Über die DKMS

Unsere Geschichte

Im Jahr 1991 verstirbt Mechtild Harf, die Ehefrau des Gründers Dr. Peter Harf, an den Folgen ihrer Leukämieerkrankung. Peter Harf versprach seiner Frau, sich dafür einzusetzen, für jeden Blutkrebspatienten einen passenden Stammzellspender zu finden. Zu diesem Zeitpunkt waren in Deutschland lediglich 3.000 Menschen als potenzielle Stammzellspender erfasst.

Das Handeln der DKMS ist langfristig ausgerichtet auf die Erfüllung der Vision: Wir besiegen Blutkrebs. Auf dem Weg dahin sind wir seit unserer Gründung im Jahr 1991 schon weit gekommen. Aber noch haben wir den Blutkrebs nicht besiegt. Deshalb arbeiten wir täglich mit Hochdruck daran, immer besser zu werden und noch mehr Patienten zu retten:

Im Jahr 2004 startete die internationale Arbeit der DKMS-Familie, zunächst in den USA, 2009 in Polen, 2013 in UK und 2018 in Chile. Im Zuge der Internationalisierung hat die DKMS auch ihre Mission erweitert. Mit einem umfassenderen Tätigkeitsfeld kommt die Organisation ihrem übergeordneten Ziel näher, den Blutkrebs zu besiegen. 

Unsere Vision

DKMS steht für Deutsche Knochenmarkspenderdatei und unsere Vision lautet: Wir besiegen Blutkrebs. Wir wollen für jeden Blutkrebspatienten einen passenden Spender finden oder den Zugang zu Therapien ermöglichen – überall auf der Welt.

DKMS - Wir besiegen Blutkrebs

Schicksale wie die von Michelle und Nina sind unser Antrieb. Mit einer Stammzellspende kann einem an Blutkrebs erkrankten Menschen das Leben gerettet werden.

Die 15-jährige Michelle war an akuter lymphatischer Leukämie (ALL) erkrankt. Dank einer Stammzellspende kann Michelle nun wieder ein normales Leben führen. „Ich hätte nie gedacht, dass ich das noch mal erleben darf!“

Unsere Mission

Wir registrieren Stammzellspender
Wir motivieren Menschen zur Registrierung als Stammzellspender, um Blutkrebspatienten weltweit eine zweite Chance auf Leben zu geben.

Wir ermöglichen Therapien
Wir haben uns das Ziel gesetzt, Blutkrebspatienten notwendige Therapien zu ermöglichen.

Wir unterstützen die Weiterentwicklung von Therapien gegen Blutkrebs
Wir fördern die Weiterentwicklung von allogenen Stammzelltransplantationen.

Wir verbessern das Wohlbefinden von Patienten
Wir kümmern uns um Patienten und stellen Informationen und Programme zur Verfügung, die beim Umgang mit einer lebensbedrohenden Erkrankung helfen.

Unsere Aufgaben

DKMS - Wir besiegen Blutkrebs

• Wir schaffen Aufmerksamkeit für Blutkrebserkrankungen und deren Behandlung.
• Wir registrieren potenzielle Stammzellspender, um das Leben von Patienten zu retten.
• Wir motivieren die Öffentlichkeit und Unternehmen, Registrierungsaktionen zu organisieren.
• Wir sammeln Spendengelder im Kampf gegen Blutkrebs, um damit zum Beispiel Registrierungskosten finanzieren und Patienten besser unterstützen zu können.
• Wir unterstützen die Weiterentwicklung von Therapien gegen Blutkrebs – durch unsere eigene Forschung und modernste Technologie in unserem Labor.
• Wir pflegen eine nachhaltige Beziehung zu unseren Spendern vom Tag der Registrierung an.

Unsere Finanzierung

Zur DKMS Gruppe gehört neben der DKMS auch die DKMS LIFE und die DKMS Nabelschnurblutbank.

Die Kosten für die Registrierung neuer Spender werden nicht vom Gesundheitssystem übernommen. Im Kampf gegen Blutkrebs zählt jeder Euro, denn allein jede Registrierung eines neuen Spenders kostet die DKMS 35 Euro. Machen auch Sie mit! Wir brauchen Sie!

Die Finanzierung der DKMS stützt sich auf zwei Säulen: Zum einen auf Geldspenden von Privatpersonen und Unternehmen, zum anderen auf Kostenerstattungen der Gesundheitssysteme für die Spenderdateipflege und für die erfolgreiche Vermittlung eines Stammzellspenders an einen suchenden Blutkrebspatienten.

