Kontakt zum Patienten

Ein „Lebenszeichen“ vom Lebensretter

Grundsätzlich kannst du in den meisten Ländern bereits ab dem Tag deiner Stammzellspende mit „deiner“ Patientin oder „deinem“ Patienten Kontakt aufnehmen.

Letzte Aktualisierung: 10.03.2021

Aufgrund einer mindestens zweijährigen Anonymitätsfrist gilt jedoch: Der Kontakt darf nur anonym per Brief oder E-Mail stattfinden. Um die Einhaltung der Anonymitätsfrist zu garantieren, nehmen wir von der DKMS beim anonymen Briefverkehr eine Vermittlerrolle ein: Du als Spender:in schickst den Brief an uns, und wir leiten ihn über die zuständige Transplantationsklinik an die Patientin oder den Patienten weiter. Bitte gib bei anonymer Korrespondenz unbedingt deine Spendernummer an, denn nur so können wir dein Schreiben entsprechend zuordnen. Der Brief an die Patientin oder den Patienten wird von einer DKMS Mitarbeiterin oder einem DKMS Mitarbeiter gegengelesen. Wir sind dazu verpflichtet, alle Hinweise zu streichen, die die Anonymität gefährden, und bitten um dein Verständnis. Dazu gehören zum Beispiel dein Name, Initialen, dein Wohnort oder ähnliche Angaben, die Rückschlüsse auf deine Person ermöglichen. Wird „deine“ Stammzellempfängerin oder oder „dein“ Stammzellempfänger im Ausland behandelt, verfasse deinen Brief bitte auf Englisch. Gerne stehen wir dir bei Rückfragen hierzu jederzeit zur Verfügung.

Warten auf eine Antwort

Oft kommt es vor, dass Spender:innen auf eine Antwort auf ihren anonymen Brief warten, die jedoch spät oder womöglich gar nicht kommt. Bitte verstehe, wenn die Patientin oder der Patient Zeit braucht, da sie oder er sich vielleicht noch in der Intensivbehandlung befindet oder keinen Kontakt wünscht. Denn genauso wie eine Kontaktaufnahme für dich selbst eine ganz persönliche, individuelle Entscheidung ist, so ist sie es natürlich auch für die Empfängerin oder den Empfänger deiner Stammzellen.

Aus Erfahrung wissen wir, dass viele Patientinnen und Patienten erst nach einiger Zeit auf den Brief der Spenderin oder des Spenders reagieren. Oftmals wollen sie sich erst melden, wenn sich ihr Gesundheitszustand stabilisiert hat und sie von Fortschritten und den schönen Dingen berichten können. Gerade ein anonymer Briefkontakt zu einem unbekannten Menschen lässt es nur eingeschränkt zu, offen über eine schwierige Lebenssituation zu berichten.

Warum gibt es die Anonymitätsfrist?

Die Anonymitätsfrist gilt in Deutschland und den meisten Ländern der Welt. In den ersten zwei Jahren nach der Stammzellspende bzw. Stammzelltransplantation dürfen sich Spender:in und Patient:in grundsätzlich nicht persönlich kennenlernen. Das hat wichtige Gründe, zum Beispiel:

  • In dieser Zeit befindet sich die Patientin oder der Patient in einer Situation, die körperlich und seelisch sehr viel Kraft kostet. Es ist wichtig, dass sie oder er sich in aller Ruhe auf die Genesung konzentriert.
  • Es kommt vor, dass Patientinnen und Patienten innerhalb der ersten beiden Jahre eine zweite Stammzellspende benötigen. Es ist wichtig, dass die Anonymität in diesen Fällen, genauso wie bei der ersten Spende, gewährleistet ist. Nach den zwei Jahren Wartezeit ist die Wahrscheinlichkeit einer erneuten Spende deutlich geringer, auch wenn diese Möglichkeit nie vollständig auszuschließen ist.

Weitere Möglichkeiten zu helfen

Du kannst die DKMS auf vielfältige Weise unterstützen und damit Blutkrebspatienten eine zweite Chance auf Leben schenken.
Diese Seite wurde aktualisiert. Bitte lade die Seite neu