Kampagnen & Aktivitäten
25.06.2021

Rettet Jana!

Die 26-jährige Jana (3. von rechts) aus dem Landkreis Ostprignitz-Ruppin, Mutter eines 16 Monate alten Sohnes, hat Blutkrebs. Nur eine Stammzelltransplantation kann ihr Leben retten. Ihre Geschwister kommen als Spender nicht infrage. Deshalb bittet Janas Familie um Hilfe: „Jana ist ein so herzensguter und lebensfroher Mensch. Eine Mama, die ihren Sohn über alles liebt und von allen geliebt wird. Sie hat den Blutkrebs schon einmal besiegt. Aber jetzt kann nur noch ein Fremdspender ihr Leben retten. Jana möchte ihren kleinen Sohn aufwachsen sehen und wir, ihre Familie, können uns ein Leben ohne sie nicht vorstellen. Deshalb bitten wir: lasst euch registrieren und schenkt Jana das wertvollste, was es gibt – eine zweite Chance auf Leben. Allen, die sich an der Aktion beteiligen, danken wir von ganzem Herzen.“

Eine ungewöhnliche Großfamilie. Mutter Heike, Vater Axel und fünf tolle Kinder - Lars, Jana, Jule, Luca und Lena. Die Familie hält zusammen wie Pech und Schwefel. Gemeinsam haben sie schon einiges gemeistert: Vier Krebserkrankungen haben sie überstanden, drei Kinder haben einen Gendefekt, der mit einem erhöhten Risiko für die Entstehung verschiedener Krebserkrankungen einhergeht. Jana leidet seit ihrem 18. Lebensjahr an Colitis Ulcerosa, einer schweren Darmerkrankung. Trotz all dieser einschneidenden Eingriffe in ihr Leben hat sich die Familie ihre Lebensfreude nicht nehmen lassen. Erst als die 26-jährige Jana, selber inzwischen Mutter eines 16 Monate alten Sohnes, im Oktober 2020 an Blutkrebs erkrankt, stößt die Familie an ihre Grenze.

Jana hat Blutkrebs

Ihr Sohn ist gerade sieben Monate alt, als sich bei Jana erste Symptome zeigen, die aber zunächst nicht besorgniserregend sind. Als sich ihr Zustand immer weiter verschlechtert und erst große blaue Flecke auftauchen, sind alle alarmiert und bringen Jana in die Notaufnahme. Durch Corona darf niemand Jana ins Krankenhaus begleiten und so wartet die Familie die ganze Nacht auf dem Krankenhausparkplatz, Janas Sohn schlafend im Arm, der dort die erste Trennung von seiner Mama erlebt. Es sollen noch viele weitere folgen. Sieben Stunden später, morgens um fünf Uhr, ruft Jana an: „Meine Blutwerte sind extrem schlecht. Der Arzt hat gesagt, dass ich sterbe, wenn ich jetzt zu euch rauskomme“. Noch begreift sie ihre Situation nicht. Erst als ein Onkologe ihr ihre dramatisch schlechten Werte erklärt und ihr die eindeutige Diagnose Blutkrebs übermittelt, realisiert sie die folgenschweren Konsequenzen. Ihr erster Gedanke gilt ihrem Kind. Ihr Sohn bedeutet ihr die Welt.

Sie wird sofort in die Charité überwiesen und übersteht dort fünf Chemotherapien mit allen Nebenwirkungen. Doch Jana lässt sich nicht unterkriegen. Sie nimmt die neue Situation an und kämpft. So wie immer schon. Das Schlimmste für sie ist die abrupte Trennung von ihrem kleinen Sohn. Bis dato noch voll gestillt, erleidet er durch die plötzliche Trennung schwere Verlustängste. Aber sie schafft es. Im März wird sie entlassen, ist voller Hoffnung und überglücklich, ihren Sohn endlich wieder in die Arme nehmen zu können.

Doch das Glück währt nicht lange. Die letzte Blutkontrolle zeigt Auffälligkeiten. Am 9. Juni dann die niederschmetternde Nachricht: der Blutkrebs ist wieder da. Nur eine Stammzelltransplantation kann jetzt noch Janas Leben retten. Da wegen des Gendefekts von drei Geschwistern nur noch ein Geschwisterkind als möglicher Spender infrage kommt, liegt alle Hoffnung nun auf ihm. Doch auch diese Hoffnung zerschlägt sich - aus der Familie kommt als Spender:in niemand in Frage. Jetzt ist Jana auf eine:n Fremdspender:in angewiesen.

„Jana hat mir diese Nachricht am Telefon mitgeteilt. Sie war vollkommen aufgelöst. Ich hätte am liebsten einen Hubschrauber gechartert, um sofort bei ihr zu sein. Wir haben beide nur noch geweint“, erinnert sich Heike. „Es kommt der Punkt, da kann man einfach nicht mehr stark sein. Ich weiß, dass viele ein Päckchen zu tragen haben, aber unsere Familie hat einen ganzen DHL-Paket-Shop auf dem Rücken. Es reicht einfach. Und dann die vielen Fragen: Warum Jana? Warum jetzt, wo ihr Kind sie so dringend braucht?“ Aber Heike weiß auch: nur wenn alle stark bleiben, können sie Jana helfen.

Jana (rechts) mit ihrer Schwester

Allein kann Jana es nicht schaffen. Sie kann nur überleben, wenn es – irgendwo auf der Welt – einen Menschen mit nahezu gleichen Gewebemerkmalen gibt, der zur Stammzellspende bereit ist. Ihre Familie wendet sich deshalb an die Öffentlichkeit und bittet: „Jana hat eine unwahrscheinliche Energie, lacht viel und gern, liebt ihre Familie und Freunde und am allermeisten ihren kleinen Sohn, in den sie ganz vernarrt ist und der ihr ganzes Glück bedeutet. Trotz aller gesundheitlichen Rückschläge hat sie nie die Freude am Leben verloren. Sie wird von ihren Geschwistern und Eltern abgöttisch geliebt, ist eine herzliche, warme, liebevolle Schwester, Tochter und Mama. Deshalb bitten wir alle - lasst euch registrieren. Damit schenkt ihr Jana Hoffnung auf das Größte, was es gibt – LEBEN! Allen, die sich an dieser Aktion beteiligen, danken wir von ganzem Herzen.“

Registriere dich als Stammzellspender:in. Erhöhe Janas Chance auf ein weiteres Leben und die von vielen anderen suchenden Patient:innen. Danke!

Weitere Möglichkeiten zu helfen

Du kannst die DKMS auf vielfältige Weise unterstützen und damit vielen Blutkrebspatienten neue Hoffnung auf Leben geben.
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