Kampagnen & Aktivitäten
08.10.2021

Max will Leben

Max - mit nur 29 Jahren erhält er die Diagnose Lymphdrüsenkrebs. Doch Max kämpft und der Krebs scheint besiegt. Pläne werden gemacht, die Hochzeit mit Partner Michael geplant. Dann die Hiobsbotschaft – der Krebs ist zurück. Jetzt zählt nur Eines: Leben. Überleben. Gesund werden. Noch einmal will er den Krebs besiegen und dieses Mal für immer. Doch nur eine Stammzelltransplantation kann sein Leben retten.

Max und Michael. Seit sechs Jahren sind die beiden ein Paar. Max ist Einzelhandelskaufmann und liebt seine Arbeit über alles. In sechs Jahren hat er sich vom Auszubildenden zum Filialleiter hochgearbeitet. Ein gutes Miteinander im Team steht für ihn ganz oben. Michael arbeitet im öffentlichen Dienst und ehrenamtlich bei der Freiwilligen Feuerwehr. Gemeinsam treffen sie Freunde, gehen ins Kino, kochen leidenschaftlich gerne und arbeiten gerne im Garten. Zur Erholung fahren sie an die Ostsee zu Max‘ Familie. Sie sind zufrieden, mit dem was sie haben. Hauptsache, sie haben sich und Zeit füreinander. Ihre Liebe und ihr Vertrauen zueinander sind groß. Die beiden sind unzertrennlich. Doch das Glück bekommt plötzlich Risse. Alles beginnt mit Schmerzen in den Oberschenkeln. Kurze Zeit später fühlt sich Max permanent müde, ist kraftlos, hat keinen Appetit mehr, ist vollkommen erschöpft.

Max und Michael

Da der junge Einzelhandelskaufmann zuvor eine stressige Arbeitsphase hinter sich hat und nun – kurz vor Weihnachten – endlich zur Ruhe kommt, schiebt Max es auf Stresssymptome, die sich jetzt Bahn brechen. Außerdem sind es klassische Grippesymptome – also kein Grund zur Sorge. Doch die Schmerzen bleiben hartnäckig, Müdigkeit und Erschöpfung ebenso. Max will es nicht wahrhaben, hält aus. Doch im Februar nehmen die Schmerzen plötzlich so extrem zu, dass Michael ihn an einem Freitag in die Notaufnahme bringt. Viele Untersuchungen zeigen kein Ergebnis. Die Ärzte bitten ihn, nach dem Wochenende wieder zu kommen. Doch einen Tag später sieht Michael, wie Max‘ Lippe hängt und er sein rechtes Augenlid nicht mehr schließen kann. Sofort denkt er an einen Schlaganfall und ruft den Rettungswagen. Dieser Verdacht wird im Klinikum ausgeschlossen. Dafür stellt man bei einem MRT fest, dass Max ein Lymphom im Kopf hat, wodurch sich auch seine Gesichtslähmung erklärt. Sofort wird er in die Uniklinik Homburg verlegt.

Inzwischen geht es Max sehr schlecht. Weitere Untersuchungen folgen. Das Ergebnis: Der ganze Körper ist mit Lymphomen befallen. „Meine erste Reaktion waren weder Schock noch Panik. Im Rückblick muss ich sagen, dass mir nach den wochenlangen Schmerzen und der vollkommenen Erschöpfung eigentlich klar war, dass es sich nicht um eine einfache Grippe handeln konnte. Ich wollte es nur einfach nicht wahrhaben. Auf der einen Seite war ich zwar total fertig, auf der anderen Seite aber froh, dass es endlich eine eindeutige Diagnose gab“, erinnert sich Max. Wenn Max in diesen Tagen lachen will, geht das nicht wegen der Gesichtslähmung. Dann schiebt er zum Zeichen die Mundwinkel nach oben. Er schöpft Hoffnung. Jetzt, da die Diagnose feststeht, bekommt er auch Medikamente, die ihm helfen und Max Zustand verbessern.

Durch das Lymphom hat Max eine Gesichtslähmung erlitten

Ab Mitte Februar kämpft er sich durch sechs Chemoblöcke. Da in der Klinik strenge Corona-Auflagen herrschen, sind er und Michael in dieser Zeit nur telefonisch verbunden. „Es war eine harte Zeit, aber Jammern hilft nicht. Ich habe versucht, Max so gut es geht, beizustehen. Er wusste zu jeder Zeit, dass ich an seiner Seite bin“, erklärt Michael. Endlich, Mitte Juli, wird Max tumorfrei entlassen. Eine Reha ist geplant und anschließend die Wiedereingliederung in den Beruf, der Max so viel bedeutet. Doch nur einen Monat später wird bei einer Routinekontrolle ein neues Lymphom im Kopf festgestellt. Der Krebs ist wieder da. Alles zurück auf Start. Wieder Chemotherapien mit den entsprechenden Nebenwirkungen. Sie brauchen ein Fahrplan. Wie soll es weitergehen?

Inzwischen steht der Fahrplan fest - und damit auch die einzige Möglichkeit, Max‘ Leben zu retten: er braucht eine Stammzelltransplantation. Das heißt: er kann nur überleben, wenn es – irgendwo auf der Welt – einen Menschen mit nahezu gleichen Gewebemerkmalen gibt, der zur Stammzellspende bereit ist. Deshalb wendet sich Michael an die Öffentlichkeit: „Seit sechs Jahren gehen Max und ich Seite an Seite. Wir haben unsere geplante Hochzeit 2022 verschoben, weil wir nicht wissen, wie lange der Kampf gegen den Krebs dauert. Aber das ist am Ende nicht wichtig. Unsere Liebe zueinander hält alles zusammen. Auch diese Ausnahmesituation, in der wir uns jetzt seit vielen Monaten befinden. Ein Leben ohne ihn – unvorstellbar. Deshalb bitte ich alle: Zögert nicht, lasst euch registrieren und schenkt uns damit eine gemeinsame Zukunft. Allen, die sich an dieser Aktion beteiligen, danken wir von ganzem Herzen.“

Registriere dich als Stammzellspender:in. Erhöhe Max' Chance auf ein weiteres Leben und die von vielen anderen suchenden Patient:innen. Danke!

Weitere Möglichkeiten zu helfen

Du kannst die DKMS auf vielfältige Weise unterstützen und damit vielen Blutkrebspatienten neue Hoffnung auf Leben geben.
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