Durch die zweiteilige Finanzierung und ihr effizientes Wirtschaften ist die DKMS ein wirtschaftlich rentables Non-Profit-Unternehmen. Das Unternehmen trägt sich selbst und kann so unabhängig von staatlichen Geldern arbeiten. Für den Ausbau der Datei ist die DKMS jedoch trotz aller Erfolge auf finanzielle Unterstützung durch Geldspender angewiesen.

Stiftungsvorstand

Jedes Menschenleben zählt, überall auf der Welt. Weltweit sterben immer noch zu viele Patienten an den Folgen einer Blutkrebserkrankung. Die DKMS will allen Menschen, im eigenen Land, aber auch in anderen Ländern, neue Hoffnung auf Leben schenken.

Dr. Dr. Christoph Glaser

Christoph Glaser - Executive Chairman

Executive Chairman

Wir Helfen über Ländergrenzen hinweg

Ein internationales System des solidarischen Austauschs sorgt dafür, dass die Suche nach Stammzellspenden über Ländergrenzen hinweg funktioniert. So haben bisher rund 60.000 hilfsbereite Stammzellspender der DKMS Deutschland Menschen in 53 Ländern die Hoffnung auf eine zweite Chance auf Leben geschenkt. Der Anteil der DKMS an weltweit vermittelten Stammzellspenden liegt bei über 41 Prozent (Quelle: WMDA-Report 2017).

Internationales Wachstum ist uns wichtig

Um die Situation von Blutkrebspatienten weltweit aktiv zu verbessern, ist internationales Wachstum wichtig. Aus diesem Grund unterstützt die DKMS eigenständige DKMS-Organisationen in den USA, UK, Polen und Chile. Jeden Tag setzen sich über 800 DKMS-Mitarbeiter aus mehr als 20 Nationen dafür ein, jedem Blutkrebspatienten eine zweite Lebenschance zu ermöglichen.

Geschäftsleitung

Dr. Dr. Alexander Schmidt

Dr. Dr. Alexander Schmidt

Chief Medical Officer

Sirko Geist

Sirko Geist

Chief Financial Officer

Dr. Elke Neujahr

Elke Neujahr

Chief Operating Officer

 

Clinical Trials Unit (CTU) (Dresden)

Die Clinical Trials Unit (CTU) treibt die wissenschaftliche Forschung auf dem Gebiet der Stammzellspende und Stammzelltransplantation voran und verbessert das Datenmanagement über die verschiedenen Etappen einer Stammzelltransplantation hinweg - von der Spenderauswahl, über die Stammzellspende und die eigentliche Transplantation bis hin zur Spender- und Patienten-Nachbetreuung. Das Kompetenzzentrum für klinische Studien ist Teil einer internationalen Hilfsoffensive für Blutkrebspatienten.

CT-Koordinationsteam (Tübingen)

Hauptaufgabe des CT-Koordinationsteams ist die Information, Beratung und Betreuung der Spender während der sogenannten Bestätigungs- bzw. Feintypisierung (= Confirmatory Typing, CT). Stellt sich heraus, dass ein Spender aufgrund seiner vorliegenden Gewebemerkmale für einen Patienten als Stammzellspender in die engere Wahl kommt, wird er umgehend informiert.

HLA Service (Tübingen)

Das Team veranlasst unterschiedliche Arten von HLA-Typisierungen (Bestimmung der Gewebemerkmale bzw. der HLA-Merkmale) und führt unterschiedliche Qualitätsprogramme und wissenschaftliche Projekte durch, um die Suche nach einem geeigneten Spender erheblich zu verkürzen und Patienten somit schneller zu helfen.

Int. Medical Business Development (Tübingen und Köln)

Die Kollegen aus dem Team Transplant Center Services pflegen unsere Beziehungen zu den Transplantationszentren, Sucheinheiten sowie Registern und sorgen somit für bestmögliche Prozesse und Qualität im Versorgungsablauf. Das International Medical Team betreut, berät und unterstützt den medizinischen Bereich in den verschiedenen DKMS-Standorten.

Medizinisches Team (Köln)

Das Medizinische Team in Köln kümmert sich um die regelmäßige Nachbefragung unserer Spender nach der Spende. Im sogenannten „Follow-up“ kontaktieren die DKMS die Spender regelmäßig nach der Spende. Unser Ärzteteam ist für alle medizinischen Fragestellungen rund um das Thema Spende zuständig.

