„Es fühlte sich gleich so an, als würde ich meine kleine Schwester in den Arm nehmen!“

8 September 2016

Als Sebastian am Flughafen in Chicago ankommt, kann er es kaum erwarten, Maddie endlich zu sehen. Maddie ist jedoch nicht seine Freundin oder ein Familienmitglied aus dem Ausland – Maddie ist eine Unbekannte für ihn.

Als sie sich zum ersten Mal sehen, fühlt es sich für Sebastian jedoch nicht fremd, sondern trotzdem vertraut an. Und das, obwohl er Tausende von Kilometern von seinem Zuhause entfernt, erstmals jemanden trifft, mit dem er bisher nur Briefe und Mails ausgetauscht hat – Maddie, die Patientin, für die er Stammzellen spendete. „Es fühlte sich gleich so an, als würde ich meine kleine Schwester in den Arm nehmen!“, sagt der gebürtige Dresdner.

Als Sebastian am Flughafen in Chicago ankommt, kann er es kaum erwarten, Maddie endlich zu sehen.

Dank Sebastian darf Maddie leben. 2014 spendete er Knochenmark aus dem Beckenkamm. Seine Stammzellen haben ihr das Leben gerettet und so ist es nicht verwunderlich, dass die beiden direkt eine intuitive Verbindung spüren. Eine Woche hat Sebastian Zeit, die 16-jährige Maddie, ihre Familie und ihren Heimatort kennenzulernen.

Maddie und er stellen in dieser Woche viele Gemeinsamkeiten fest. Neben optischen Ähnlichkeiten gibt es einige Situationen, in denen Maddie und er das Gleiche sagen oder denken und sich auch ohne Worte verstehen. Sehr witzig ist vor allem, dass Maddie vor der Spende keine Schokolade mochte. Seit sie Sebastians Stammzellen hat, gibt es bei ihr keinen Tag mehr ohne Schokolade.

Maddie und er stellen in dieser Woche viele Gemeinsamkeiten fest.

Die Woche in Chicago vergeht für Sebastian wie im Flug. Er und seine Freundin werden herzlich empfangen, verbringen Zeit mit Maddies Familie und ihren Freunden und besuchen die Klinik, in der sie behandelt wurde. Ein Gegenbesuch von Maddie und ihrer Mutter ist für den Winter angedacht. Dann möchte Sebastian seine „kleine Schwester“ in Zürich willkommen heißen.

Die Woche in Chicago vergeht für Sebastian wie im Flug.

Rückblick: Sebastian ließ sich 2007 in die DKMS aufnehmen, als er in Dortmund seine Krankenpflegerausbildung absolvierte. 2014 erhielt er dann den Anruf von der DKMS, dass er als passender Spender infrage kommt. Ein bisschen Bammel hatte er vor der OP dann schon. „Aber durch die Aufklärung der DKMS und der Ärzte waren meine Ängste schnell beseitigt. Ich empfand die Spender zu keiner Zeit als unangenehm und würde es jederzeit wieder machen!“