„Warum eigentlich nicht?!“ – Lydia über ihre Stammzellspende

11 September 2015

Im November 2012 registrierte sich Lydia als potenzielle Stammzellspenderin. Als Angestellte bei der Sparda-Bank Berlin eG hatte sie die Möglichkeit, sich bei einer Betriebstypisierung in der Zentrale in die DKMS aufnehmen zu lassen. „Als ich von der Aktion erfahren habe, dachte ich: Warum eigentlich nicht, wenn die Aktion schon direkt vor Ort stattfindet“, erzählte uns Lydia. Durch den DKMS Werbespot und durch ihren Arbeitgeber hatte die 30-Jährige schon von der DKMS gehört, aber: „Ohne die Aktion vor Ort hätte es bestimmt noch etwas gedauert, bis ich mich registriert hätte“, so Lydia.

Zwei Jahre nach ihrer Registrierung bekam die Berlinerin dann eine E-Mail von der DKMS. „Ich hätte nie gedacht, dass ich wirklich als Spender ‚ausgewählt‘ werde und dann so schnell!“ Nach einem Telefonat mit der DKMS konnte Lydia, die in ihrer Freizeit gerne ins Musical geht, umfassend aufgeklärt und auch beruhigt werden.

Darauf folgten die obligatorischen Untersuchungen wie Blutabnahmen und ein paar Voruntersuchungen. Die Vorbereitung, Termine und Untersuchungen wurden von der DKMS organisiert. „Das war einfach perfekt und lief wirklich einwandfrei!

Der Patient, für den Lydia Stammzellen spenden würde, war leider zu der Zeit bereits in keinem guten Zustand und so ging für Lydia alles sehr schnell. Die DKMS organisierte die Reise von Berlin zur Entnahmeklinik nach Dresden. Für Lydias Patienten mussten relativ viele Stammzellen entnommen werden, daher nahm die Entnahme recht viel Zeit in Anspruch. „Nach der Spende ging es mir blendend und ich hatte nicht mal Kreislaufprobleme“, berichtete Lydia.

Besonders die Reaktionen ihrer Freunde und Arbeitskollegen überraschten Lydia, die bei der Sparda-Bank Berlin als Assistentin des Vorstands arbeitet: „ Alle haben sehr positiv reagiert und ich musste immer wieder erzählen, wie die Stammzellspende abläuft, wie es weitergeht und ob ich schon was über ‚meinen‘ Patienten weiß. Meine Mama hat mich nach Dresden begleitet und sich sogar direkt vor Ort auch als Stammzellspender bei der DKMS registriert!

Ein paar Wochen nach der Spende erreichte Lydia die Information, dass sie Stammzellen für einen älteren Mann aus den USA gespendet hatte. Bis dahin hatte sie keine Vorstellung über „ihren“ Patient: „Ich habe viel über ‚meinen‘ Patienten nachgedacht, wie alt er wohl ist, wo er herkommt und vor allem wie es ihm geht.

Zu Weihnachten bekam Lydia dann überraschend einen Brief von „ihrem“ Patient. In diesem sehr emotionalen Brief bedanke er sich für Lydias Stammzellspende und nannte sie seinen „Engel“. „Über diesen Brief habe ich mich sehr gefreut“, so Lydia. Leider ist ihr Patient Anfang des Jahres verstorben. Für Lydia steht dennoch fest: „Ich würde jederzeit wieder spenden! Egal, ob peripher oder über die Knochenmarkentnahme – Denn wenn ich einmal krank werden sollte, möchte ich auch jemanden finden, der bereit ist für mich zu spenden!

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