Spender-Patienten Kontakte (Tübingen)

Spender erhalten hier Informationen über den Gesundheitszustand des Patienten, dem sie ihre Stammzellen gespendet haben. Die Mitarbeiter betreuen sowohl den anonymen Briefkontakt zwischen Spender und Patient innerhalb der festgelegten Kontaktsperre, als auch die persönliche Kontaktaufnahme, sofern Spender und Patient sich kennen lernen wollen und die länderspezifischen Regelungen dies zulassen.

Workup-Abteilung (Tübingen)

Die Hauptaufgabe der Workup-Abteilung ist die Koordination der Knochenmark-und peripheren Stammzellentnahmen. Sobald ein passender Spender für einen Patienten gefunden wurde, geht der Auftrag bei der Workup-Abteilung ein. Die Aufträge werden dann erfasst und Vollständigkeit sowie Richtigkeit überprüft. Dann wird sichergestellt, dass die DKMS alle wichtigen Informationen für die Auftragsbearbeitung hat.

Sobald alle notwendigen Informationen vorliegen, wird der Spender telefonisch kontaktiert. Es werden Termine für die Spendervoruntersuchung und die eigentliche Entnahme vereinbart. Zusätzlich werden noch die Reise und sonstige organisatorischen Dinge, die mit einer Spende zusammenhängen geregelt. Das Team fungiert dabei als Schnittstelle zwischen den Spendern, den Entnahmeklinken in Deutschland sowie den Transplantationskliniken weltweit.

Die Workup-Abteilung stellt sicher, dass alle Beteiligten stets vollständig informiert sind. Dadurch sorgt das Team für einen reibungslosen und schnellen Ablauf der Entnahme. Im Mittelpunkt steht hier die persönliche Betreuung der Stammzellspender am Telefon.

Drazen Bopp

Drazen Bopp - CIO

Chief Information Officer

Kristin Breuer

Kristin Breuer, VP Governmental and Public Affairs

Vice President Governmental & Public Affairs

Daniel Knoll

Daniel Knoll, Vice President Human Resources

Vice President Human Resources

Für eine Zukunft mit mehr Menschen, die den Blutkrebs besiegen!

Die DKMS gemeinnützige GmbH gehört zu einem Netzwerk von Organisationen unter dem Dach der DKMS Stiftung Leben Spenden.

Eine weltweite Gemeinschaft

Gemeinsam mit unseren Partnern bilden wir eine weltweite Gemeinschaft im Kampf gegen Blutkrebs.

Unsere Struktur

Seit 1997 existiert die DKMS Stiftung Leben Spenden, die hundertprozentige Mutterorganisation der DKMS.

Unser weltweites Engagement

Für uns zählt jedes Menschenleben, überall auf der Welt. Deshalb will die DKMS als internationale Organisation weltweit gegen Blutkrebs kämpfen.

 

Um Hilfsangebote für Patienten und Angehörige zu verbessern, unterstützt die Stiftung unter anderem den bundesweiten DLH-Patientenkongress der DLH Deutsche Leukämie- und Lymphom-Hilfe e.V. Die Stiftung gibt unter dem Titel „Der Rote Ratgeber“ in insgesamt fünf Bänden Wegweiser für Betroffene und Angehörige zu den Themen Blutkrebs und Stammzellspende heraus.

Der Vorstand der DKMS Stiftung Leben Spenden besteht aus:

Dr. Peter Harf (Gründer)

Dr. Dr. Christoph Glaser (Vorsitzender)

Prof. Richard Champlin, MD (stellv. Vorsitzender)

Laurence Atlas

Prof. Marcel van den Brink, MD, PhD

Alexandre Van Damme

Prof. John Hansen, MD

Prof. Dr. Dr. h.c. Dieter Hoelzer

Dr. Antonella Mei-Pochtler

Alejandro Santo Domingo

Patrice de Talhouët

 

Blutkrebs macht nicht vor Landesgrenzen halt. Um in Zukunft noch besser Blutkrebspatienten überall auf der Welt bei ihrem Kampf gegen den Blutkrebs zu unterstützen, ist es wichtig, die Aktivitäten der DKMS international auszubauen. Die Aufgabe der Internationalisierung der DKMS liegt darin, die DKMS als internationale Organisation weiter auszubauen und die eigenen Qualitätsstandards in allen Ländern sicherzustellen. Alle bei der DKMS registrierten Stammzellspender stehen anonymisiert der weltweiten Spendersuche zur Verfügung.

