julian. Sofort werden die Eltern mit Ida noch nachts mit dem Rettungswagen in die Kölner Uniklinik gebracht. Eine Knochenmarkpunktion bestätigt den Verdacht: Ida hat Blutkrebs!

Sofort wird mit der Chemotherapie begonnen. Inzwischen hat sie den zweiten Chemoblock überstanden. „Die Nebenwirkungen waren grausam. Ida hatte extreme Wassereinlagerungen, hohes Fieber, Durchfall, Erbrechen und starke Schmerzen. Als Eltern hält man das kaum aus. Gerade befindet sie sich in einer Chemopause bevor Anfang Januar der dritte Block beginnt“, berichtet Alena. Aktuell wechseln sich die Eltern nachts alle zwei Tage ab. Tagsüber dürfen sie beide bei Ida sein. Ihr Leben in Wissen ist seit der Erkrankung ihrer Tochter zum Stillstand gekommen. Julian und Alena leben in Köln im Elternhaus vom Förderverein für krebskranke Kinder, das der Uniklinik angeschlossen ist. Tage zwischen Zuversicht und Zweifel wechseln sind ab. Es gibt Tage, da ist Aufgeben keine Option, aber es gibt auch Stunden, wo die Angst, vor dem was kommt, die Oberhand gewinnt.

„Wenn man plötzlich in eine solche Situation gerät, weiß man erst, wie gut man es hatte. Erst jetzt kann ich unser altes Leben wirklich wertschätzen. Wenn ich daran denke, worüber ich mich manchmal aufgeregt habe – heute kann ich darüber nur lachen. Die Prioritäten verschieben sich total“, erklärt Julian. Die Eltern haben eine ungeahnte Solidarität erfahren. Das hilft ihnen sehr in dieser schweren Zeit. Sie brauchen auch weiterhin alle Kräfte, denn inzwischen steht fest, dass Ida als Hochrisikopatientin eingestuft wurde und zum Überleben auf eine Stammzelltransplantation angewiesen ist.

„Die eigentliche Herausforderung steht uns noch bevor. Vorausgesetzt, Ida findet einen passenden Spender, muss sie mit nur einem Elternteil für sechs Wochen in die Isolation. Einer von uns muss draußen bleiben. Das ist für Ida schrecklich, denn sie braucht uns beide, aber auch für uns. Gerade, wenn man nicht weiß, ob die fremdem Stammzellen angenommen werden, und wie sehr Ida zu kämpfen hat, ist es schwer, das nicht teilen zu können. Wenn es im Moment mal eng wird, geht einer von uns raus, um Luft zu holen und zu Kräften zu kommen. Während der Trennung bei der langen Transplantationsphase geht das nicht mehr. Dann sind wir auf uns alleine gestellt. Aber es hilft nichts: Wir müssen da durch.

Und wir wollen das schaffen“, sagen beide. Ida ist eine echte kleine Kämpferin. Aber sie ist auf Hilfe angewiesen. Denn nur eine passende Stammzellspenderin oder ein passender Stammzellspender kann ihr Leben retten. Deshalb bitten Julian und Alena um Unterstützung: „Bitte lasst euch registrieren. Nicht nur für Ida. Auf der Kinderonkologie warten noch so viele schwer erkrankte kleine Patienten auf Hilfe. Sie alle wollen leben. Wie unsere kleine Tochter Ida. Ein Leben ohne sie ist nicht vorstellbar. Bitte nehmt an dieser Aktion teil und helft uns, dass dieser Wunsch Wirklichkeit wird.“

Bitte registriere dich als Stammzellspender:in. Erhöhe die Chance für Ida auf ein weiteres Leben und die von vielen anderen suchenden Patient:innen. Danke!

Weitere Möglichkeiten zu helfen

Du kannst die DKMS auf vielfältige Weise unterstützen und damit vielen Blutkrebspatienten neue Hoffnung auf Leben geben.
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