„Ich freue mich, dass meine kleine Spende so viel bewirken konnte!“

22 August 2016

Alexander registrierte sich vor acht Jahren als potenzieller Lebensretter. Einige Jahre später war es soweit: Sein genetischer Zwilling war auf eine Stammzellspende angewiesen. Damals dachte Alexander noch nicht daran, dass seine Spende nach Kanada gehen würde und sich durch einen kleinen Eingriff eine besondere Freundschaft entwickeln könnte…

„Ich bin seit 2008 bei der DKMS registriert. Für mich gab es damals keinen speziellen Auslöser. Ich bin einfach der Meinung, dass sich jeder einmal mit diesem wichtigen Thema auseinandersetzten sollte.

Mitte Oktober 2013 erhielt ich den Anruf von der DKMS, dass ich als Spender infrage komme. Ich bekam viele Informationen über die bevorstehende Spende und habe dann erneut einen Bluttest gemacht. Eine Woche später ging es schon zur Voruntersuchung in einer Spezialklinik in Köln. Dort wurde ich umfangreich durchgecheckt und mir wurde der Eingriff genau erklärt. Nachdem auch die Klinik grünes Licht gab, wurde direkt ein Termin zur Entnahme ausgemacht.

„Ich freue mich, dass meine kleine Spende so viel bewirken konnte!“

Natürlich hatte ich am Anfang auch ein etwas mulmiges Gefühl, da es sich ja bei dieser Entnahmeart um eine kleine Operation unter Vollnarkose handelte. Dieses Verfahren wird nur in 20% aller Fälle angewandt. In 80% der Fälle werden die Stammzellen direkt aus der Blutbahn entnommen und es ist keine Operation nötig. Durch die im Vorfeld kompetente und intensive Beratung der Ärzte wurden mir aber jegliche Bedenken genommen.

Nach der Operation blieb ich noch eine Nacht in der Klinik. Bereits am nächsten Morgen konnte ich gemeinsam mit meinem Vater die Heimreise antreten. Die Stelle am Becken, an der die Entnahme durchgeführt wurde, habe ich nach der Operation ein wenig gespürt. Das war ohne Schmerzmittel erträglich und wirklich nicht schlimm. Zuhause habe ich mich noch zwei Tage geschont. Dann konnte ich schon wieder in die Vorlesung – und nach zwei Wochen konnte ich wieder ganz normal Sport treiben! Ich habe mich von Anfang bis Ende sehr gut durch die DKMS und die Entnahmeklinik in Köln betreut gefühlt.

 Wir haben auch nach meinem Besuch in Kanada noch regelmäßig Kontakt und freuen uns auf ein baldiges Wiedersehen.

Zwei Jahre nach meiner Knochenmarkspende erhielt ich von der DKMS einen Brief: Meine Empfängerin würde gerne mit mir in Kontakt treten. Natürlich wollte ich das auch. Schon zwei Tage später erhielt ich die erste E-Mail von ihr. Es war toll, nach zwei Jahren endlich ein Gesicht und einen Namen zu haben und persönlich von ihr zu hören, dass es ihr gut geht und sie ihr Leben wieder so leben kann wie vor der Erkrankung.

Nach den ersten Mails wurde ich direkt nach Kanada eingeladen. Der nächste mögliche Termin wurde gleich festgehalten und die Vorfreude auf unser Kennenlernen wuchs mit jedem Tag.

Die Zeit in Kanada war großartig, ich wurde von allen sehr herzlich empfangen und hatte die Gelegenheit, endlich mehr über „meine Patientin“ Mackenzie, ihre wunderbare Familie und ihre Geschichte zu erfahren. Wir haben auch nach meinem Besuch in Kanada noch regelmäßig Kontakt und freuen uns auf ein baldiges Wiedersehen.

 Die Vorfreude auf unser Kennenlernen wuchs mit jedem Tag.

Ich freue mich, dass meine kleine Spende so viel bewirken konnte. Mackenzie und ich hoffen, dass wir durch unsere Geschichte viele Menschen ermutigen, sich registrieren zu lassen – denn vielleicht bist auch Du ein perfektes Match für einen Blutkrebspatienten!“

Patienten wie Mackenzie sind auf die Stammzellspende ihres genetischen Zwillings angewiesen. Vielleicht können auch Sie Ihrem genetischen Zwilling mit einer Stammzellspende das Leben retten - Jetzt als potenzieller Lebensretter registrieren!