Die DKMS in USA
• Aktiv seit 2004
• Sitz in New York City
Zur Website der DKMS in den USA

Die DKMS in Polen
• Aktiv seit 2009
• Sitz in Warschau
Zur Website der DKMS in Polen

Die DKMS in UK
• Aktiv seit Juli 2012
• Sitz in London
Zur Website der DKMS in UK

Die DKMS in Chile
• Aktiv seit 2018
• Sitz in Santiago
Zur Website der DKMS in Chile

Weitere Organisationen der DKMS

Zur DKMS Gruppe gehört neben der DKMS gemeinnützige GmbH auch die DKMS LIFE und die DKMS Nabelschnurblutbank. DKMS LIFE bietet look good feel better Kosmetikseminare für krebskranke Mädchen und Frauen an und schenkt den Patientinnen damit Hoffnung und Lebensmut, um sie während ihrer Therapie zu unterstützen und ihren Heilungsprozess positiv zu beeinflussen. Die DKMS Nabelschnurblutbank sammelt Blut aus der Nabelschnur unmittelbar nach der Geburt und ist so eine wichtige Ergänzung zur Arbeit der DKMS.

 

Zentrum der Innovation

Das DKMS Life Science Lab in Dresden ist eines der größten und leistungsfähigsten HLA-Typisierungslabors weltweit und arbeitet nach modernsten wissenschaftlichen Aspekten. Im Jahr 1997 gegründet, sind heute am Standort Dresden bereits 90 Mitarbeiter beschäftigt. Das Labor ist nach den Standards von EFI (Europäische Gesellschaft für Immungenetik) und ASHI (Amerikanische Gesellschaft für Histokompatibilität und Immungenetik) akkreditiert.

Im DKMS Life Science Lab wird genetisches Material (DNA) von potenziellen Stammzellenspendern aus Wangenabstrichen oder Blutproben isoliert. In einem „HLA-Typisierung“ genannten Prozess werden diese DNA-Proben analysiert um das exakte genetische Profil der menschlichen Kompatibilitätsgene für jeden neu registrierten Spender zu bestimmen. Diese Profile sind die unverzichtbare Grundlage um passende Spender für Patienten zu finden die eine Stammzelltransplantation benötigen. Nur die weitestgehende Übereinstimmung der Kompatibilitätsgene zwischen Spender und Patient minimiert das Risiko von Komplikationen nach der Transplantation.

Um möglichst genaue (hochaufgelöste) HLA-Typisierungen in möglichst hoher Kapazität durchzuführen, kommen im DKMS Life Science Lab die derzeit modernsten biotechnologischen Verfahren zum Einsatz. So hat das DKMS Life Science Lab 2013 als erstes HLA-Typisierungslabor weltweit eine neue Sequenziertechnologie, ein sogenanntes NGS (Next Generation Sequencing) Verfahren, für hochparallele Hochdurchsatztypisierung etabliert. Heute werden mit diesem Verfahren pro Jahr weit über eine Million potenzielle Stammzellspender typisiert.

Dem DKMS Life Science Lab sind ein klinisches Labor und eine beim ZKRD (Zentrales Knochenmarkspender-Register Deutschland) akkreditiere klinische Sucheinheit angeschlossen. Das klinische Labor führt alle patientenrelevanten Typisierungen durch (d.h. Patient, Verwandte und Bestätigungstypisierung potenzieller Fremdspender), die Sucheinheit führt Familien- und Fremdspendersuchen für Patienten durch.

Mehr Informationen unter www.dkms-lab.de

 

DKMS LIFE – Tochter der DKMS. In Deutschland erkranken jährlich über 230.000 Mädchen und Frauen an Krebs. Die Krebsbehandlung mit Chemo- oder Strahlentherapie hinterlässt meist schwerwiegende, wenn auch vorübergehende Veränderungen des Aussehens: Haarausfall, Verlust von Wimpern und Augenbrauen oder Hautirritationen. Diese Veränderungen rauben den Betroffenen oft ihr Selbstwertgefühl und ihre Lebensfreude. Hier setzt das look good feel better Kosmetikseminar und das Haarprogramm der gemeinnützigen Gesellschaft DKMS LIFE an. Die Patientinnen werden bestärkt, wieder in den Spiegel zu schauen und auf gekonnte Weise „Farbe in ihr Leben zu bringen“. Für krebskranke Mädchen und Frauen ist Kosmetik viel mehr als nur Make-up – sie verhilft zu einer positiven Lebenseinstellung, die den Heilungsprozess unterstützen kann.

Zur Website DKMS LIFE

 

Die DKMS Nabelschnurblutbank hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Spende von Nabelschnurblut, das direkt im Anschluss einer Geburt eines Babys aus der Nabelschnur gewonnen und für die Allgemeinheit zur Verfügung gestellt wird, zu fördern. Ziel ist es, mehr Blutkrebspatienten zu einer Stammzelltransplantation zu verhelfen. Denn noch immer kann für jeden fünften Patienten kein passender Spender gefunden werden. Die Arbeit der DKMS Nabelschnurblutbank ergänzt daher die Arbeit der DKMS gGmbH. Dieses Vorhaben ist insbesondere deshalb sinnvoll, da die Gewinnung von Stammzellen aus dem Nabelschnurblut eine einfache und für Mutter und Kind ungefährliche Entnahmeart darstellt.

Zur Website der DKMS Nabelschnurblutbank

Wissenschaft und Forschung

Forschung ist wichtig und kann Leben retten. Bei der DKMS gibt es zur ständigen Optimierung unserer Arbeit zahlreiche Forschungsprojekte und Qualitätsprogramme in verschiedenen Fachabteilungen.

 

Die stetige Weiterentwicklung und Verbesserung der Qualität und Quantität der DKMS-Datenbank ist notwendig. Je effizienter wir arbeiten, umso schneller können Patienten im Wettlauf mit der Zeit versorgt werden. Dabei ist die qualitative Optimierung der Spenderdaten von allergrößter Bedeutung. Eine bedeutende Qualitätsverbesserung hat die DKMS mit der Entwicklung eines eigenen Suchalgorithmus erreicht: HAP-E Search (Haplotype Enhanced Search). Das spezielle Softwareprogramm erleichtert die Suche nach geeigneten Spendern anhand von Patientenbefunden, indem es auch passende Mismatch-Spender (mit Abweichungen in der Übereinstimmung der Gewebemerkmale) erkennt und automatisierte Suchen und Aufträge ermöglicht. Weiterführende Typisierungen von älteren Spenderdaten auf eigene Kosten, die gezielte Suche nach Ersatzspendern und das Ancestry-Programm, das sich gezielt an Spender mit seltenen Gewebemerkmalskombinationen richtet, sind weitere Qualitätsprogramme der DKMS.

 

Mit der Clinical Trials Unit (CTU) wurde Anfang 2013 in Dresden eine Abteilung geschaffen, deren Ziel es ist, die Forschung auf dem Gebiet der Stammzelltransplantation zur Bekämpfung von Blutkrebs besser zu fördern. Die Abteilung erarbeitet den wissenschaftlichen Hintergrund verschiedener Studien, stellt die dafür erforderlichen Anträge bei Ethikkommissionen und obersten Bundesbehörden (z. B. beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte) und ist verantwortlich für die ordnungsgemäße Durchführung der Studien. Mit ihren Partnern und betreuenden Ärzten teilt sie damit die Verantwortung für die Sicherheit der Studienpatienten und die Integrität der Daten. Die erhobenen Daten einer Studie werden ausgewertet und anschließend interessierten (Fach-)Publikum präsentiert. Hiervon können neue Behandlungsrichtlinien abgeleitet werden, wovon zukünftige Patienten profitieren.

DKMS Jahresberichte

Jahresbericht 2017

Der Jahresbericht 2017 enthält die Satzung der DKMS und detaillierte finanzielle Angaben. Sie erfahren, wie und wofür die DKMS ihre Einnahmen und Ausgaben verwendet.

Unsere Unternehmensbroschüre 2016 erklärt ausführlich, wie die DKMS entstand, was wir konkret für Blutkrebspatienten tun und welche Rolle die DKMS im weltweiten Kampf gegen den Blutkrebs spielt.

Arbeiten bei der DKMS

Die DKMS ist der weltweit größte Verbund von Dateien und wächst stetig. Unser großes Ziel ist es, für jeden Patienten einen passenden Spender zu finden. Neben unserer täglichen Arbeit sind wir bemüht, mithilfe von innovativen und unkonventionellen Projekten, die Qualität und Quantität der Datei stets auszubauen. Um unser Ziel zu erreichen, brauchen wir Verstärkung im Kampf gegen Blutkrebs.

Stellenangebote ansehen

DKMS-Mechtild-Harf-Wissenschaftspreis

Der DKMS-Mechtild-Harf-Wissenschaftspreis wird von der DKMS Stiftung Leben verliehen und ist bei Wissenschaftlern und Forschern im Bereich der Stammzellforschung seit Jahren ein bekannter und hochangesehener Preis.

Im Rahmen des EBMT-Kongresses wird der DKMS-Mechtild-Harf-Wissenschaftspreis jährlich vergeben. Traditionell wird die Verleihung des Preises am Montag während des Kongress abgehalten. Verliehen wird der Preis an Personen, die herausragende Arbeit im Bereich Forschung und Wissenschaft auf dem Gebiet der Stammzellforschung geleistet haben.

 

2018
Prof. Yair Reisner (ISR)

2017
Prof. Dr. med. Dr. h.c. Dieter Hoelzer (GER)
Richard Champlin, MD (USA)

2016
Katharina Fleischhauer (GER)

2015
John A. Hansen (USA)

2014
Richard J. O'Reilly (USA)

2013
Dennis L. Confer MD (USA)
Prof. Guido Lucarelli (Italien)

2011
Karl Blume (Deutschland)

2010
Prof. Dr. med. Dr. hc. mult. Theodor M. Fliedner (Deutschland)

2009
Rainer F. Storb (USA)

2008
Jan van Rood MD, PhD (Niederlande)

2007
Mary Horowitz MD,MS (USA)

2006
Prof. Dr. med. Hans-Jochem Kolb (Deutschland)

2005
Thomas E. Donnal MD (USA)

2004
Eliane Gluckmann MD (Frankreich)

2002
Efffie Wang Petersdorf MD (USA)

2001
Dr. Helmut Geiger (Deutschland)

 

Diesjähriger Preisträger ist Prof. Yair Reisner aus Israel, der seit mehr als 30 Jahren am Weizmann Institute of Science in Rehovot, Israel tätig ist. „Sie haben viele bahnbrechende Beiträge zum besseren Verständnis von Stammzelltransplantationen geleistet. Es ist uns eine große Freude, Ihre herausragende Arbeit zu würdigen, die sich seit mehr als dreißig Jahren sehr erfolgreich mit der Transplantationsimmunologie beschäftigt, insbesondere mit Immuntoleranzmechanismen bei der Stammzelltransplantation und in der Zelltherapie“, erklärte Dr. Alexander Schmidt, Chief Medical Officer der DKMS in seiner Eröffnungsrede. Die Ergebnisse großer Forschungsprojekte am Yair Reisner Lab des Weizmann Institute of Science seien in klinische Erfolge umgesetzt worden. Davon hätten seither viele Patienten profitiert – und würden es auch in Zukunft tun.

 

Prof. Dr. med. Dr. h.c. Dieter Hoelzer war bis 2007 über 20 Jahre lang Direktor der Abteilung Hämatologie/Onkologie, Rheumatologie und Infektiologie am Universitätsklinikum Frankfurt am Main und leitet seit 1981 eine wichtige, groß angelegte Studie zur Akuten Lymphatischen Leukämie (ALL), der rund 120 Kliniken angeschlossen sind. Als renommierter Hämatologe gilt er als einer der weltbesten Spezialisten für diese Form der Leukämie.

Richard Champlin, MD leitet als Medizinprofessor die Stammzelltransplantationseinheit am MD Anderson Cancer Center der Universität Texas in Houston und hat neben seinen Funktionen als Gründungspräsident der American Society for Blood and Marrow Transplantation und Mitglied in zahlreichen Fachgremien über 700 wissenschaftliche und klinische Studien und Standardwerke verfasst.

Unsere Sponsoren und Partner

Jedes Jahr trägt das Engagement von Organisationen und Unternehmen entscheidend dazu bei, dass unsere Datei stetig wächst und Lebenschancen für Patienten steigen. Nach individuellen Wünschen können Unternehmen uns als Sponsor oder Kooperationspartner nachhaltig unterstützen.

Weitere Möglichkeiten zu helfen

Es gibt viele Möglichkeiten, unseren Kampf gegen Blutkrebs zu unterstützen.

Registrieren Sie sich als Stammzellspender. Vielleicht können Sie ein Leben retten.

Ihre Geldspende kann Leben retten.

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